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Maculadegeneration: Vitamine gegen Sehverlust

Welchen Nutzen haben Multivitamine bei Makuladegeneration und Katarakt? Diese Cochrane-Studie kommt daher zu dem Schluss: "Es gibt immer mehr Hinweise, dass die Einnahme von Vitamin E oder Beta-Carotinoiden als Nahrungsergänzungsmittel weder eine AMD verhindern noch das Fortschreiten einer bestehenden verzögern kann. Die wissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass die zusätzliche Ernährung mit bestimmten Mikronährstoffen den Krankheitsverlauf bei fortgeschrittener AMD beeinflussen kann. Werbung mit der angeblichen "Hilfe bei AMD" ist dann nicht mehr erlaubt, da krankheitsbezogene Aussagen mit Nahrungsergänzungsmitteln verboten sind. Die DOG rät jedoch nur in bestimmten Fällen zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln.

Makula-Degeneration: Vitamine gegen Sehkraftverlust

Laut früheren Untersuchungen scheint der Verlust der Sehkraft bei Makula-Degeneration durch Vitamine verlangsamt zu werden. Kann eine altersabhängige Makula-Degeneration durch Vitamine und Nährstoffe verhindert werden? Erläuterung: Die Entwicklung einer altersabhängigen Makula-Degeneration kann durch die Einnahme von Vitaminen E und Beta-Carotin nicht verhindert werden. In Verbindung mit dem Einsatz von z. B. Magnesium und Vitaminen führen sie jedoch dazu, dass gewisse Krankheiten etwas schleppender ablaufen.

Altersabhängige Makula-Degeneration kommt oft langsam und wird lange Zeit nicht bemerkt. Beim Makuladegenerat wird das Sehvermögen an dieser Position reduziert, die Betroffenen sehen nur noch verschwommene Objekte am Sichtfeldrand. Die Augenkrankheit ist die Hauptursache für den altersabhängigen Sehkraftverlust in den meisten europäischen Staaten. Vitaminpräparatehersteller versprachen Abhilfe; eine besondere Nährstoffkombination soll das senile Sehen verbessern.

In der Tat belegen die zusammenfassenden Resultate bereits publizierter Untersuchungen, dass eine Mischung aus den Vitaminen E, Betakarotin und Zinn das Sehvermögen für längere Zeit beeinträchtigt. Eine solche Auswirkung hat anscheinend auch allein der Werkstoff Zinn. Doch Vitamine und Mineralien sind kein Zaubermittel. Auch nach sechs Jahren war der Einfluss nur mäßig, kürzer angelegte Untersuchungen über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren ergaben keinen eindeutigen Effekt[1][6].

Bei Patienten mit frühzeitigen Zeichen einer Makula-Degeneration würde das bedeuten: Bei Menschen, die bereits an einer mittelschweren Makula-Degeneration erkrankt sind, würde dies dazu führen, dass die präventive Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln wie z. B. Vitamine und Zinn noch nicht zu 100% sicher ist. Die Vitamine und Mineralstoffe können die Entwicklung der Makula-Degeneration nicht aufhalten. Bisherige Untersuchungen haben dies deutlich gezeigt[2].

Doch was die Vitamin-Mischung nicht kann, kann einen Rauchentzug bewirken: Der Verzicht auf das Zigarettenrauchen reduziert die Gefahr einer altersbedingten Makula-Degeneration massiv. Bei einigen Untersuchungen leiden Teilnehmer, die regelmässig viel Früchte, Gemüsesorten, Nüsse und Fische essen, weniger an Augenkrankheiten. Bei der altersbedingten Makula-Degeneration handelt es sich um eine Krankheit, die vor allem die älteren Menschen trifft.

Abgesehen von Vitamin-Präparaten gibt es keine wirksame Behandlungsoption für die Trockenform des langsamen Fortschreitens des senilen Sehens[7]. Damit sich keine neuen Gefäße in der Retina bilden, können Mediziner ein Medikament in das Augeninnere injizieren, das das Blutgefäßwachstum inhibiert. Eine Forschungsgruppe des eigenständigen Cochrane-Netzwerks hat die Resultate aller bis März 2017 veröffentlichten Untersuchungen zu Makula-Degeneration und antioxidativen Substanzen zusammengefasst[1,2].

Daß eine Vitaminmischung das Wachstum der altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) zu verlangsamen droht, basiert weitgehend auf den Resultaten einer einzelnen Untersuchung des US-Forschungsteams "AREDS"[1][3]. Allerdings stehen die Resultate nicht im Widerspruch zu den anderen ausgewerteten Untersuchungen, die mit wesentlich weniger Teilnehmern durchlaufen wurden. In dieser Untersuchung wurde eine Mixtur aus 500 mg/ml Vitamin E, 400 IE-Vitamine, 15 mg/l Beta-Carotin, 80 mg/l Zinkoxid und 2 mg/l Kupferoxid erforscht.

Inwieweit auch andere Vitamine wirken, ist nicht klar. Als fragwürdig könnte die Tagesdosis von 400 IE des Vitamins E angesehen werden (siehe dazu auch: Vitamine E - Protektion oder Gefahr? ), für Beta-Carotin ist der Grenzwert von 20 - 30 mg größer als die untersuchte Menge von 15 mg (vgl. die Mythen des Krebsschutzes durch Pflanzenfarbstoffe Beta-Carotin).

Eine weitere randomisierte, kontrollierte Untersuchung von AREDS-Forschern[1][4] zeigt, dass weitere Antioxidanzien wie die Carotinoide Gelbkörper und Zeaxanthine nicht von Nutzen sein sollten. Es ist auch nicht klar, ob sie als Substitut für das fragwürdige Beta-Carotin verwendet werden können. Es ist bekannt, dass Vitamine E und Beta-Carotin nicht zur Prävention geeignet sind - sie können die Entwicklung von Augenerkrankungen im hohen Lebensalter nicht aufhalten.

Dies wird vom Cochrane-Team in einer Auswertung der veröffentlichten Untersuchungen bestätigt[2]. Es gibt keine Untersuchungen zu anderen Antioxidanzien wie z. B. zu den Vitaminen A, B, H, L und L utein und Zaaxanthin - es ist nicht bekannt, ob sie das Krankheitsrisiko senken können. Kann eine altersbedingte Makula-Degeneration durch Antioxidationsmittel und Mineralien verhindert werden? Kann die Supplementierung mit Antioxidanzien (Beta-Carotin, Vitamine E und E und/oder Zink) das Entwicklungsrisiko der AMD beeinträchtigen?

Ist die Hinzufügung von Gelatine und / oder Omega-3-Fettsäuren für das Wachstum der AMD von Bedeutung? Lässt sich die Zinkdosierung senken?

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