Obst Fettverbrennung

Rotweintrauben können in Zukunft stark übergewichtige Menschen entlasten - wenn sich das, was Wissenschaftler jetzt aus Experimenten an Maus und menschlicher Zelle im Prüflabor herausgefunden haben, bestätigen lässt.
Obst, Gemüsesorten und Schalenfrüchte mit Ellagsäuren waren in den letzten Jahren Gegenstand mehrerer Untersuchungen zum Themenkomplex Gewichtsabnahme.
Die Proben, die das Nahrungsergänzungsmittel erhielten, hatten jedoch weniger Leberfett und einen geringeren Blutzuckerspiegel.
"Ein Abbau von Lipiden im Fett- und Lebergewebe wäre das Endziel einer Ernährungsstrategie", so die Wissenschaftler.
Dabei ging es den Forschern weniger um die Entwicklung neuer Arzneimittel als vielmehr darum, den Menschen zu ermöglichen, im täglichen Leben die richtige Ernährung mit gesundheitlichem Vorteil zu finden.

Früchte machen nicht fett und sind gesund. Fiebiger: Haben Sie eigene Tipps zur Fettverbrennung? Diejenigen, die befürchten, dass sie während einer Diät nur Obst und Gemüse den ganzen Tag essen müssen, sind weit davon entfernt. Auch andere Lebensmittel können helfen, Fett zu verbrennen. Vorschrift: Viel Kohlenhydrate/Zucker = viel Insulin = geringe Fettverbrennung.

Ellagsäuresubstanz aus Rotweintrauben kann Fette "verbrennen".

Rotweintrauben können in Zukunft stark übergewichtige Menschen entlasten - wenn sich das, was Wissenschaftler jetzt aus Experimenten an Maus und menschlicher Zelle im Prüflabor herausgefunden haben, bestätigen lässt. Eine Zutat der Rebsorte gefiel den Wissenschaftlern besonders gut: Ellaginsäure. In früheren Untersuchungen hatten die Wissenschaftler festgestellt, dass diese Komponente, die in verschiedenen Dosen geprüft wurde, die Fettmenge bei der Maus um mehr als 25 % reduziert und den Zuckerhaushalt verbessert hat.

Obst, Gemüsesorten und Schalenfrüchte mit Ellagsäuren waren in den letzten Jahren Gegenstand mehrerer Untersuchungen zum Themenkomplex Gewichtsabnahme. "Die Mechanismen dahinter sind jedoch noch nicht erforscht", schreibt die US-Forscher in ihrer Untersuchung. Als Abhilfe erhielten die Tiere 15 wochenlang drei verschiedene Nahrungsmittel - eines mit niedrigem Fettgehalt, eines mit hohem Fettgehalt und eines mit hohem Fettgehalt, aber auch mit 0,4 prozentigem Muskadinextrakt - extrapoliert für den Einsatz beim Menschen, das sind anderthalb Becher Muskadintrauben pro Tag.

Die Proben, die das Nahrungsergänzungsmittel erhielten, hatten jedoch weniger Leberfett und einen geringeren Blutzuckerspiegel. Der an der Untersuchung beteiligte Biologe der Universität des Bundesstaates Oberösterreich ist jedoch optimistisch: "Durch die Erhöhung der Fettverbrennung, insbesondere in der Haut, können pflanzliche Substanzen die Funktion der Haut bei Übergewichtigen steigern.

"Ein Abbau von Lipiden im Fett- und Lebergewebe wäre das Endziel einer Ernährungsstrategie", so die Wissenschaftler. Ihre Schlussfolgerung: Ellagsäuren aus natürlichen Rohstoffen scheinen eine höhere antioxidative Wirksamkeit zu haben als der Auszug. Außerdem würde die Substanz Querketin die Auswirkung von Ellaginsäure auf den Tumor erhöhen - auch wenn eine konstante Zufuhr von reiner Ellaginsäure allein den Fettgehalt und das Lebergewicht von Mäusen mindert.

Dabei ging es den Forschern weniger um die Entwicklung neuer Arzneimittel als vielmehr darum, den Menschen zu ermöglichen, im täglichen Leben die richtige Ernährung mit gesundheitlichem Vorteil zu finden. Doch auch nach Abschluss der Untersuchung wissen die Forschenden, wo weiterer Forschungsbedarf besteht: "Wir wissen nicht, ob es allein die Ellaginsäure ist, die den Fettgehalt herabsetzt, oder ob es die Interaktion mit den anderen Nebenbestandteilen der Pflanzen in der Muskadine ist", sagen die Forschenden.

Vergleichbare Resultate mit Ellaginsäure in der Nahrung wurden in den vergangenen Jahren von anderen Forschern gesammelt. Beispielsweise hat ellagische Säure aus Granatapfel oder Mangos die Fettmenge bei der Maus signifikant reduziert. Ellaginsäure hat sich bereits in vorangegangenen Untersuchungen als wirksam gegen pathologische Gewebevermehrung, Brustkrebs und Entzündung erwiesen. Durch den positiven Einfluss von Ellaginsäure auf verschiedene Gesundheitsprobleme sind mittlerweile mehrere Lieferanten von Nahrungsergänzungen angezogen worden.

Dieser Wunschgedanke wurde im vergangenen Jahr gedämpft, als Wissenschaftler eine Untersuchung vorlegten, in der sie 800 Rentner in Italien untersuchten. Den nächsten Grund für Rotwein-Trinker gaben andere Wissenschaftler im Dez. 2014 an: Sie bewiesen, dass es sich bei dem Produkt um einen Wechsel von einem Zellschutzprogramm handelt.

von Michaela Herzog