Ergometer für Herzpatienten

Da Ausdauersportarten den Bluthochdruck verringern können, ist er präventiv und effektiv in der Behandlung von Herzpatienten.
Vergleichsweise jung ist die Einsicht, dass Herzpatienten auch Krafttraining machen dürfen. Kombiniertes Ausdauer- und Kräftigungstraining kommt Herzpatienten gleich zweifach zugute, da sie auch die Diabetes-Prophylaxe durchführen.
Allerdings sollten Herzpatienten auf ihre körperlichen Signale achten. Selbst nach einer längeren Mahlzeit und im Krankheitsfall (z.
Für ein effizientes Training benötigen kardiovaskuläre Patientinnen und Patientinnen einen Schulungsplan.
Infolgedessen kann der Druck unter körperlicher Anstrengung sprunghaft steigen. Bei ständiger Bewegung sinkt jedoch der Druck, weil die Gefäße wieder dehnbarer werden.

Bekanntlich reduziert regelmäßiger sportlicher Einsatz das kardiovaskuläre Krankheitsrisiko später. Regelmäßiges Training hat einen positiven Einfluss auf die Gefäßgesundheit und den Stoffwechsel: Da die innere Haut der Gefäße unter physischer Belastung gewisse Botschaftersubstanzen bildet, bleibt die Gefäßwand flexibler und gleichmäßiger. Es wird die Neubildung von Blutgefäßen stimuliert.

Da Ausdauersportarten den Bluthochdruck verringern können, ist er präventiv und effektiv in der Behandlung von Herzpatienten. Während des Trainings dehnen sich die Blutgefässe, die das Sauerstoff-reiche Herzblut zu den Organsystemen befördern, aus. Je größer das maximale Atemwegsvolumen, desto größer ist die Belastungsfähigkeit von Herzpatienten. Zu guter Letzt nehmen (angepasste) Sportarten den Menschen die Furcht vor körperlichen Belastungen nach einem Herzinfarkt.

Vergleichsweise jung ist die Einsicht, dass Herzpatienten auch Krafttraining machen dürfen. Kombiniertes Ausdauer- und Kräftigungstraining kommt Herzpatienten gleich zweifach zugute, da sie auch die Diabetes-Prophylaxe durchführen. Prof. Dr. med. Dr. med. Martin Hall, Direktor des Center for Prevention and Sports Medicine an der TU MÃ? Weil nur kontinuierliche Weiterbildung nachhaltige Wirkung hat.

Allerdings sollten Herzpatienten auf ihre körperlichen Signale achten. Selbst nach einer längeren Mahlzeit und im Krankheitsfall (z. B. Erkältung) sollten Herzpatienten nicht Sport treiben. Die Krankenhausärzte leiten nach akutem Ereignis, wie z.B. einem Herzanfall, die notwendigen Abklärungen ein, bevor der Patient sportlich aktiv wird. Doch auch im Ambulanzbereich sollten Menschen mit einem chronisch kardiovaskulären Leiden von einem Sportmediziner untersucht werden, damit das Trainingsprogramm an die Krankheit sform, eventuelle Begleitkrankheiten und ihre persönlichen Leistungen angepaßt werden kann.

Für ein effizientes Training benötigen kardiovaskuläre Patientinnen und Patientinnen einen Schulungsplan. Bei einem zu niedrigen Trainingslevel hat der sportliche Aspekt nicht die gewünschte Wirkung, bei einem zu hohen Trainingslevel stellt der Pflegebedürftige eine Gefahr für seine eigene gesundheitliche Situation dar. Der systolische Druck wird durch Ausdauersport kurzzeitig erhöht: Der Herz-Muskel muss das Herz in den Blutkreislauf gegen mehr Widerstände pumpten.

Infolgedessen kann der Druck unter körperlicher Anstrengung sprunghaft steigen. Bei ständiger Bewegung sinkt jedoch der Druck, weil die Gefäße wieder dehnbarer werden. Allerdings mahnen die Verfasser des Buchs "Sporttherapie in der Medizin" (siehe Fachliteratur und Links) vor allgemeinen Handlungsempfehlungen, insbesondere für Hochdruckpatienten: "Bei der Wahl einer für den Patienten passenden Trainingsform oder des Sports für den Patienten mit hohem Druck sollten keine allgemeinen Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden, sondern es ist ein individuelles Verfahren erforderlich". Ausgehend von den bisher verfügbaren Untersuchungen schlagen die Gutachter drei bis fünf an Ausdauer orientierte Schulungen von 20 bis 60 min pro Woche vor - je nach Lebensalter, Leistungsfähigkeit, Begleiterkrankungen und persönlicher Leistungsbereitschaft.

Die Ergebnisse zeigen, wie viele ml des Sauerstoffs der Organismus bei höchster Last pro Minuten verbrauchen kann. Nach einem Herzanfall können Patientinnen und Patientinnen mit gut erhaltenen Herzfunktionen eine ganze Wochen nach einem Herzanfall mit einem langsamen körperlichen Einsatz anfangen. Im ersten Schritt ist die Ausdauersportart besser geeignet als das Krafttraining, da der Druck im Blut vergleichsweise gleich bleibend ist. Wie alle Menschen sollten Herzpatienten den von ihnen genossenen sportlichen Aktivitäten nachgehen.

Einerseits ist die physische Beanspruchung etwas größer und wird sicher zu niedrig angesetzt. Im Therapieleitfaden plädieren Herzspezialisten für ein physisches Trainingsprogramm bei einer chronischen Herzschwäche. Im Jahr 2011 hat ein Team von Kardiologen der Uni Göttingens die Effektivität des kombinierten Trainings von Kraftausdauer und Kraft bei Patientinnen mit "diastolischer" Herzschwäche bestätigt (d. h. die Herzkammerwände sind nicht mehr ausreichend dehnbar und können nicht mehr genügend Wasser aufnehmen).

Vor der Teilnahme eines Patienten mit Herzversagen am sportlichen Training muss die Krankheitsursache im Detail geklärt werden. Ideales Training bei einer chronischen Herzschwäche ist das Konditionstraining bei geringer Last. Der Radergometer hat sich als Übungsgerät bestens bewiesen, da die Anzeige von Puls und Druck ständig erfolgt. Wäre das Stressniveau zu hoch, stünde eine drohende Herzrhythmusstörung bevor.

Aus diesem Grund sollten Menschen mit Herzversagen die Last langsamer erhöhen. Da die Beweglichkeit die Flexibilität der Gefäße aufrechterhält, wird mangelnde körperliche Betätigung als Gefahrenfaktor für die Entstehung einer koronaren Herzerkrankung (KHK) angesehen. Die Meta-Analyse von mehr als 8.400 KHK-Patienten aus der wissenschaftlich fundierten Cochrane-Datenbank im Jahr 2001 zeigte, dass die Gesamtmortalität der physisch tätigen Patientinnen und Patientinnen um 30 Prozentpunkte reduziert werden konnte.

Aus diesem Grund wird in den medizinischen Richtlinien ein physisches Trainieren vorgeschlagen. Die Vorgehensweise bei stabiler KHK-Patienten ist vergleichbar mit der bei der chronischen Herzinsuffizienz: Sind die Gefässe komplett durchgehend, können die Patientinnen und Patientinnen mit sechs Einheiten à 10 min pro Tag (teilweise) stationärem Training starten. Die Zielvorgabe für das Heimtraining ist 20 Min. Trainingszeit fünf Mal pro Wochen bei 70 Prozentpunkten der maximal möglichen Sauerstoffzufuhr.

von Michaela Herzog