Kohlenhydrate

So wirken Kohlenhydrate im Körper

Kohlenhydrate zählen zu den größten Energielieferanten für den menschlichen Organismus und zählen neben den Fetten und Eiweißen zu den wesentlichen Bestandteilen der menschlichen Nahrung. Sie werden auch als Saccharide bezeichnet. Hauptsächlich sind Kohlenhydrate in Lebensmitteln wie Brot, Reis, Kartoffeln und Nudeln zu finden.

Kohlenhydrate in Lebensmitteln

Kohlenhydrate sind in allen weltweit verbreiteten Grundnahrungsmittel in hoher Form zu finden. Hauptsächlich jedoch sind sie Bestandteil der unterschiedlichen Getreidesorten, aus denen fertige Lebensmittel hergestellt werden: Weizen, Mais, Reis, Hirse, Roggen, Hafer und Gerste. Zu den kohlenhydratreichsten Endprodukten zählen Brot, Nudeln und Kuchen. Doch auch viele Gemüsesorten weisen einen hohen Anteil an Kohlenhydraten auf: Allen voran die Kartoffel, aber auch Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen.

Zu dick
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Werden sie nicht verbraucht, so lagert der Körper sie als Vorräte ein.

Wofür benötigt der Körper Kohlenhydrate?

In erster Linie sind die Kohlenhydrate die Energielieferanten, die den Körper leistungsfähig halten. So treiben sie die Muskelkontraktion an, ohne die keine einzige menschliche Bewegung möglich wäre. Bewegung jedoch führt zu einem erhöhten Energieverbrauch, der wiederum über die Kohlenhydrate gewährleistet werden muss.

Kohlenhydrate bieten zudem den Vorteil, dass sie relativ schnell verwertbar sind. Sie liefern ihre Energie also vergleichsweise schnell. Hierin unterscheiden sie sich zum Beispiel von den Fetten. Kohlenhydrate enthalten Glucose, die von jeder einzelnen Körperzelle direkt durch die Zellmembran hindurch aufgenommen und wieder abgegeben werden kann. So kann durch verschiedene Stoffwechselprozesse sehr schnell Energie für die Leistungen des Körpers bereit gestellt werden. Dazu zählen neben den Muskeltätigkeiten auch die anabolen Prozesse und die Gehirnaktivität.

Glucose

So erfolg die schnelle Energieversorgung des Organismus vorwiegend über Glucose, die im Blut gelöst ist und sich im Blutzuckerspiegel messen lässt. Die Glucose wird während der Verdauungsprozesse im Dünndarm aufgenommen und direkt an das Blut abgegeben. Deshalb steigt nach jeder Nahrungszufuhr der Blutzuckerspiegel erst einmal an. Wird die Glucose dann nicht sofort benötigt, so verfügt der Körper über verschiedene Methoden der Zwischenspeicherung. Hier kommt das Insulin ins Spiel, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert und auf ihn reagiert.

Ist keine Zeit vorhanden, den Verdauungsprozess abzuwarten, so muss die den Kohlenhydraten entstammende Glucose direkt aufgenommen werden. Dies kann durch die Zufuhr von Zucker geschehen, der in süßen Getränken oder Süßspeisen enthalten ist. Diese Stoffe lassen den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen und sorgen so für eine hohe Leistungsfähigkeit. Allerdings sind sie ebenso schnell auch wieder verbraucht. Ein Marathonläufer beispielsweise kann sich auf den letzten Kilometern noch einmal die dringend benötigte Energie über süße Getränke zuführen. Beginnt er damit jedoch schon in der ersten Streckenhälfte, so reicht die Energiezufuhr langfristig nicht aus.

Schnelle Energie

Insgesamt bedeutet dies, dass Kohlenhydrate sich ganz hervorragend zur Gewinnung schneller Energie eignen. Wird diese Energie durch körperliche oder geistige Betätigung verbraucht, so stimmt die Energiebilanz des Körpers. Werden sie nicht verbraucht, so lagert der Körper sie als Vorräte ein. Wie kommt es dann, dass man häufig gerade nach einer sehr kohlenhydrathaltigen und "schweren" Mahlzeit so müde ist? Ganz einfach: Der Verdauungsprozess zieht das Blut aus der Muskulatur ab, da er eine höhere Durchblutung benötigt. Während der Körper damit beschäftigt ist, schwer aufspaltbare ungünstige Nahrung zu verdauen, ist der Körper deshalb eher schlapp als leistungsfähig.

Umwandlung in Fett

Um Kohlenhydrate als Notreserven im Körper einlagerbar zu machen, müssen sie in Fett umgewandelt werden. Hier liegen die Gefahren der kohlenhydratreichen Ernährung: Wird sie nicht genau dosiert, so macht sie dick. Wie bei allen anderen Nährstoffen auch, so kommt es also auch beim Konsum der Kohlenhydrate auf die Menge und die Balance an.

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