Neue Nahrungsergänzungsmittel

Jede dritte Person nimmt Nahrungsergänzungsmittel ein - Neue empfohlene Höchstmengen

Durch Christina Hohmann-Jeddi / Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat die Informationen über die maximale Dosierung von Vitaminen und Mineralstoffen in Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) aktualisiert. Ja, denn Nahrungsergänzungsmittel, die "erstmals in Verkehr gebracht" werden, müssen dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gemeldet werden, d.h. neue Produkte müssen mit einem Musteretikett gemeldet werden. In letzter Zeit habe ich meine Nahrungsergänzungsmittel ein wenig angepasst und möchte Ihnen heute ein Update geben, was ich wann, wie oft, wie viel und warum verwende.

Jedes Jahr kommen neue Produkte auf den Markt. Neue Nahrungsergänzung hilft effektiver gegen Knochenschwund als die herkömmliche Behandlung mit Calcium und Vitamin D.

Jede dritte Person verzehrt Nahrungsergänzungsmittel - Neue empfohlene Höchstgehalte

Ungefähr jeder dritte Erwachsener erhält regelmässig Nahrungsergänzungsmittel, von denen etwa ein Viertel mehr als ein Präparat pro Tag einnimmt. Die Maximalmengenempfehlungen für Vitamin- und Mineralien in Nahrungsergänzungen hat das BfR jetzt überarbeitet. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung nehmen etwa 25 bis 30 Prozent der Erwachsenen in der Bundesrepublik regelmässig Nahrungsergänzungsmittel (NEM) ein.

Die NEMs werden öfter von der Frau als von den Mannen und vor allem von Menschen über 35 Jahren mit einem höheren Bildungsstand einnehmen. Menschen mit einem gesünderen Lebenstil und einer ausgewogenen Diät entscheiden sich auch wahrscheinlicher für die Verwendung von NA. Inzwischen hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BfR) seine Maximalmengenempfehlungen für Vitamin- und Mineralstofflieferungen in Nahrungsergänzungen überarbeitet.

Wenn auch hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel genommen und ggf. mit Zusatzstoffen angereichert werden, erhöht sich das Gesundheitsrisiko durch die Aufnahme von Nährstoffen. Bei der Einnahme hochdosierter Präparate besteht manchmal die Gefahr einer Überdosierung, auch wenn die vom Produzenten empfohlenen Tagesdosen eingehalten werden. Darüber hinaus ergab eine Untersuchung, dass einige Nahrungsergänzungsmittel auch in konventionellen Dosierungen ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Inzwischen hat das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BfR) seine 2004 vorgelegten Höchstgehalte an Vitamin- und Mineralstoffmengen überprüft und an neue wissenschaftliche Ergebnisse angepasst. "Das Besondere an der Risikoabschätzung von lebenswichtigen Vitalstoffen wie z. B. Vitamin- und Mineralien ist, dass die Gefahren von Defiziten und Überangebot zu berücksichtigen sind", sagt BfR-Präsident Prof. Dr. Dr. Dr. Andreas Hänsel.

"Nach heutigem Kenntnisstand stellen Erzeugnisse, die unseren Richtlinien entsprechen und nach den Anweisungen des Herstellers hergestellt werden, kein Gesundheitsrisiko für Menschen ab 15 Jahren dar", unterstreicht BfR-Präsident Dr. Hensel. Schon in der Vergangenheit hat sich das Bundesamt für Gesundheit ausführlich zu den gesundheitlichen Vorteilen und Gefahren von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) geäußert und die Konsumenten über mögliche gesundheitliche Beeinträchtigungen im Zusammenhang mit dem Konsum solcher Präparate aufklärt.

Bindende Höchstgehalte für Vitamin- und Mineralstoffgehalte in Nahrungsergänzungsmitteln gibt es weder auf einzelstaatlicher noch auf europaweiter Basis, obwohl in den letzten Jahren in der Bundesrepublik und in anderen EU-Staaten unterschiedliche Höchstgehalte erarbeitet und erörtert wurden. Diese neuen Höchstgehalte wurden unter Beachtung von drei Hauptparametern abgeleitet: der von der European Food Safety Authority (EFSA) abgeleitete tolerierbare obere Aufnahmepegel (UL), die Aufnahme von Vitamin- und Mineralstoffmengen über die normale Nahrung und die jeweils empfohlene Tagesdosis (RDA).

Der für Nahrungsergänzungsmittel (und andere bereicherte Lebensmittel) verfügbare Wert wurde vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BfR) ermittelt, indem der Unterschied zwischen der Nährstoffversorgung und der Nährstoffversorgung aus der normalen Nahrung gebildet wurde. Damit die nährstoffhaltigen Präparate nicht nur für die Erwachsenen, sondern auch für die Jugendlichen nach heutigem Kenntnisstand keine Gesundheitsrisiken darstellen, wurde die 15- bis 17-jährige Gruppe als Referenzgruppe für die maximale Mengenabgabe ausgewählt.

Dies soll einer eventuellen Mehrfachbelastung durch die Aufnahme verschiedener Nahrungsergänzungsmittel gerecht werden. Mit den vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit (BfR) empfohlenen Maximalmengen sollen ausreichend Möglichkeiten zur Nahrungsergänzung für Menschen mit niedriger Nährstoffaufnahme geschaffen werden, ohne das Überschreiten der Grenzwerte bei ausreichender Nährstoffaufnahme signifikant zu gefährden. Der Höchstmengenvorschlag bezieht sich zunächst nur auf Nahrungsergänzungsmittel und gilt, wenn nicht anders angegeben, für Heranwachsende ab 15 Jahren und für die Erwachsenen.

Für einige der Maximalmengen schlägt das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) zusätzliche obligatorische Auskünfte vor. Darüber hinaus weist das Bundesamt für Strahlenschutz darauf hin, dass neue Forschungsergebnisse und künftige Entwicklungen des Marktes eine Anpassung der Maximalmengen erfordern können. Bis auf wenige Ausnahmefälle werden in der Bundesrepublik ausreichend Mikronährstoffe über die konventionelle Nahrung absorbiert.

Ernährungsphysiologisch gesehen sind Nahrungsergänzungsmittel daher in der Regel nicht erforderlich. Das ist um so wahrscheinlicher, als Nahrungsergänzungsmittel von Menschen mit einem gesünderen und ausgewogeneren Lebenstil eingenommen werden. Vor diesem Hintergrund dient die vom Bundesamt für Strahlenschutz vorgeschlagene Höchstmenge in erster Linie dazu, die Mehrheit der gut versorgter Population vor übermäßiger Nährstoffaufnahme zu bewahren.

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