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Blutgruppen-Diät nach D' Adamo: Eine Typfrage?

In den 90er Jahren machte er sich mit seinen Thesen zur blutgruppenangepassten Ernährungsweise einen Namen.... Die Blutgruppe eines Menschen entscheidet seiner Ansicht nach über seine Diät und seinen Lebensstil.

Die Ernährung ist in erster Linie nicht auf Gewichtsreduktion ausgerichtet. Es ist vor allem das Pflanzeneiweiß Lectin im Organismus, das Schäden verursacht, wenn eine Fehldiät auftritt.

Der Naturheilpraktiker ist nicht nur für seine Werke bekannt. Er ist auch der Begründer und Redakteur des Journals für Naturheilkunde, hat eine eigene Niederlassung in der Nähe von Washington (Connecticut, USA) und unterrichtet weltweit auf seinem Fachgebiet. Für jede Blutgruppe hat D' Adamos eigene evolutionäre Theorie und geht davon aus, welche Nahrungsmittel besonders oder gar nicht verdaulich sind.

Laut D' Adamos ist der Bluttyp 0 die Älteste Blutgruppe in der Entwicklungsgeschichte. Sie sind Fleischfresser unter den Blutspendern und besitzen einen stabilen Magen-Darm-Trakt sowie ein widerstandsfähiges immunes System. Im Neolithikum bildete sich die zweite älteste Blutgruppe. Für D' Adamos sind vegetarisches Essen, kleine Mengen an Fischen und die meisten Leguminosen für diese Personengruppe leicht verdaulich.

Diese Blutgruppe wurde vor etwa 15.000 Jahren durch klimatische Änderungen und die Mischung unterschiedlicher ethnischer Gruppen gebildet. Nur 1000 Jahre früher wurde der AB-Typ aus einer Mischung der beiden Gruppen A und A gebildet. Sensibler Magen-Darm-Trakt und ein zu stark tolerierendes Abwehrsystem charakterisieren das Geheimnisvolle. Inwieweit ist die Ernährung nach D'Adamo glaubhaft? Zur Bestätigung seiner Hypothese hätte er selbst in der Labordiagnostik beweisen können und sollen, dass Lectin verschiedene Auswirkungen auf die Blutkörperchen der einzelnen Gruppen hat.

Abgesehen vom Mangel an wissenschaftlicher Evidenz stellen die zahlreichen unterschiedlichen Klassifizierungssysteme für die Blutgruppe auch die Vertrauenswürdigkeit in Frage. Außerdem wissen nur wenige Menschen ihre Blutgruppe, weshalb, so D' Adamos Meinung, die meisten von ihnen sich zu Unrecht füttern und mit ihrem eigenen Lebensweg herumspielen würden. Die Blutgruppe, die Sie haben, wird durch ein einzelnes Gene ermittelt. Verschiedene Variationen dieses Genes haben Einfluss darauf, ob und welche Antikörper im Blutsystem und auf den Oberflächen der Zellen vorhanden sind.

Bei der Untersuchung verschiedener Defensivreaktionen des Immunologen fand er zwei unterschiedliche Antikörper auf den Blutzellen, die er als A und H bezeichnete. Auch entdeckte er. Nicht jeder Mensch hat die gleichen Antikörper oder deren Kombination. Anschließend klassifiziert er die vier bekanntesten Blutgruppen: Antigenen A ( "A"). A ( "A"), B" ("B"), AB ("AB") und "0" ("keine Antikörper auf den Blutzellen").

Aber auch renommierte Einrichtungen wie die Deutscher Ernährungsgesellschaft (DGE) sehen dieser Kost mit Skepsis entgegen.

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