Chrom Ernährung

Das Chrom ist für den Kohlenhydratstoffwechsel, insbesondere für die Zuckerverwertung, von Bedeutung.
Chrom ist hauptsächlich in den Bereichen Leder, Milch, Knochen, Fette und Muskulatur im Organismus vorzufinden.
Im Kohlenhydratstoffwechsel ist Chrom wichtig, insbesondere bei der Zuckeraufnahme (Glukosetoleranz).
Das Chrom ist sowohl in organischen als auch in anorganischen Formen von Nahrungsmitteln vorzufinden.
Weißzucker und gemahlenes Weißmehl haben einen um 90 % geringeren Chromgehalt als Molasse und Weizenvollkorn.

Besonders wichtig für den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel ist Chrom. Weiterempfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE)[µg/Tag]. Das Schwermetall ist in der Industrie eines der wichtigsten Additive für die Herstellung des rostfreien Chromstahls. Sind viele der so genannten Zivilisationskrankheiten im Zusammenhang mit einem Chrommangel zu sehen, so gibt dies auch Aufschluss über unsere aktuelle Ernährungssituation. Die Nahrung muss arm an Chrom sein, sonst würden keine Mangelerscheinungen auftreten.

Spurenelemente Chrom - ein wesentlicher Bestandteil des Zuckerstoffwechsels

Das Chrom ist für den Kohlenhydratstoffwechsel, insbesondere für die Zuckerverwertung, von Bedeutung. Verchromt heißt bunt. Der Name dieses Spurenelementes geht auf die schönen farbigen Chromsalze zurück. Wer sich mit dem Thema Farbgebung beschäftigt, weiß z.B. Chrom-Gelb oder Chrom-Grün. Ende des 18. Jh. wurde Chrom gefunden, aber erst 1959 wurde es als wesentliches Element für den Menschen wiedererkannt.

Chrom ist hauptsächlich in den Bereichen Leder, Milch, Knochen, Fette und Muskulatur im Organismus vorzufinden. Das Chrom hilft bei der verbesserten Absorption von Glucose im Organismus. Eine Unterversorgung reduziert die Glucosetoleranz dementsprechend. Im Metabolismus hat Chrom teilweise ungeklärte Funktion, da viele Vorgänge im Zusammenhang mit diesem Element noch nicht geklärt sind.

Im Kohlenhydratstoffwechsel ist Chrom wichtig, insbesondere bei der Zuckeraufnahme (Glukosetoleranz). Je nachdem beeinflusst Chrom den Fettstoffwechsel. Chrom erhöht auch die Absorption von Amino-Säuren in die Muskeln und fördert die Proteinsynthese. Chrom ist wahrscheinlich auch an der Teilung der Zellen mitbeteiligt, jedenfalls ist es in beträchtlichen Anteilen in den Kernen der Zellen vorzufinden.

Das Chrom ist sowohl in organischen als auch in anorganischen Formen von Nahrungsmitteln vorzufinden. Eine gute Quelle für die Chromversorgung sind Bierhefen und Fleischerzeugnisse, insbesondere Leder, Niere, Fleisch, Käsesorten und Vollkorn, aber auch Muscheln, Kräuter, vor allem Paprika, Schalenobst, Nüsse und Braunzucker (Melasse). Bei der Chromversorgung kommt dem Grad der Verarbeitung einiger Nahrungsmittel eine Sonderstellung zu.

Weißzucker und gemahlenes Weißmehl haben einen um 90 % geringeren Chromgehalt als Molasse und Weizenvollkorn. Auch Früchte und viele andere Gemüsesorten sind ziemlich verchromt. Noch ist der Tagesbedarf an Chrom nur näherungsweise ermittelt; er wird auf 30 bis 300 µg (mcg) geschätz.

In der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. wird ein Tagesbedarf von 30 bis 100 Milligramm Chrom bei jungen Menschen und im Erwachsenenalter angenommen. Namhafte Orthomolekularärzte wie z. B. der US-Amerikaner R. W. Werbach raten zu signifikant höheren Gehalten von 200 bis 300 Milligramm Chrom pro Tag. Wird der Chrombedarf durch die Ernährung gedeckt?

