Gewichtsreduktion

Tipps für die dauerhafte Gewichtsreduktion

Das Thema Gewichtsreduktion ist bei vielen Menschen der Dauerbrenner schlechthin. Denn die wenigsten Menschen sind mit ihrem Gewicht und mit ihrem Körper zufrieden. Ob es sich dabei um ein objektives oder tatsächlich nur um ein subjektives Empfinden handelt, das wird nicht selten durch die Medien beeinflusst. Das momentan gültige Schönheitsideal - vor allem in der Damenwelt - wird von "Vorbildern" geprägt, deren Gewicht sich meist am unteren Ende der Skala befindet, und übrigens keineswegs nicht immer gesund ist.

Gesund Abnehmen

So kommt es, dass sich viele Menschen - vor allem junge Frauen - als zu dick empfinden, obwohl sie aus ärztlicher Sicht über Idealgewicht verfügen. Dieses Ideal- oder Normalgewicht ist es, das dem Körper und auch der Seele gut tut. Wer Normalgewicht hat, der lebt gesund, und ernährt sich vermutlich auch gesund. Das subjektive Empfinden jedoch treibt viele Menschen dazu, ihr Normalgewicht als Übergewicht anzusehen. So entsteht der Wunsch nach Gewichtsreduktion häufig aus einer subjektiven Wahrnehmung heraus, und es werden Gewichtsprobleme manifestiert, die in Wirklichkeit gar nicht exisiteren. Der Wunsch nach einer Gewichtsreduktion kann aber selbstverständlich auch kosmetischen Ansprüchen entstammen, die durchaus gerechtfertigt sind. Viele Menschen befinden sich in einem Zwischenstadium, in dem die subjektiv als zu viel empfundenen Kilos zwar noch vertretbar sind, aber auch nicht wirklich für die Gesundheit benötigt werden.

Ungesundes Übergewicht
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Dem gegenüber stehen Menschen, die tatsächlich unter ungesundem Übergewicht und unter Adipositas leiden, und die aus medizinischer Sicht ganz dringend Gewicht reduzieren müssten.

Dem gegenüber stehen Menschen, die tatsächlich unter ungesundem Übergewicht und unter Adipositas leiden, und die aus medizinischer Sicht ganz dringend Gewicht reduzieren müssten. Denn wie bei starkem Untergewicht, so kann der Körper auch bei starkem Übergewicht nicht mehr richtig funktionieren. Der Mensch ist in seiner Beweglichkeit und Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Eine Blutuntersuchung bringt meist zusätzlich noch sehr schlechte Blutwerte und häufig einen stark erhöhten Cholesterinspiegel an den Tag. So hat das tatsächliche Übergewicht nicht nur negativen Einfluss auf Muskeln und Gelenke, sondern schadet langfristig auch den Arterien und dem Herzen. Gewichtsreduktion ist also dringend angesagt.

So wie die Gründe und Ausprägungen von Übergewicht, überflüssigem Gewicht und Adipositas ganz unterschiedlich sind, so muss auch die Herangehensweise jeweils individuell betrachtet werden. Ein gesunder, sportlicher Mensch, der ein paar wenige überflüssige Kilo Winterspeck verlieren möchte, kann sich mit dem Thema Abnehmen ganz anders auseinandersetzen als ein übergewichtiger Mensch, der möglicherweise schon erste gesundheitliche Probleme bemerkt. Positiv zu bewerten ist, dass der zuletzt genannte Personenkreis bei seinem Bemühen um die Gewichtsreduktion auf den Rat seines Hausarztes zurück greifen darf. Sehr häufig können hier effektive Schlankheitskuren oder der regelmäßige Besuch beim Ernährungsberater verschrieben werden, die für den Patienten kostenlos sind.

Wer an einer solchen Form von Übergewicht leidet, der tut gut daran, die Angebote der Krankenkassen zu nutzen. Im Wesentlichen ist die Vorgehensweise hier überall identisch. Der Arzt oder Ernährungsberater macht gemeinsam mit dem Patienten eine Bestandsaufnahme, in der das Essverhalten überprüft wird. Dazu erhält der Abnehmwillige wichtige Informationen über die Zusammensetzung, den Inhalt und die Bestandteile verschiedener Gruppen von Nahrungsmitteln. Häufig sind es die fehlende Information, die fehlende Zeit oder auch nur die Bequemlichkeit, die die Menschen zu den falschen Nahrungsmitteln greifen lässt. Wer jedoch lernt, seine Nahrungsmittel bewusst auf den Kaloriengehalt und die Nährstoffe zu prüfen, der wird sein Essverhalten vermutlich ganz von selbst umstellen.

Ein wesentliches Merkmal bei einer geplanten Gewichtsreduktion ist also die umfassende Information. Das Wissen über die Inhalte der Nahrungsmittel kann man sich vergleichsweise leicht aneignen und bei vielen verschiedenen Quellen nachlesen. Wer informiert ist, kann seinen Speiseplan sehr viel besser gestalten als zuvor. In den meisten Kursen werden auch Vorschläge für den Speiseplan zur Verfügung gestellt. So lernt der übergewichtige Mensch, dass eine ausgewogene und gesunde Ernährung keineswegs langweilig oder vom Verzicht geprägt sein muss. Jedoch wächst das Bewusstsein, sich die einzelnen Nahrungsmittel in einem guten Verhältnis zueinander zuzuführen.

