Waterrower

Geschmeidig rudern auf dem Waterrower

Ein Waterrower ist die moderne Variante des klassischen Rudergeräts. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass man auf dem Waterrower gegen tatsächlichen Wasserwiderstand rudert. Dazu muss man den Sportraum nicht verlassen. Wasser und Ruderblatt sind in dem kompakten Fitnessgerät untergebracht. Dabei kommt der Waterrower dem Gefühl des wirklichen Ruderns viel näher, als dies eine herkömmliche Ruderbank leisten kann.

Die Ruderbewegung fällt wesentlich geschmeidiger und natürlicher aus als bei einem mechanischen Rudergerät, das mit Magnetbremsen oder Luftwiderstand arbeitet. Deshalb schätzen gerade Leistungssportler aus der Ruderszene dieses Gerät.

Fitnessgeräte für Zuhause

Zu den weiteren Vorzügen zählt, dass die Rudermaschine mehr als achtzig Prozent aller großen Muskelgruppen in Armen, Rumpf und Beinen gleichzeitig trainiert. Das Gerät ist ähnlich effektiv wie ein Vibrationstraining und spart den Bauchtrainer. Das wirkungsvolle Training führt zu gezieltem Aufbau von Muskeln und Abbau von überschüssigem Fett. Das Ergebnis ist nicht nur ein gut gebauter Körper. Die Muskeln, die das Krafttraining anspricht, gehören zur wichtigen Skelettmuskulatur. Eine gestärkte Skelettmuskulatur verleiht dem gesamten Körper stabilen Halt. Sie schützt langfristig vor Rückenproblemen, Arthrose, Muskelverkürzungen und stärkt darüber hinaus die Abwehrkräfte. Auch wer wegen Knieschmerzen das Laufen aufgeben muss, findet im Rudersport eine ideale Alternative. Das Training fördert nicht nur den Muskelaufbau, sondern verbessert auch die Kondition, ohne dass die Knie dabei Druck ausgesetzt sind.

Wie funktioniert der Waterrower?

An der Spitze des Geräts ist ein Wassertank aus bruchfestem Kunststoff montiert. In dem befüllten Tank befindet sich ein konkaves Paddel mit zwei Blättern. Mittels eines Zugbandes bewegt man auf der Ruderbank das Paddel gegen den Wasserwiderstand. Die Intensität der Trainingseinheit steuert der Sportler selbst. Je kräftiger er am Zugseil zieht, umso stärker fällt die Belastung aus. Auch die Frequenz, mit der er das Band bedient, erhöht den Trainingseffekt. Deshalb fehlt an dem Gerät jeglicher Schalter oder Hebel, mit dem man den Widerstand verstellen könnte. Er ist überflüssig.

Der einzige andere Faktor, der neben dem Sportler über die Intensität der Trainingseinheit bestimmt, ist die eingefüllte Wassermenge im Tank. Der Behälter bietet normalerweise Platz für dreizehn bis zwanzig Liter Wasser. 16 und 17 Liter kommen in etwa der Belastung auf einem Achter- oder Viererboot gleich. Mit 18 Litern simuliert man einen Zweier. Eine Befüllung mit 19 Litern entspricht schließlich dem Rudern auf einem Einerboot. Diese Flexibilität ist zweifelsohne ein weiterer Vorzug des Fitnessgeräts. Es passt sich dem Leistungsvermögen des Sportlers an und überfordert den Körper nicht.

Abgesehen von dem Kunststofftank und der Lederpolsterung ist die Ruderbank entweder aus Edelstahl oder einem hochwertigen Naturholz wie Kirsche, Esche oder Walnuss gefertigt. Den Tank befüllt man mit normalem Leitungs- oder Tafelwasser. Sollte das Gerät länger als sechs Wochen nicht im Gebrauch sein, empfiehlt es sich, den Tank zu leeren. Ansonsten können sich in dem abgestandenen Wasser Algen bilden und unschöne grüne Ablagerungen an der Behälterwand verursachen. Wenn das Gerät direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, erhöht sich das Risiko der Algenbildung. Man kann diesem Prozess vorbeugen, indem man dem Wasser eine Chlortablette beimischt. Sofern man den Waterrower regelmäßig nutzt, droht jedoch keine Gefahr. Zwei Trainingseinheiten in der Woche reichen, um das Gerät in Schuss zu halten. Das Rudern wirbelt das Wasser auf und vermischt es mit dem Sauerstoff der Raumluft.

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