Metabolic Diät

Individuell abnehmen mit der metabolischen Diät

Ohne lästiges Kalorienzählen zu einem Traumkörper zu kommen, erscheint wohl jedem Übergewichtigen verlockend. Die Metabolic Diät verspricht das und etliche Stars haben diese Form der Gewichtsreduktion angeblich schon erfolgreich durchgeführt. Das von einem Internisten entwickelte Programm zählt zu den Top Diäten und bekämpft überflüssige Pfunde mit einem vierstufigen Konzept. Die Idee ist, dass jeder Mensch andere Nahrungsmittel braucht, die gut für ihn sind und die ihn nicht dick werden lassen. Welche Lebensmittel das sind, wird von speziell geschulten Ärzten mit einem Bluttest ermittelt.

Diäten im Vergleich

Die Blutuntersuchung verrät, welche Nährstoffe dem Körper fehlen. Wenn etwa die Eisen- und Kalziumwerte zu niedrig sind, stellt ein Computerprogramm eine Liste von Nahrungsmitteln mit einem hohen Eisen- und Kalziumgehalt zusammen. Wer zu viel Harnsäure im Blut hat, bekommt Informationen über Lebensmittel mit erhöhtem Puringehalt, um diese dann zu meiden. Spezielle Diät Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel spielen bei dieser Fastenmethode aber keine Rolle. Und fast von selbst versteht es sich natürlich, dass auch bei dieser Diät Süßigkeiten tabu sind.

Metabolic-Diät
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Die erste Stufe von insgesamt vier dient der Entschlackung.

Abnehmen in vier Stufen

Die erste Stufe von insgesamt vier dient der Entschlackung. Sie dauert zwei Tage, in denen man ausschließlich Obst und Gemüse oder Kartoffeln essen darf. Außerdem muss man abführen, zum Beispiel mit Glaubersalz. Die zweite Stufe der metabolischen Diät beruht dann auf dem individuellen Ernährungsplan. Zuerst dürfen nur Lebensmittel gegessen werden, die auf diesem Plan stehen. Mindestens zwei Wochen lang darf nur ohne Fett gekocht werden. Bei allen Mahlzeiten wird zuerst das eiweißhaltige Produkt verzehrt. Fleisch oder Fisch werden also immer vor dem Gemüse oder Salat gegessen. Zwischen den drei Mahlzeiten des Tages müssen außerdem unbedingt mindestens fünf Stunden Pause liegen. In der Regel ist der Diätplan als strikte Low-Carb-Reduktionskost mit wenigen Kilokalorien ausgelegt.

Die dritte Stufe lockert das strenge Programm dann wieder, allerdings erst nach einigen Wochen. Diese Phase dauert so lang, bis das Wunschgewicht erreicht ist. Nun erlaubt die metabolische Diät weitere Lebensmittel, die nicht im Ernährungsplan stehen. Zusätzlich gibt es Tage, an denen das Schlemmen ausdrücklich gestattet ist. Die Abnehmwilligen sollen so lernen, auf die Signale ihres Körpers zu hören. Auf der vierten Stufe muss dann das neue Gewicht gehalten werden. Generell darf wieder alles gegessen werden, was gewünscht wird. Speziell trainierte Diät-Begleiter betreuen die Patienten beratend, um Rückfälle zu vermeiden.

Kritik

Die wissenschaftliche Grundlage für die Metabolic Diät ist die weithin anerkannte Erkenntnis, dass Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index den Insulinspiegel niedrig halten. Hungergefühle werden auf diese Art reduziert. Dass der Blutzucker die Diät entscheidend beeinflussen kann, wurde mehrfach festgestellt. Auch die Empfehlung, nur drei Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen, entspricht neuen Forschungsergebnissen.

Die Metabolic Diät funktioniert nur bei strikter Einhaltung der Regeln und der Beachtung von erlaubten und verbotenen Nahrungsmitteln mit den entsprechenden Mengenvorschriften. Sensible Menschen könnten dabei ein auf Dauer gestörtes Essverhalten davontragen. Ohne kostspielige Betreuung lässt sich die Diät kaum durchführen. Die jeweils individuelle Ausarbeitung des Programms beruht auf nur einem einzigen Bluttest, das wird von vielen Medizinern nicht als ausreichende Basis angesehen. Prinzipiell problematisch kann auch die strenge Reduktion von Kalorien angesehen werden. Das Absinken des Grundumsatzes lässt sich nur durch Sport verhindern. Darauf wird in den Diätplänen aber nicht eingegangen. Ohne begleitendes Sportprogramm könnte es sein, dass die Diät zu einer besseren Auswertung der durch die Nahrung gelieferten Kalorien führt. Damit wäre auf lange Sicht sogar eine Erhöhung des Gewichts möglich anstelle der ersehnten Gewichtsabnahme. Hier sind Diäten oft besser geeignet, die Ernährungsänderungen mit einem Trainingsplan ergänzen, wie zum Beispiel die Forever Young Diät.

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