Der Abnehmwillige lernt, welche Nahrungsmittel ihn schneller und langfristiger sättigen, ohne dabei bei der Energiezufuhr allzu sehr ins Gewicht zu fallen. A propos Energiezufuhr: Die Kalorienbilanz des Körpers ist es, die über Zu- oder Abnahme entscheidet. Auch hier gibt es jedoch keine einheitliche Regelung, sondern jeder Mensch verbraucht eine unterschiedlich hohe Anzahl an Kalorien pro Tag. Der so genannte Grundumsatz, nämlich der Umsatz, der auch ohne körperliche Betätigung pro Tag zugeführt werden muss, um das System am Laufen zu halten, lässt sich aus Faktoren wie Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht ermitteln. Hinzu kommt der Leistungsumsatz. Bestimmte körperliche Tätigkeiten oder körperliche Arbeit verbrennen viele zusätzliche Kalorien am Tag. Wer zum Beispiel viel Sport treibt, der darf - und muss - auch mehr Kalorien zu sich nehmen. Alle diese Werte lassen sich sehr gut berechnen. Und damit lässt es sich sehr gut arbeiten: Liegt der Wert der täglich zugeführten Kalorien über dem der tatsächlich verbrauchten Kalorien, so ist langfristig mit einer kontinuierlichen Gewichtszunahme zu rechnen. Liegt er jedoch knapp darunter, so holt sich der Körper den Rest der benötigten Energien aus seinen Reserven und baut damit Fett ab.

Menschen mit Normalgewicht oder nur leichtem Übergewicht kennen meist das Prinzip der richtigen Ernährung. Bei ihnen genügt es, wenn sie sich ihr Essverhalten einmal erneut in Ruhe ehrlich betrachten. Dabei kommt meist schnell heraus, dass die Menge der verzehrten Süßigkeiten, des Alkohols oder der stark fetthaltigen Speisen und Fertigprodukte einfach deutlich zu hoch ist. Eine Umstellung und Verbesserung der Essgewohnheiten und eine Anpassung der konsumierten Mengen fällt dann meist nicht schwer. Und auch der gewünschte Gewichtsverlust stellt sich meist zügig ein.

Nach diesem Prinzip funktionieren auch gute Diäten. Häufig bestehen sie einfach aus sinnvollen Ernährungsplänen, mit deren Hilfe der abnehmwillige Mensch Erfahrungswerte und ein gutes Gefühl für einen ausgewogenen Speiseplan entwickeln kann. Untersützt werden solche Diäten meist durch ein individuell zugeschnittenes Bewegungskonzept, das sich an den Möglichkeiten des Diätwilligen orientiert und ihn nicht überfordert, sondern ihm im Idealfall auch noch Freude und Selbtbewusstsein vermittelt. So wird nicht nur die Moral, sondern auch das eigene Körpergefühl deutlich gestärkt.

Diäten dagegen, die mit dem Zusatz von Nahrungsergänzungsmitteln funktionieren, sind prinzipiell kritisch zu beurteilen. So gibt es zum Beispiel Diätprodukte, die durch chemische Zusätze die Fettverwertung beeinflussen. Meist sind hier Bestandteile vorhanden, die die aufgenommenen Fette binden und als Ganzes aus dem Körper ausleiten. Die Botschaft ist klar: Die schlechte Ernährung darf beibehalten werden, die Chemie wird es schon richten. Dass dies nicht gesund sein kann, liegt eigentlich bereits auf der Hand.

Andere Wunder versprechende Mittelchen funktionieren ebenfalls nach ähnlichen Prinzipien. Dem Konsumenten wird ein klarer Menschenverstand und ein eigenverantwortliches Handeln abgesprochen, während er mit Bequemlichkeit und einer "Abnehmgarantie" gelockt wird. Diese muss er jedoch meist teuer bezahlen - und nicht immer nur mit seinem Geld, sondern häufig auch mit seiner Gesundheit. Denn viele Diätprodukte sind nicht nur nicht gesund, sondern für den Körper tatsächlich schädlich. Sie setzen chemische Reaktionen im Körper in Gang, die so von der Natur nicht vorgesehen sind, und mit denen ein Körper langfristig auch nicht zurecht kommt.

Genauso ungesund sind Diäten, die ein Abnehmen durch eine einseitige Ernährung vorschlagen. So gibt es Diätformen, bei denen zum Beispiel konsequent auf Kohlenhydrate oder Fette verzichtet wird. Stattdessen darf der Diätwillige jedoch Mengen essen, so groß wie er möchte. Die einseitige Ernährung führt dazu, dass Abnehmprozesse in Gang geraten. Was sich zuerst auf der Waage bemerkbar macht und für viele Menschen einen subjektiven Erfolg bedeutet, schadet dem Körper aber nur. Wer sich langfristig einseitig ernährt, der verliert nicht nur das gute Gefühl für eine gesunde Ernährung, sondern der richtet mit der Zeit eine regelrechte Mißwirtschaft in seinem Körper an. Mangelzustände machen sich auf vielerlei Weise bemerkbar, und können sogar zu richtigen Krankheitsbildern auswachsen. So können Osteoporose, Durchblutungsstörungen oder Zahnprobleme tatsächlich eine fatale Folge einer übertriebenen Diät sein.

Und noch ein weiteres Übel stellt sich ein: Der gefürchtete Jojo-Effekt. Je mehr eine Diät von Verzicht geprägt ist, desto größer wird der Heißhunger auf die vermissten Produkte. Ist die Diät beendet, verspüren die meisten Menschen einen Nachholbedarf, der sie übers Ziel hinaus schießen lässt. Auch beim Absetzen chemischer Diätprodukte wie Diätpillen und Diättabletten geschieht etwas Vergleichbares. In beiden Fällen haben die Personen zwar ihr Gewicht reduziert, langfristig aber nichts über gesunde Ernährung gelernt und ihren Speiseplan nicht umgesetzt. Mit den selben Ernährungsfehlern steigt aber auch das Gewicht rasch wieder an.

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