Hohe Fettverbrennung

Die Zeitschrift "The Alps" hat vor kurzem einen Beitrag über die Fettverbrennung von Alpinisten veröffentlicht - nach einer neuen, sehr aufwendigen Untersuchung von schweizerischen Höhenärzten.
Ergebnis: Die Blutuntersuchungen ergaben " nicht nur gewalttätige, höhenbezogene Belastungsreaktionen ", sie lieferten auch Informationen über die Energieproduktion des Organismus in großen Höhen.
Außerdem benötigt die Energieerzeugung über die Fettreserve mehr Luftsauerstoff als die Aufbereitung von Kohlenstoff.
Warum der Mensch in dieser extremen Situation die Energiequelle Fette vorzieht und dabei auf paradoxe Weise vergeudet, wissen die Forscher nicht.
Bei der Aufstiegslast hilft Coffein, die Fettspeicher rascher zu erschließen. Sogar der Erhard Loretan - jahrzehntelang vor dieser Untersuchung - hatte ein kräftiges "Fondue" in seine Besteigung der Acht-Tausender im Himalaya eingebaut, wie er in dem gleichnamigen Werk "Den Berge verfallen" schrieb.

Bereits der einmalige Verzehr extrem hoher Jodkonzentrationen kann sich negativ auf den Organismus auswirken, insbesondere bei älteren Menschen. Ich bin sicher, Sie haben von dem so genannten Fettverbrennungsimpuls gehört. In den meisten Fitness-Studios und Lifestyle-Magazinen wird leider immer noch der Mythos verbreitet, dass die Schlagworte Puls, Fettverbrennung und effektive Gewichtsabnahme untrennbar miteinander verbunden sind. Das Insulin hat die Aufgabe, den Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Eine hohe Umgebungstemperatur verlangsamt demnach die Fettverbrennung und trägt so zu einer schnelleren Gewichtszunahme bei.

Fettverbrennung: der Organismus dreht sich auf dem Hügel.

Die Zeitschrift "The Alps" hat vor kurzem einen Beitrag über die Fettverbrennung von Alpinisten veröffentlicht - nach einer neuen, sehr aufwendigen Untersuchung von schweizerischen Höhenärzten. 30 Bergsteiger nahmen an der Untersuchung teil. Beim Besteigen von Mustagh Áta (7546 m, China) und Peak ŽLenin (7123 m, Kirgisistan) wurde ihnen regelmäßig das nötige Geld abgenommen.

Ergebnis: Die Blutuntersuchungen ergaben " nicht nur gewalttätige, höhenbezogene Belastungsreaktionen ", sie lieferten auch Informationen über die Energieproduktion des Organismus in großen Höhen. Die meisten Veränderungen im Fettkonsum fanden die Wissenschaftler heraus: Je größer der Anstieg der Probanden, desto mehr Fette verbrannten ihre Köper. In der Regel gelangt der Organismus zuerst in die Kohlenhydratdepots und erst dann in die Fettlager.

Außerdem benötigt die Energieerzeugung über die Fettreserve mehr Luftsauerstoff als die Aufbereitung von Kohlenstoff. Wie Sie wissen, je weiter man den Gipfel hinaufsteigt, desto geringer wird der Anteil an Stickstoff. "Trotz Sauerstoffmangels erschließt der Organismus nicht die leichtesten vorhandenen Kraftreserven, sondern nutzt die Fettspeicher bereits ab 4.000 Meter Höhe", schließt die Höhenärztin Jakqueline Pechler zu "Die Alpen".

Warum der Mensch in dieser extremen Situation die Energiequelle Fette vorzieht und dabei auf paradoxe Weise vergeudet, wissen die Forscher nicht. Allerdings gehen sie davon aus, dass der körpereigene Notstand die "normale" Energiezufuhr nicht mehr für möglich hält und auf "Überleben" und die Fettverbrennung bei Sauerstoffbelastung umschaltet. Auf über 4000 Meter fängt der Rumpf an, sich zu "drehen".

Bei der Aufstiegslast hilft Coffein, die Fettspeicher rascher zu erschließen. Sogar der Erhard Loretan - jahrzehntelang vor dieser Untersuchung - hatte ein kräftiges "Fondue" in seine Besteigung der Acht-Tausender im Himalaya eingebaut, wie er in dem gleichnamigen Werk "Den Berge verfallen" schrieb. Nichtsdestotrotz halte ich es für gut, es gibt jetzt eine Studien.

Nebenbei bemerkt: Die Ludwig-Maximilians-Universität hat auch eine Untersuchung durchgeführt. 20 Übergewichtige lassen die Wissenschaftler eine ganze Woche auf der Zugspitze ( "2650 Meter", Deutschland) ausharren.

von Michaela Herzog