Fette

Diese Rolle spielen Fette bei einer gesunden Ernährung

Fette und Öle gehören zu den grundlegenden Nährstoffen des Menschen. Sie werden als Energiespeicher benötigt. Zu beachten ist, dass es verschiedene Arten und Sorten von Fetten und Ölen gibt, die sich in ihren Wirkungsweisen zum Teil stark voneinander unterscheiden.

Tierische Fette

So werden Fette entweder aus tierischen Produkten oder aus Nutzpflanzen gewonnen, zum Teil sogar chemisch hergestellt. Die so genannten Tierischen Fette können direkt aus dem Fettgewebe der Tiere gewonnen werden, so wie Talg, Schmalz oder Tran. Andere werden aus der Milch gewonnen und zu Butter weiter verarbeitet.

Fette sind Grundnährstoffe
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Fette und Öle sind ganz besonders wichtige Grundnährstoffe für den Menschen.

Pflanzliche Fette

Pflanzliche Fette, die in Lebensmitteln verwendet werden, stammen aus Ölpflanzen oder Ölsaat und werden durch Pressung oder Dampfextraktion gewonnen, teils auch mit Hilfe von Lösungsmitteln. Die anschließende Raffination, die Entfernung der für den Menschen schädlicher Inhaltsstoffe, macht diese Fette für die menschliche Nahrung nutzbar. So stammte die Margarine zum Beispiel ursprünglich aus der tierischen Nutzung, wird heute jedoch nahezu vollständig aus pflanzlichen Ölen wie Sonnenblumen- und Rapsöl gewonnen.

Fette als Energiespeicher

Fette und Öle sind ganz besonders wichtige Grundnährstoffe für den Menschen. Neben der Energiespeicherung kommen ihnen noch andere Aufgaben zu, wie etwa die Isolation vor Kälte. Im Verdauungsprozess werden Fette und Öle dazu benötigt, fettlösliche Stoffe wie Vitamine für den Körper nutzbar zu machen. Fette dienen als Schutzpolster für das Nervensystem und die inneren Organe und stellen einen wichtigen Bestandteil der menschlichen Zellmembranen dar.

Der physiologische Brennwert von Fetten beträgt 39kJ/g, das ist mehr als doppelt so hoch als der der Kohlenhydrate und von Eiweiß. So fällt es dem Körper leicht, Vorräte an Depotfett anzulegen. Wie viel Depotfett der Körper bildet und einlagert, hängt unmittelbar mit der Kalorienbilanz zusammen. Bei einem höheren Energieumsatz dürfen also guten Gewissens auch mehr Fette konsumiert werden.

Fette lagern sich im Körper nicht nur in den Fettgeweben ein, sondern bleiben auch im Blut gelöst. Hier lässt sich der so genannte Cholesterinwert messen. Ist er zu hoch, so muss davon ausgegangen werden, dass die Ernährung allgemein zu fettreich ausgelegt ist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine Fettzufuhr von 60 bis 80 g pro Tag für den erwachsenen Menschen. Diese Fettmenge kann bis zu 25 % der aufgenommenen Kalorien beinhalten.

Übergewicht

Eine zu starke Aufnahme von Fetten und Ölen führt jedoch nicht nur zu Übergewicht. Sie schädigt durch die permanent hohen Blutwert auch die Gefäße und macht sie anfälliger für Ablagerungen. Diese Ablagerungen führen langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfällen und Arterienverkalkung.

Fett ist gesund

Trotz all dieser Risiken wäre es nun falsch, eine übertriebene Furcht vor dem Konsum von Fetten zu entwickeln und diese grundsätzlich zu meiden. Für den menschlichen Fettstoffwechsel und die Aufnahme vieler wichtiger Substanzen in den Körper werden Fette dringend benötigt. Eine vernünftige Menge an Fetten und Ölen zu sich zu nehmen, ist also für den Körper durchaus wichtig und gesund.

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