Sport in der Schwangerschaft

Wussten Sie, dass die physischen Verhältnisse einer Schwangerschaft per se bereits einer Belastung von täglich 10 km entsprechen*.
Eine positive Schwangerschaftsuntersuchung kann eine Schwangere und ihr (sportliches) Benehmen zu Recht beeinträchtigen.
Bei richtiger Empfindung und Genesung können auch die Volumina aus der Zeit vor der Schwangerschaft aufrechterhalten werden.
Am Anfang ihrer Schwangerschaft fühlte es sich für sie nicht richtig an, ihre Schuhe anzuziehen, weshalb sie im ersten Drittel kein Training absolvierte.
Seit einigen Monaten ist sie nun schon Mutter - herzlichen Glückwunsch zur Geburtsstunde von Simone und alles Gute für die weitere Entwicklung mit dem kleinen Mann und zu vielen anderen Lauferlebnissen.

Der Wunsch nach Sport ist so individuell wie die Schwangerschaft. Die einen setzen ihr Sportprogramm fort, die anderen genießen es, bewusst einen Gang zurückzuschalten und den sportlichen Spielraum deutlich zu reduzieren. Zu Beginn der Schwangerschaft ist sicher noch alles so, wie es vorher war. Bis auf die Hormonveränderungen, die Müdigkeit und Übelkeit verursachen, bleibt der Körper wie gewohnt. Man kann das eine nicht ohne das andere machen.

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Wussten Sie, dass die physischen Verhältnisse einer Schwangerschaft per se bereits einer Belastung von täglich 10 km entsprechen*? Vor allem zu Schwangerschaftsbeginn fühlt eine Patientin diese physischen Änderungen. Deshalb ist der sportliche Spielraum gerade bei sehr aktiver weiblicher Bevölkerung oft stark eingeschränkt. So auch bei Cristina Reithard, für die sich der zweite Schlaganfall im Rahmen des Schwangerschaftstests stark veränderte.

Eine positive Schwangerschaftsuntersuchung kann eine Schwangere und ihr (sportliches) Benehmen zu Recht beeinträchtigen. Die physischen Änderungen, die eine Schwangere allein während der Schwangerschaft erfährt, sind mit funktionalen und biologischen Änderungen zu vergleichen, die durch regelmäßiges Konditionstraining ausgelöst werden. Gibt es Sportreserven? Es ist nichts falsch mit einer Übungsstunde pro Tag in einer problemlosen Schwangerschaft.

Bei richtiger Empfindung und Genesung können auch die Volumina aus der Zeit vor der Schwangerschaft aufrechterhalten werden. Ich schätze, jede einzelne von ihnen zickt hier anders. Der Wunsch nach Sport ist so unterschiedlich wie die Schwangerschaft. Die einen setzen ihr sportliches Programm fort, die anderen genießen es, bewußt einen Schritt zurück zu schalten und den Spielraum für den Sport erheblich zu mindern.

Am Anfang ihrer Schwangerschaft fühlte es sich für sie nicht richtig an, ihre Schuhe anzuziehen, weshalb sie im ersten Drittel kein Training absolvierte. In der fortgeschrittenen Schwangerschaft hat sie wieder kleine Runden unter den Füßen gedreht. Sie sprach mit mir über ihre eigenen Erlebnisse während der Schwangerschaft.

Seit einigen Monaten ist sie nun schon Mutter - herzlichen Glückwunsch zur Geburtsstunde von Simone und alles Gute für die weitere Entwicklung mit dem kleinen Mann und zu vielen anderen Lauferlebnissen. Warst du vor deiner Schwangerschaft schon mal dabei? Ich habe vor meiner Schwangerschaft vier bis fünf Einheiten pro Tag gefahren, eine davon ein Langstreckenlauf, der damals etwa 20 km betrug.

