Kokosöl Gesättigte Fettsäuren

Das Kokosnussöl soll sehr gesund sein, obwohl es hauptsächlich gesättigte Fettsäuren enthält - wie kann das sein?

Weshalb gilt das nicht auch für Kokosnussöl? Kokosnussöl ist zwar reich an gesättigten Fettsäuren, hat aber eine Fülle von äußerst positiven Eigenschaften für die menschliche Gesundheit. Der Amerikanische Herzverband warnt nun davor, Kokosnussöl zu verklären. Für die einen ist es ein neues Superfood, für die anderen ist es wegen seiner vielen gesättigten Fettsäuren schädlich. Kokusnuss;

Kokosnussöl; Palmöl; Palmkernöl; Kakaobutter.

Kokosnussöl soll sehr gut sein, obwohl es überwiegend gesättigte Fettsäuren beinhaltet - wie kann das sein?

Herkömmlich produziertes Kokosnussfett wird durch Pressung von Kokosnussfleisch, der Copra, erhalten. Das Copra ist zu 70 prozentig fetthaltig. Das reine, ungehärtete Kokosöl - das so genannte "Virgin-Kokosöl" - wird im Gegensatz zu Plattenfett sanft produziert und ist weitgehend unbehandelt. Zuerst wird das Fleisch der Kokosnuss trocken und gerieben und dann im folgenden Arbeitsschritt sanft kalt gepresst.

Reine Kokosnussöle werden weder veredelt noch deodoriert, geblichen oder ausgehärtet und sind daher von bester Güte und einmaligem Aroma. Auch bei der sanften Produktion von Kokosnussöl bleibt das Vitamin und die Antioxidationsmittel vollständig konserviert. Kokosnussöle aus der ersten kalten Pressung von Frischobstpulpe unmittelbar nach der Lese und dem öffnen der Kokosnuss werden als besonders wertvoll angesehen.

Die Bezeichnung Kokosnussöl lässt sich darauf zurückführen, dass das Kokosnussfett in den Erzeugerländern durch die Hitze eigentlich konstant fließfähig ist. Bei Raumtemperatur ist ein dickflüssigeres Produkt umso mehr ungesättigte Fettsäuren wie z. B. Rapssamen oder Olivenöle enthalten. Mit zunehmendem Gehalt an saturierten Fettsäuren wird die Festigkeit der Butter erhöht.

Kokosnussöl enthält 90 bis 97% gesättigte Fettsäuren, zunächst ein recht großer Teil. Ã-le und FettsÃ?uren mit einem höheren Gehalt an polyungesÃ?ttigten FettsÃ?uren (Omega-3 und Omega-6) werden unbestritten als sehr gesundheitsfÃ?hig erachtet, solange sie nicht Ã?berhitzt oder gar zum Braten verwendet werden. Diese Fettsäuren oxydieren rasch und verwandeln sich dann in körperschädliche Stoffe (freie Radikale), die als Ursache von Tumoren klassifiziert werden.

Zum Braten sollten daher Öle oder Fette den geringstmöglichen Anteil an polyungesättigten Fettsäuren aufweisen. Gesättigte Fettsäuren im Kokosnussöl haben den entscheidenden Vorzug, dass sie kräftig erwärmt werden können. Natürlich sind die flüssigen pflanzlichen Öle zwar sehr fettreich, aber auch sensibel, nicht sehr lange haltbar und können daher nicht für alles verwendet werden.

Die " gute " gesättigte Fettsäure wird beim Braten oder bei starker Erwärmung in gesundheitsschädliche Transfettsäure umgewandelt (sie hat die schlechteste Wirkung auf den Cholesteringehalt aller Fettsäuren). Kokosnussöl dagegen ist frei von Transportfettsäuren, nur wenige Fettsäuren ungesättigt und wird nicht teilweise hydriert. Daher können aus saturierten Fettsäuren, wie sie im Kokosnussöl vorhanden sind, beim Erwärmen keine transfettigen Säuren gebildet werden.

Kokosnussöl eignet sich daher wie die Sonnenblumenöle gut für kurze Braten oder zum Erwärmen von Gemüsen im Wok. Einheimisches Kokosöl wird beim Erwärmen fast geschmacklos. Kokosnussöl hat auch eine Haltbarkeit von bis zu zwei Jahren. Bei Salatsaucen sollten jedoch immer andere Pflanzenöle bevorzugt werden, um die erforderliche Zufuhr von ungesättigter Fettsäure zu gewährleisten.

Alles braucht der Organismus in der gewünschten Menge - also auch gesättigte und gesättigte Fettsäuren.

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