Medikamente für Schnellen Stoffwechsel

Angesichts der Tatsache, dass in der Europäischen Union jedes Jahr schätzungsweise 25.000 bis 50.000 Menschen an den Auswirkungen fehlerhafter Medikamente versterben, wäre es notwendig.
Besonders wichtig sind psychotrope Medikamente und andere ZNS-Medikamente. Rund ein Viertel aller berichteten Nebenwirkungen seien durch sie verursacht worden, sagte er auf dem DGPPN-Kongress in Berlins.
Die Gefahr von Nebenwirkungen wird dann im Durchschnitt doppelt so hoch sein, so der Mediziner. Patientinnen und Patientinnen mit einer genetischen Variante für den ultraschnellem 2D6-Stoffwechsel - das sind etwa 3 Prozentpunkte der Gesamtbevölkerung - beseitigen dann solche Medikamente etwa zehn Mal so schnell wie Patientinnen und Patientinnen mit einer genetischen Variante für einen besonders langsameren Stoffwechsel.
Auch bei den Psychopharmaka ist eine angemessene Abweichung zu beobachten: Während Haloperidol-Decanoat.
Liegt der begründete Zweifel vor, dass CYP2D6-Polymorphismus die Ursachen für Therapieausfälle oder Nebenwirkungen sind, kann dies mit Hilfe eines Standardlaborversuchs recht einfach nachgewiesen werden.

Es ist nicht jedermanns Sache. Nicht jeder zerlegt psychotrope Drogen im gleichen Tempo. Mediziner wissen das Problem: Bei manchen Patientinnen und Patientinnen funktioniert ein Arzneimittel in Normaldosierung überhaupt nicht, bei anderen zeigt sich selbst bei niedrigen Dosen ein großer Teil der Begleiterscheinungen auf der Packungsbeilage. Das kann zum einen an den unterschiedlichen Stoffwechselniveaus liegen, die bei manchen Patientinnen und Patientinnen zu extremen Plasma-Peaks mit entsprechender Nebenwirkung führen und bei anderen zu keinem therapiewirksamen Blutserumspiegel.

Angesichts der Tatsache, dass in der Europäischen Union jedes Jahr schätzungsweise 25.000 bis 50.000 Menschen an den Auswirkungen fehlerhafter Medikamente versterben, wäre es notwendig. Es wäre daher besonders risikoreich. für Menschen, die besonders gefährdet sind, metabolisch induzierte Nebenwirkungen zu haben", so Professorin Dr. med. Julia Stringl von der Forschungsabteilung des Bundesministeriums für Medizin (BfArM).

Besonders wichtig sind psychotrope Medikamente und andere ZNS-Medikamente. Rund ein Viertel aller berichteten Nebenwirkungen seien durch sie verursacht worden, sagte er auf dem DGPPN-Kongress in Berlins. Ungefähr ein Drittel aller Medikamente, darunter viele psychotrope Medikamente, werden durch das Zytochrom PS450 ISO-Enzym 2-D6 (CYP2D6) metabolisiert. Etwa jeder fünfte Mensch in der Europäischen Union hat eine genetische Variante, die den Stoffwechsel über 2-D6 bremst, und fünf bis zehn Prozentpunkte sind für das Allergen reinerbig.

Die Gefahr von Nebenwirkungen wird dann im Durchschnitt doppelt so hoch sein, so der Mediziner. Patientinnen und Patientinnen mit einer genetischen Variante für den ultraschnellem 2D6-Stoffwechsel - das sind etwa 3 Prozentpunkte der Gesamtbevölkerung - beseitigen dann solche Medikamente etwa zehn Mal so schnell wie Patientinnen und Patientinnen mit einer genetischen Variante für einen besonders langsameren Stoffwechsel.

Auch bei den Psychopharmaka ist eine angemessene Abweichung zu beobachten: Während Haloperidol-Decanoat. thioridazine und perphenazine große Differenzen zwischen langsamen und schnellen Metabolisatoren aufweisen, sind die Differenzen bei perazine und flupenthixole klein, mit modernsten untypischen neuroleptischen Mitteln im mittleren Feld. Diese therapeutische Wirkung sei in verschiedene einzelstaatliche Richtlinien eingeflossen, sagte der Mediziner.

Liegt der begründete Zweifel vor, dass CYP2D6-Polymorphismus die Ursachen für Therapieausfälle oder Nebenwirkungen sind, kann dies mit Hilfe eines Standardlaborversuchs recht einfach nachgewiesen werden. Allerdings ist es nicht nur am Abbauprozess vieler psychotroper Medikamente interessiert, das Ferment kann auch die Entstehung von psychischen Krankheiten beeinflussen. Er bezog sich auf die Untersuchung. Danach machen ultraschnell arbeitende 2D6-Metabolisatoren zunehmend Selbstmordversuche.

Das wurde sowohl bei Depressions- als auch bei Essstörungspatienten beobachtet, und die Autopsie bei Selbstmordopfern zeigte ebenfalls eine höhere Quote ultraschneller 2D6-Metabolisierer, obwohl nicht bekannt ist, ob die Patientinnen und Patientinnen vorher antidepressive Mittel genommen hatten, die keine ausreichende Wirkung hatten.

von Michaela Herzog