Schwanger Sport

Der positive Schwangerheitstest wirft bei der Frau oft Besorgnis auf. Manche ziehen es vor, das Studium ganz einzustellen.
Allerdings sind diese Fehlschläge nicht sportlich bedingt", sagt Prof. Dr. Uwe Haßbargen, Direktor des Perinatalen Zentrums Grosshadern der Frauenklinik und Geburtsklinik am Universitätsklinikum Muenchen.
Erwerbstätige Frauen haben weniger häufig Schmerzen im Rücken, Krampfadern und hohen Druck, gewinnen weniger an Gewicht und entwickeln weniger Diabetes.
Weiterer Vorteil: "Athletische Frauen sind besser in Form als nicht-sportliche Frauen. Damit wird die Entbindung erleichtert", sagt Prof.
Bei Kindern von geschulten Schwangeren ist der Stoffwechsel besser und sie sind weniger oft übergewichtig.

Aus Angst, ihrem Baby zu schaden, reduzieren viele Schwangere ihr Fitnessprogramm. Schwangerschaftsgymnastik beugt Übergewicht vor und hält Ihre Stimmung stabil. Schwangerschaft ist keine Zeit, Gewicht zu verlieren, schneller zu werden oder neue Fitness-Meilensteine durch Bewegung zu erreichen. Sind Sie schwanger oder neugeboren und wollen Sport treiben? Viele Studien zeigen, dass regelmäßige körperliche Aktivität während der Schwangerschaft viele physische und psychische Vorteile für Mutter und Kind hat (mehr dazu hier).

Sportlich schwächere Frauen haben eine einfachere Entbindung.

Der positive Schwangerheitstest wirft bei der Frau oft Besorgnis auf. Manche ziehen es vor, das Studium ganz einzustellen. Gynäkologen und Geburtshelferinnen sind oft noch zurückhaltend, wenn es um sportliche Empfehlungen während der Trächtigkeit geht. Aber es gibt immer mehr Studien, die belegen, dass das Trainieren während der Trächtigkeit nicht nachteilig ist. "Natürlich haben 10 bis 15 von 100 schwangeren Müttern im ersten Trimester aus verschiedenen Motiven eine Fehlgeburt."

Allerdings sind diese Fehlschläge nicht sportlich bedingt", sagt Prof. Dr. Uwe Haßbargen, Direktor des Perinatalen Zentrums Grosshadern der Frauenklinik und Geburtsklinik am Universitätsklinikum Muenchen. Wenn die Herzfrequenz des Babys per Ultraschallbild feststellbar ist und für Mama und Papa alles in Ordnung ist, sagt er, dass es nichts gegen Bewegung gibt.

Erwerbstätige Frauen haben weniger häufig Schmerzen im Rücken, Krampfadern und hohen Druck, gewinnen weniger an Gewicht und entwickeln weniger Diabetes. Dies wird durch eine Meta-Analyse unter Berücksichtigung von 2059 normalen schwangeren Frauen belegt, die zufällig einer aeroben oder nicht-sportlichen Gruppierung zugeordnet wurden (1037). Ersterer machte drei- bis viermal pro Woche 35 bis 90 Min. lang Aerobics und hatte ein signifikant niedrigeres Gestationsdiabetes- und Bluthochdruckrisiko.

Weiterer Vorteil: "Athletische Frauen sind besser in Form als nicht-sportliche Frauen. Damit wird die Entbindung erleichtert", sagt Prof. Dr. med. Christoph Graff, Sportärztin an der Universität des Sports in Deutschland. Einig ist sich Dr. med. Uwe Haßbargen: "Schwangere Frauen, die Sport treiben, haben ein verbessertes Körperklima und nehmen am Geburtsprozess teil.

