Ausdauersport im Alter

Was ein Mensch in den "besten Jahren" gerne hört, sagt Patrik Reize nicht unbedingt.

Zum Beispiel nimmt die Sprintgeschwindigkeit mit zunehmendem Alter ab. Der Sport im Alter hat viele positive Auswirkungen auf das eigene Wohlbefinden. Regelmäßiger Ausdauersport im hohen Alter beugt Krankheiten vor, verbessert die Lebensqualität und macht neue Bekanntschaften. Wer fit sein und bleiben will, kann auch im Alter zwischen verschiedenen Sportarten wählen, egal ob Radfahren, Nordic Walking oder Schwimmen. Der Sport im Alter ist eine wichtige Voraussetzung für Gesundheit und Wohlbefinden in den besten Jahren.

Was ein Mensch in den "besten Jahren" hören will, sagt er nicht notwendigerweise.

Was ein Mensch in den "besten Jahren" hören will, sagt er nicht notwendigerweise. Nein, das Alter im Ausdauersport beginnt nicht mit 60, 70 oder gar 75 Jahren, sagt der ärztliche Leiter der Orthopädischen und Unfallchirurgischen Universitätsklinik am Stuttgarter Krankenhaus. "Bei Älteren verringern die Stimuli nicht nur ihre mentalen, sondern auch ihre Bewegungsfähigkeit."

Da es zu einem Kraftverlust und Muskelmasseverlust kommt und der Anteil an Körperfett ansteigt, gewinnen ältere Menschen mit der gleichen Tätigkeit und Kalorienanzahl lieber an Körpergewicht als jugendlich. "Der Mensch ist in der ganzen Entstehungsgeschichte nicht älter als 40 oder 50 Jahre", sagt Professor Hans-Georg Prédel, Direktor der Fakultät für Präventiv- und Rehabilitationssport und Sportmedizin an der DFS.

"Den Hauptvorteil des Ausdauersportes erkennt er in der Erhaltung der Funktionsfähigkeit des Metabolismus, aber auch aller Organe. Andererseits steigt das Altersrisiko von Krankheiten wie Herzinfarkten, Herzinsuffizienz oder Schlaganfällen bei mangelnder Bewegung. Bei Ausdauersportarten wie dem regulären Laufsport verlieren Menschen auch Gewicht, stärken ihre Muskeln und wirken so der Abschwächung des Organismus zumindest teilwohl.

"Das hält die Gebeine stabiler", erklärt er. Zum Beispiel empfehlen wir Ihnen gerne nordisches Gehen, (Berg-)Wandern, Fahrradfahren, Langlaufen oder Baden. Vor allem im Alter ist es notwendig, die eigenen Begrenzungen zu berücksichtigen, hebt er hervor. Die maximale Nutzung durch den sportlichen Einsatz beläuft sich auf 220 minus Alter. Eines steht fest: Auch im Alter kann die Leistungsfähigkeit gesteigert werden, teilweise massiv.

Die Entfernungen und die Zeit, die ein Mensch verbringt, ob er nun im Rahmen eines Walkings, eines Halbmarathons oder "nur" auf einer Langlaufloipe auf Skis unter seinen Füssen gleitet, ist ganz persönlich, erklärt er. Um die Muskeln zu kräftigen, raten viele Experten, neben der Kondition auch an Mobilität, Koordinierung und Kräftigung zu denken.

Dafür gibt es laut Frau H. einen simplen Grund: "Wer gut in Form sein will, muss vorankommen. Aber man sollte nicht nur sportlich aktiv sein, um seine Gesundheit zu erhalten. Auch für diejenigen, die über einen langen Zeitabschnitt ununterbrochen sportlich aktiv sind, ist die "50er-Jahre-Schwelle" kein Hindernis. "Man kann den Leib bis ins Alter trainieren."

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