In der Regel wird Chrom in kleinen Portionen aus der Nahrung absorbiert. Dies trifft insbesondere auf zucker- und fettreiche Diäten zu, die den Chrombedarf erhöhen. Der Chromvorrat kann generell als niedrig angesehen werden. Durchschnittlich absorbieren wir in der Bundesrepublik etwa 62 Milligramm Chrom pro Tag, die Einzelwerte können jedoch zwischen 30 und 140 Milligramm liegen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Eigenbedarf an Chrom von der Aufnahme von Kohlehydraten abhängig ist. Mit zunehmender Absorption steigt der Chrombedarf. Es gibt eine Vielzahl von Gründen, die dazu beitragen, dass wenig oder zu wenig Chrom aufnimmt. Soweit verfügbar, werden nur kleine Beträge - 0,5 bis 3 Prozentpunkte - vom Organismus aufbereitet.

Die verchromte Form nimmt dabei eine wichtige Stellung ein. Das organische Chrom, Chrom im GTF-Faktor oder als Komplexbildner wird wesentlich besser absorbiert als das anorganische Chrom, das nur 0,5 bis 0,7 % absorbiert wird. Abgesehen von einem hohen Verbrauch an Raffinadezucker können Chrom, Pflanzenextrakte und Zinkprodukte den Chrommangel anregen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nach jüngsten Daten die tägliche Aufnahme aus der Nahrung niedriger zu sein scheint als bisher vermutet und wahrscheinlich nur im Rahmen von 15 bis 50 Milligramm Chrom liegt.

Allerdings sind schwerwiegende Defizite im Chrom nur in seltenen Fällen bekannt geworden. Der Verdacht, dass Chrom bei der Entwicklung von Zuckerkrankheiten und Arterienverkalkung eine wichtige Funktion hat, deutet jedoch darauf hin, dass schon ein geringer Chrommangel im Organismus zu unerwünschten Konsequenzen führen kann. Chrommangel soll die Entwicklung von Zuckerkrankheiten und Arterienverkalkung fördern.

Chrommangel führt zu einer schwachen Verträglichkeit des Zuckers, was zu ähnlichen Symptomen wie bei der Erkrankung selbst führt. Die Mitwirkung von Chrom bei der Entwicklung von Zuckerkrankheiten ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Es handelt sich um einen aus einem Teil dreiwertigem Chrom, 2 Teile Niacin und einem Teil Kleber (Cystein, Glyzin und Glutaminsäure) bestehenden Komplext.

Durch die Aktivierung von Glucose wird das körpereigene Insektizid aktiviert und seine Anbindung an die Zellwand gefördert, so dass Glucose besser in die Zellen absorbiert werden kann. Im Gegensatz dazu steigert ein fehlender Chromgehalt oder eine fehlende Zufuhr von Chrom oder Fett die Menge des im Organismus zirkulierenden Insulins. So beeinflusst Chrom auch den Fettstoffwechsel.

Ist der Chromanteil im Blutsystem gering, erhöht sich das Arterioskleroserisiko. Weitere bekanntermaßen auftretende Konsequenzen von Chrommangel sind Gewichtsverlust und Neuropathie. Nachdem eine Chromergänzung erfolgt ist, können die für einen Chrommangel charakteristischen Beschwerden wieder abklingen. Ist Chrom überdosierbar oder gibt es unerwünschte Wirkungen? Der Einsatz als dreiwertiges (organisches) Chrom in Dosierungen bis zu 300 mg pro Tag ist unbedenklich.

Sogar höhere Chromdosen (bis zu 1 Milligramm täglich) zeigen keine unerwünschten Effekte, wenn sie über mehrere Wochen eingenommen werden. Allerdings sind vom sechswertigen Chrom ungewollte Effekte durch Überangebot bekannt. In der Regel kommen sie als Chromekzeme oder Chromasthmen zum Beispiel bei der Herstellung von Kunstlederwaren und rostfreiem Stahl vor. Chromium zur Prävention - und wie viel?

Im Chromstoffwechsel müssen noch viele Aspekte geklärt werden. Um Mangelerscheinungen vorzubeugen, sollten Sie auf eine ausreichend hohe Chromaufnahme achten. Soll Chrom zur Prävention zugesetzt werden, z.B. bei niedriger Glukose-Toleranz, sollte das organische Chrom aus Hefen und pflanzlichen Quellen vorzuziehen sein. Sie wird besser im Organismus absorbiert als die anorganischen Körperformen.

Typisch sind zum Beispiel bis zu 200 Milligramm/Tag.