Zu Eiweißreiche Ernährung

Mörderisch wie das Rauchverbot

Protein hat eine bisher nicht gekannte Schattenseite: Schon ein mäßiger Verzehr kann das Risiko für Krebs erhöhen. In der Tat, aber eine solche Diät könnte auf lange Sicht fatal sein. Ein reichlich vorhandener Konsum von tierischem Eiweiß ist offensichtlich beängstigend riskant: Wer viel Rindfleisch. Fische, Käse und Co. zu sich nimmt.

vervierfachen das Krebsrisiko.

Eine eiweißreiche Ernährung wäre damit ebenso gefährdet wie der Konsum von Tabak. Grundlage dieser Erkenntnisse ist eine große Langzeitstudie: Mehr als 6300 Personen über 50 Jahre wurden nach ihren Essgewohnheiten gefragt und fast 20 Jahre lang betreut. Zu Forschungszwecken gliederten er und seine Mitarbeiter die Ernährung der Teilnehmenden in drei Kategorien: Wenn die Diät aus mehr als 20-prozentigem Eiweiß besteht, wird dies als proteinreicher Konsum eingestuft.

Eine Quote von 10 bis 19% des Proteins wurde als mäßig angesehen. Sie bewerteten den Proteinverbrauch von weniger als 10 % als gering. Zudem teilten die Wissenschaftler die Teilnehmenden in zwei Altersklassen ein: In der einen waren die 50- bis 65-Jährigen vertreten, in der anderen die über 66-Jährigen. Dabei zeigte sich, dass ein erhöhter Proteinverbrauch das Krebsrisiko bei Personen mittlerer Altersstufe mehr als vervierfacht hat.

Selbst diejenigen, die nur mäßige Proteinmengen zu sich nahmen, waren nicht auf der richtigen Seite: Das Krebsrisiko war in dieser Kategorie immer noch drei Mal so hoch wie bei den Eiweißsparern. Bei Veganern war dies jedoch nicht der Fall: Wurde das Protein hauptsächlich aus Pflanzen wie Leguminosen gewonnen, war der Negativeffekt kaum spürbar.

Andere Ursachen des Todes auch erhöht mit Proteinverbrauch, wie z. B. der Tod von Zuckerkrankheit. In der Summe stieg das Risikopotenzial des frühzeitigen Todes bei Großverbrauchern um 74 Prozentpunkte. Das ist beängstigend, denn viele Menschen konsumieren weit mehr als die empfohlene Höchstmenge von 0,8 g Protein pro Kilogramm des Körpergewichts und Tag.

Wieder andere wollen ihre Muskulatur mit proteinreicher Nahrung ernähren und nehmen auch Proteinriegel und Shake. Wenige Kohlehydrate bedeuten im Gegensatz dazu oft mehr Protein. Solche Ernährungsweisen können auf lange Sicht sehr risikoreich sein", sagt Lango. Interessant ist, dass die Wissenschaftler in der Teilnehmergruppe über 65 Jahre nicht in der Lage waren, ein höheres Mortalitätsrisiko im Hinblick auf einen erhöhten Proteinverbrauch zu identifizieren.

Vielmehr scheinen die positiven Auswirkungen einer eiweißreichen Ernährung die positiven Auswirkungen älterer Menschen zu überwiegen - ihr Risiko für den Tod nahm bei mäßigem oder reichlich vorhandenem Proteinverbrauch ab. Ursache für die altersabhängigen unterschiedlichen Effekte des Proteinverbrauchs ist wahrscheinlich der mit zunehmendem Proteinverbrauch zunehmende Faktor IGF-1. "Es stellt sich die Fragen.... ob es zu einem Krebs heranwächst." Es hat sich nun herausgestellt, dass der persönliche Verzehr von Eiweiß einen wesentlichen Einfluß darauf hat.

Bei Versuchen mit MÃ??usen konnten die Forscher nachweisen. Bei Tieren mit besonders vielen Proteinen wuchs der IGF-1-Spiegel - und damit das Risiken von Krebs. Deshalb ist es auch verständlich, dass Protein den Älteren nicht schadet: Da das Lebensalter der IGF-1-Spiegel auf natürliche Weise abnimmt, hat eine eiweißreiche Ernährung keinen schlechten Einfluß mehr.

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