Ich ging auch regelmäßig baden und nahm einmal pro Woche am Ballettunterricht teil. Gleich zu Beginn meiner Schwangerschaft - als ich nicht wußte, daß ich trächtig war (etwa in der dritten Woche) - bin ich den Aletsch-Halbmarathon gelaufen. Ich befand mich gerade in der Trainingsphase für den Jungfrau-Marathon, dem ich als begeisterter Zuschauer folgte und der eines Tages vielleicht auch läuft.

Joggen hat sich nicht richtig angefühlt. Wie haben Sie zum ersten Mal auf Ihre Schwangerschaft im Rahmen Ihrer Sportaktivitäten reagiert? Bevor ich geschwängert wurde, glaubte ich, dass ich dann eine der Damen sein würde, die noch einen halben Marathon mit Bauch schmerzen und bis zum Tag vor der Entbindung mehrere Male pro Tag eine ganze Std. durchlaufen.

Ich hatte zwar allenthalben lesen können, dass das Rennen während der Schwangerschaft kein Thema ist und mein Arzt dies auch unterstützt hat, aber es hat sich nicht mehr richtig angefühlt. Damals war ich noch ein paarmal langsamer (mit Pulsschlag unter 140 Schlägen) gelaufen, aber für mich war es in diesem Augenblick nicht so.

Im ersten Schwangerschaftsdrittel hörte ich auf zu rennen. Was haben Sie über Bewegung während der Schwangerschaft gefragt? Mein größtes Anliegen war, was der Mangel an Sport für mich und meinen Organismus bedeutet. Ich habe mich vor allem gefragt, wie mein Organismus reagieren würde, wenn ich nicht mehr so viele Energie durch Bewegung aufbrauche.

Es war mir nur etwas wichtiger, nicht zu viele Süßigkeiten zu verzehren. Mir war es ein Anliegen, auch wenn ich nicht mehr lief, tätig zu sein. Es war mir zu bequem, nur zu gehen. Was hat sich Ihr Trainingsvolumen in den drei Quartalen gegenüber dem Volumen vor der Schwangerschaft geändert?

Ich war vor meiner Schwangerschaft gerade dabei, für einen großen Wettkampf zu trainieren. Am Sonntagmorgen zu schlafen war nett, anstatt früher zu stehen und vor dem Essen einen längeren Run zu machen. Während der Rennwoche habe ich auch einen gesellschaftlichen Gesichtspunkt, ich laufe mit zwei Freunden in der Pause.

Zu Beginn des zweiten Quartals war ich an einem Tag recht angespannt und dann kam mir auf einmal der Gedanke: Jetzt wäre es nett, zu Fuß zu gehen, um meinen Verstand zu reinigen. Ab diesem Tag ging ich wieder zwei- bis dreimal die ganze Nacht für ca. 45minütig. Die Rückseite war während des Laufs in Ordnung, aber ein wenig später wird es spürbar.

Die Zeit war also reif, dass ich aufhöre zu rennen. Die dann auch für den Hintern passen. Alle sehr komfortabel, Impuls unter 145 beim Ablaufen. Brauchen Sie mehr Ruhe während der Schwangerschaft? Haben Sie sich je Gedanken gemacht, dass die Übung dem Kind im Magen schadet?

Haben Sie schon Ihre Rückkehr zum Sport eingeplant, wird es wieder Marathonläufe gibt? Mir schwebt ein Halb-Marathon im Spätherbst vor, den ich lief. Ich werde sehen, ob das möglich ist, wenn ich wieder gehe. Ich war von meinem ersten Schwangerschafts-Yoga-Kurs völlig enttaeuscht. Es war keine besondere Zeit und ich empfand sie als sehr mühsam.

Glücklicherweise habe ich ein paarmal ein anderes Stündchen besucht. Besonders zugeschnitten auf die Anforderungen schwangerer Frauen: Schwerpunkt liegt auf dem Ruecken, Erholung und Nachdenken. Ihre Schwangerschaft hätte eine ganze Zeit zurückliegen können.

von Michaela Herzog