Vibrationsplatte

Good Vibrations

Eine Vibrationsplatte dient dem Krafttraining und konzentriertem Muskelaufbau. Das Fitnessgerät ist elektrisch betrieben. Der Einsatzbereich ist flexibel. Mithilfe der Vibrationsplatte lassen sich alle wichtigen Muskelgruppen getrennt oder ganzheitlich trainieren. Eine spürbare Wirkung stellt sich bereits nach wenigen Übungseinheiten ein.

Um einen vergleichbaren Trainingseffekt zu erzielen, ist sonst mindestens eine Stunde Krafttraining an einem Rudergerät oder auf der Hantelbank nötig. An der Vibrationsplatte reichen intensive Einheiten von zwanzig Minuten. Diese Zeitersparnis zählt zu den größten Vorzügen des Geräts.

Schwungvoll fit

Fitnessgeräte für Zuhause

Die ersten Einheiten sollte man unter Anleitung eines erfahrenen Trainers absolvieren. Es kommt auf die richtige Dosierung und Dauer des Vibrationstrainings an, um eine Überbelastung zu verhindern. Die Handhabung des Geräts hingegen ist leicht zu erlernen. Das Training auf der Vibrationsplatte wirkt biomechanisch auf den Körper. Im Unterschied zu anderen Trainingsgeräten wie etwa Hanteln liefert die Maschine die Kraft. Der Sportler steuert die Intensität des Muskeltrainings durch drei Faktoren: die Länge der Übungseinheit, die Positionierung auf der Platte und die eingestellte Schwingungsfrequenz. Die optimale Frequenz liegt zwischen 20 und 60 Herz. In diesem Bereich übertragen sich laut Studien die mechanischen Schwingungen der Platte am besten auf den menschlichen Körper, die Wirkung auf die Muskeln ist maximal.

Vibrationsplatte
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An der Vibrationsplatte reichen intensive Einheiten von zwanzig Minuten.

Wieso wachsen die Muskeln, wenn man sie in Schwingung versetzt? Werden die Muskeln mechanisch gereizt, spannen sie sich an. Je höher die Schwingungsfrequenz, umso stärker fällt auch die Muskelspannung aus. Diese permanente Beanspruchung der Muskeln führt zu ihrem Wachstum. Denn die Muskeln versuchen, sich den an sie gestellten Anforderungen anzupassen. Zu den weiteren Vorzügen des Vibrationstrainings zählt, dass es alle Fasern einer Muskelgruppe beansprucht. Bei den üblichen Trainingsmethoden werden häufiger weniger als die Hälfte angesprochen. Das Vibrationstraining wirkt sich darüber hinaus positiv auf den Stoffwechsel aus und regt die Durchblutung an. Auch Knochen, Bänder und der Hormonhaushalt profitieren davon. So ist diese Trainingsmethode nicht nur unter Kraftsportlern beliebt. Auch Senioren und Patienten, die ein Reha-Training machen, greifen darauf zurück. Zudem hilft das Vibrationstraining bei der Straffung und Entschlackung des Bindegewebes. Deswegen machen sich Frauen das Vibrationstraining zunutze, um bequem einer Cellulitis vorzubeugen oder deren Auswirkung zu verringern.

Das Gewicht ist entscheidend

Wer sich eine Vibrationsplatte anschaffen möchte, sollte nicht so sehr auf die angegebene Leistungsstärke in Watt achten. Entscheidend für ein optimales Training ist der Wirkungsgrad der Kraftstation, der sich aus der Qualität der Ansteuerung ergibt. Bis zu einem Körpergewicht von 150 Kilogramm reicht ein Wechselstrommotor mit 200 Watt Leistung vollkommen aus. Denn im Unterschied zu einem Laufband etwa muss die Maschine keine zusätzliche Zugkraft verrichten. Das Eigengewicht der Vibrationsplatte ist dabei ebenfalls von Belang. Je höher das Gewicht des Geräts, umso stabiler ist der Stand bei der Benutzung. Im Heimbereich werden Maschinen ab 40 Kilogramm empfohlen. Für die professionelle Nutzung im Fitnessstudio sollten die Geräte mindestens achtzig Kilogramm wiegen.

Die im Handel erhältlichen Vibrationsplatten unterscheiden sich hinsichtlich der Verarbeitung und des verwendeten Materials. Die hochwertigsten Maschinen sind aus Metall oder Fiberglas gefertigt. Sehr bedeutsam sind die verbauten Schwingelemente im Vibrationsgerät. Sie bestehen aus Metall und leiten die elektrisch erzeugten Vibrationen an die Platte weiter. Die Schwingelemente arbeiten nur dann effizient, wenn der Boden möglichst wenig vibriert und lärmt. Denn dann verpufft die Schwingungsenergie wirkungslos in der Umgebung, statt auf die Muskeln einzuwirken. Dennoch bedarf auch ein hochwertiges Vibrationsgerät einer guten Schwingungsdämpfung. Das gilt insbesondere, wenn man das Gerät privat in den eigenen vier Wänden einsetzen möchte. Ansonsten könnten sich Nachbarn durch den Lärm belästigt fühlen.

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