Bei Kindern von geschulten Schwangeren ist der Stoffwechsel besser und sie sind weniger oft übergewichtig. Das Einzige, was die sportbegeisterten Schwangeren nicht tun sollten: "Der Fötus darf sich nicht überhitzen", sagt er. "Bisher hat keine Untersuchung eine schädliche Wirkung von Bewegung während der Trächtigkeit gezeigt." Vielmehr wirkt sich Sport positiv aus, macht für die Niederkunft gewappnet und reduziert beispielsweise das Entbindungsrisiko eines Kaiserschnittes", sagt er.

"Die Frau muss nicht mit dem Sport anfangen, wenn sie schwanger wird." Bewegung während der Trächtigkeit steigert das Risiko einer Frühgeburt nicht", sagt er. An die Athletin Aljsia Martaño, eine Amerikanerin der Mittelstrecke, erinnerte er. "Im achten Lebensmonat war sie die Schlusslichterin, aber als Schwangerin hatte sie noch eine relativ gute Zeit", sagt die Muenchnerin.

Geringere Einschränkung, mehr Freiheit für die Frau - das ist das Fazit der Ärzte, die sich während der Trächtigkeit mit dem Sport beschäftigt haben. "Sie können fast jede Sportart ausüben, bei der Sie sich wohlfühlen", sagt er. Auch an Neuanfängen im Sport ist nichts auszusetzen. Lediglich bei Gefahren wie Blutung, vorzeitiger Geburt und schädlichem Sport sollten Schwangere aufpassen und im Zweifelsfall ihren Hausarzt aufsuchen.

Die Wassergymnastik ist eine ideale Sportart für Frauen in der Schwangerschaft, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Der Bauch des Babys presst im Nass nicht so stark nach innen, das entlastet die Gelenker. Besonders in den vergangenen Tagen ist der Sport im Meer sehr erholsam. Gezieltes Training stärkt Arm und Bein, stabilisiert den Körper und beugt einem durch die Schwangerschaft verursachten Hohlrücken vor.

Schwangeren wird oft vom Fahren abraten, weil es vermeintlich den Bauchboden zu stark stärkt und die Entbindung behindert. Der sportliche Charakter ist also in Ordnung. Jeder 11. Reiter erlitt in einer Untersuchung einen oder mehrere Schwangerschaftsunfälle beim Fahren oder beim Hantieren mit einem Ross. Sogar unsportlichen Damen ist es möglich, mit der Kunstturnen zu starten.

Wenn Sie schon lange praktizieren, können Sie in der Regel bis zur Entbindung durchhalten. Dadurch werden Rückenbeschwerden gelindert, die Entbindung gefördert und die Regression gefördert. Seit dem zweiten Drittel finden viele Frauen in Rückenlage oder in umgekehrter Haltung unbequem. Auch in den vergangenen Tagen ist ein gutes Konditionstraining für Frauen beim Joggen und Gehen schwierig.

Am Ende der Trächtigkeit ist ein Low-Entry-Bike bequemer. Weil die Trächtigkeitshormone die Bänder lösen und es einfacher ist, sich zu beugen. Zu Beginn der Trächtigkeit können die trainierten Personen ohne Probleme weitermachen. Zudem werden die Ligamente während der Trächtigkeit deutlich gelöst, was das Verletzungsrisiko erhöht. Besonders bei sportlichen Aktivitäten mit hohem körperlichen Kontakt, wie z. B. bei Handbällen oder Fußballspielen, besteht ein erhöhtes Risiko von Unfällen.

Die Trainingsintensität der Frau ist abhängig davon, wie sportiv ihr Alltagsleben vor der Mutterschaft war. Mit fortschreitender Trächtigkeit sollte das Konditionstraining umso reibungsloser verlaufen. Schließlich können vor allem Sportbegeisterte die Belastungen sehr gut einordnen. Bei Neueinsteigern gilt: "Die beste Wahl sind die sicheren Sportaktivitäten wie Gehen, Baden oder Gymnastik", sagt Sportmediziner Graff.

Die Expertinnen empfehlen allen Damen, sich zu bewegen - an vier bis fünf Tagen oder etwa 150 Wochenminuten.

von Michaela Herzog