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Ratgeber

Homegym auf wenig Raum einrichten

Ein Homegym braucht in einer kleinen Wohnung kein eigenes Zimmer. Eine Ecke im Wohnzimmer, ein Stück Flur oder ein Bereich im Schlafzimmer genügt. Wichtig sind drei Dinge: ein Boden, der Belastung und Geräusche abfängt, wenige vielseitige Geräte statt vieler Einzelstücke und ein Ordnungssystem, das die Ausrüstung nach dem Training wieder verstaut.

Boden und Nachbarn schützen

Der Bodenbelag ist die wichtigste Investition, noch vor den Geräten. Eine Trainingsmatte schützt den Fußboden vor Kratzern und Druckstellen und dämpft gleichzeitig die Geräusche, die beim Aufsetzen von Gewichten oder beim Springen entstehen. Für Übungen im Stehen, etwa mit Kurzhanteln, eignet sich eine feste Gymnastikmatte mit rutschfester Unterseite. Für Bodenübungen wie Liegestütze, Planks oder Rumpftraining nehmen Sie eine dickere, weichere Matte, die genug Polsterung für Knie und Ellenbogen bietet.

In Mietwohnungen mit hellhörigen Decken sollten Sie zusätzlich auf die Ausführung der Übungen achten. Lassen Sie Gewichte nicht fallen, sondern setzen Sie sie kontrolliert ab. Bei Übungen mit Sprüngen oder schnellen Bewegungen hilft eine zweite Lage: Legen Sie eine dünne Teppichunterlage unter die Trainingsmatte oder verwenden Sie Puzzlematten aus Schaumstoff, die sich zu einer größeren Fläche zusammensetzen lassen. Diese Matten können Sie nach dem Training in Einzelteile zerlegen und platzsparend verstauen.

Die richtigen Geräte für wenig Platz

Statt viele spezialisierte Geräte anzuschaffen, wählen Sie wenige, die mehrere Übungen abdecken. Verstellbare Kurzhanteln ersetzen ein ganzes Hantelregal, weil Sie das Gewicht in Sekunden anpassen können. Die Hanteln nehmen kaum mehr Platz ein als ein Paar Schuhe und decken Übungen für Arme, Schultern, Rücken und Beine ab.

Ein Türreck ist die platzsparendste Lösung für Klimmzüge und lässt sich an einer stabilen Tür montieren, ohne Bohren. Achten Sie darauf, dass der Türrahmen das Gewicht trägt und die Halterung fest sitzt. Eine klappbare Hantelbank ergänzt die Ausstattung: Sie lässt sich nach dem Training zusammenlegen und in eine Ecke oder unter das Bett schieben. Zusammen mit den Kurzhanteln und dem Türreck haben Sie damit ein komplettes Krafttraining für den ganzen Körper.

Für Dehnübungen und Mobilität reicht die Matte. Widerstandsbänder sind eine günstige Ergänzung, die fast kein Gewicht hat und in jede Schublade passt. Sie eignen sich für Übungen, bei denen Sie mit freien Gewichten nicht genug Widerstand aufbauen, etwa für Seitheben oder Beinübungen.

Stauraum und Ordnung schaffen

Geräte, die dauerhaft herumliegen, stören in einer kleinen Wohnung und mindern die Motivation. Legen Sie fest, wo jedes Teil nach dem Training hinkommt. Die Matte rollen Sie zusammen und stellen sie in eine Ecke oder hängen sie an einen Wandhaken. Kurzhanteln gehören in eine stabile Box oder auf einen kleinen Ständer, der auch als Ablage dient. Widerstandsbänder und Kleingeräte wie Handtücher oder Faszienrollen sortieren Sie in eine Kiste oder einen Korb, der im Regal oder Schrank verschwindet.

Wenn Sie die Geräte sichtbar aufbewahren, wirkt das motivierend, solange es aufgeräumt aussieht. Eine Hantelbank, die zusammengeklappt an der Wand lehnt, und ein Türreck, das montiert bleibt, stören kaum. Alles andere sollte nach dem Training aus dem Blickfeld verschwinden. So bleibt die Wohnung wohnlich, und das Training ist trotzdem jederzeit möglich.