Morbus Crohn Diät

Kohlenhydratreduzierte Kost bei Morbus Crohn

Manche Patienten, die unter der entzündlichen Darmerkrankung leiden, können die Symptome des Morbus Crohn mit einer Diät, die auf die veränderten Bedürfnisse des Körpers abgestimmt ist, lindern. Wie die ideale Ernährungsform für Betroffene aussieht, hängt dabei von mehreren Faktoren ab. Beispielsweise davon, ob sie sich einer akuten Krankheitsphase befinden oder in Remission sind. Unter Umständen kann sich das Beschwerdebild auch unter dem Verzicht auf Kohlenhydrate bessern.

In Akutphasen essen, was vertragen wird

Diäten im Vergleich

Bei Entzündungsschüben liegt das Hauptaugenmerk auf einer Schonung des Verdauungstraktes. Häufige Durchfälle können zu rapidem Gewichtsverlust, Dehydration und Nährstoffmangel führen. Diese Begleiterscheinungen des Morbus Crohn gilt es so gut wie möglich auszugleichen, etwa durch eine angepasste Flüssigkeitszufuhr. Idealerweise berät der behandelnde Arzt, welche Ernährung bei Eisenmangel oder anderen Nährstoffdefiziten hilfreich ist und wo Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz kommen sollten.

Morbus-Crohn-Diät
1/1

Welche Speisen in Akutphasen vertragen werden, ist individuell verschieden.

Welche Speisen in Akutphasen vertragen werden, ist individuell verschieden. Leicht verdaulich sind beispielsweise pürierte Bananen, Porridge oder leichte Gemüsegerichte. In jedem Fall sollten Betroffene auf eine ausreichende Kalorienzufuhr achten, dabei aber Süßspeisen, saure Säfte sowie Alkohol meiden. Auch zusätzliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten, wie sie bei Morbus Crohn häufig auftreten, können den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel wie Milch oder Obst erfordern.

Dauerhafter Verzicht auf Mehrfachzucker

Eine spezielle Ernährungsform bei chronischen Darmentzündungen wurde in den 50er Jahren von dem US-amerikanischen Arzt Dr. Haas entwickelt. Im Rahmen dieser Morbus Crohn Diät verzichtet der Patient vor allem auf stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln und Getreideprodukte. Die Befürchtung mancher Betroffener, sie dürften dabei null Kohlenhydrate zu sich nehmen, trifft aber nicht zu. Vielmehr ist der Verzicht auf komplexe Kohlenhydrate Kernstück der sogenannten Speziellen Kohlenhydratdiät.

Einfache Zucker, wie sie beispielsweise in Obst und Honig vorkommen, sind erlaubt. Auch Fleisch, Eier, Nüsse und Samen gehören zum Speiseplan. Laut Haas und Anhängern ist die Darmschleimhaut bei Morbus Crohn und anderen Darmerkrankungen so geschädigt, dass sie die komplexen Kohlenhydrate aus der Nahrung nicht mehr aufspalten kann. Es entstehen Gase und Säuren, die die Darmschleimhaut angreifen. Meidet der Patient Mehrfachzucker, erholt sich die Schleimhaut. Im Idealfall geht die Krankheitssymptomatik dauerhaft zurück.

Mehr zum Thema