Diät Ratgeber

Diäten im Vergleich

Mit der passenden Diät ist es durchaus möglich, schnell abzunehmen. Allerdings sollten dabei unbedingt die eigenen körperlichen Voraussetzungen berücksichtigt werden. Außerdem ist eine Radikalkur nicht für einen längeren Zeitraum geeignet, da sich das negativ auf die Gesundheit auswirken und zu einem Jojo-Effekt führen kann. Eine gesunde und wirkungsvolle Gewichtsreduktion, nach der das Zielgewicht auch gehalten werden kann, ist nur möglich, wenn die Ernährung dauerhaft umgestellt und der Energieverbrauch durch Bewegung erhöht wird. Wenn aber tatsächlich nur wenige Kilo abgenommen werden sollen oder man sich durch den rasch sichtbaren Erfolg den Einstieg in eine längere Diät erleichtern möchte, kann schnelles Abnehmen durchaus hilfreich sein.

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Abnehmprogramme

Abnehmprogramme geben in der Regel einen strikten Plan vor und machen so eigene Planungen und Kalorienzählereien überflüssig. Neben den klassischen Abnehmprogrammen der Krankenkassen gibt es inzwischen eine wachsende Anzahl kommerzieller Anbieter, die den Abnehmwilligen teilweise sogar das Einkaufen abnehmen. Neben Rezepten und allgemeinen Informationen zum Abnehmen erhalten die Kunden der jeweiligen Unternehmen wöchentliche Lieferungen mit Fertiggerichten oder mit der exakt abgemessenen Menge an Lebensmitteln, die für die Zubereitung der Diät-Mahlzeiten notwendig ist. Häufig werden diese Abnehmprogramme mit einem Internet-Auftritt kombiniert, der neben weiteren Informationen auch den Kontakt zu Ernährungsexperten sowie ein Forum, in dem sich die Community austauschen und gegenseitig motivieren kann.

Ideal sind solche Abnehmprogramme für alle, die intensive Unterstützung benötigen, wenn sie ihr Gewicht reduzieren wollen. Durch die strikt vorgegebenen Mahlzeiten und die gegenseitige Aufmunterung in einer Gemeinschaft von Abnehmwilligen fällt es vielen leichter, sich an eine Diät zu halten, als wenn es alleine in ihrer eigenen Verantwortung liegt, die Ernährung zu planen und die selbst gesetzten Vorgaben einzuhalten.

Allerdings sind die kommerziellen Abnehmprogramme von höchst unterschiedlicher Qualität. Manche wurden von Ernährungswissenschaftlern erstellt und basieren deshalb auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Mit diesen kann tatsächlich eine langfristige Reduktion des Gewichts erreicht werden, da auch Kenntnisse über Ernährung vermittelt werden, so dass später auch das Gewicht gehalten werden kann. Bei vielen Abnehmprogrammen stehen aber eher die kommerziellen Interessen des Anbieters im Vordergrund.

Deshalb sollte sich jeder, der ein solches Abnehmprogramm für sich in Erwägung zieht, gründlich die Preise und angebotenen Leistungen vergleichen. Auch kostenlose Probewochen sollten durchaus in Betracht gezogen werden, da auch bei an sich seriösen Anbietern nicht jedes Programm zu jedem Abnehmwilligen passt. Eine deutlich preisgünstigere und auf jeden Fall medizinisch fundierte Alternative sind die Abnehmprogramme der Krankenkassen.

Weight Watchers

Der bekannteste kommerzielle Anbieter eines Abnehmprogramms ist Weight Watchers. Das inzwischen weltweit operierende Unternehmen wurde bereits 1963 in den USA gegründet und bietet neben dem eigentlichen Programm zur Gewichtsproduktion auch eine breite Palette an in Supermärkten erhältlichen Lebensmitteln an. Das Konzept von Weight Watchers basiert auf einer kalorienreduzierten Mischkost, mit der sich tatsächlich langfristig das Gewicht reduzieren und halten lässt. Dies wurde in mehreren Studien wissenschaftlich nachgewiesen.

Statt Kalorien zu zählen kann sich jeder Teilnehmer seine Mahlzeiten anhand von verschiedenen Punktwerten selbst zusammenstellen. Die Punkte, die den verschiedenen Nahrungsmitteln zugewiesen sind, reflektieren dabei neben dem Kaloriengehalt auch noch andere gesundheitliche Aspekte. Dadurch wird sichergestellt, dass es auch bei einer längeren Diätmaßnahme nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Wie groß die jeweilige pro Tag erlaubte Punktemenge ist, errechnet sich aus persönlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergröße und aktuellem Gewicht.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei Weight Watchers sind die wöchentlichen Gruppentreffen, bei denen die Teilnehmer Informationen über richtige Ernährung austauschen und sich gegenseitig motivieren können. Außerdem wird die regelmäßige Gewichtsabnahme dabei protokolliert, was einen gewissen Erfolgsdruck auslösen kann. Nur wer über einen gewissen Zeitraum sein Zielgewicht halten kann, wird schließlich als Goldmitglied von den Mitgliedszahlungen befreit.

Dem nachgewiesenen Erfolg dieses Konzepts stehen die ungewöhnlich hohen langfristigen Kosten gegenüber. Wer auf seine Ausgaben achten muss, wenig Zeit für regelmäßige Treffen hat oder lieber individuell abnehmen möchte, ist bei den Weight Watchers sicher nicht richtig. Auch eignet sich das Konzept nicht dafür, schnell abzunehmen. Wer aber sich aber in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten gut aufgehoben fühlt und deren Ansporn zum Durchhalten benötigt, wird mit Hilfe von Weight Watchers eher sein Wunschgewicht erreichen und langfristig halten können als mit anderen Abnehmprogrammen.

BCM

Das Kürzel BCM steht für „Body Cell Mass“, was auf Deutsch Körperzellenmasse bedeutet. Die BCM-Diät basiert auf speziellen Eiweiß-Shakes, deren Wirkung neben der eigentlichen Kalorienreduktion darauf basieren soll, dass sie durch ihre Zusammensetzung in den Zellstoffwechsel eingreifen und ihn optimieren. Zunächst werden alle Mahlzeiten vollständig durch diese Eiweiß-Shakes ersetzt. Dabei muss man sich auf drei Mahlzeiten pro Tag beschränken, Zwischenmahlzeiten sind nicht erlaubt. Nach und nach werden nach einiger Zeit wieder einzelne Mahlzeiten aus herkömmlichen Nahrungsmitteln eingeführt. Erst nachdem das Zielgewicht erreicht ist und auch einige Zeit gehalten wird, dürfen die Shakes wieder abgesetzt werden.

Auch wenn die Shakes, die von der Herstellerfirma inzwischen hauptsächlich online vertrieben werden, alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe enthalten und es deshalb nicht zu Mangelerscheinungen kommt, ist die BCM-Diät für die meisten Abnehmwilligen langfristig nicht geeignet. Nicht nur sind die Eiweiß-Drinks vergleichsweise teuer, sondern sie werden auch sehr schnell eintönig. Die Beschränkung auf nur drei Mahlzeiten pro Tag ist auch nicht von jedem leicht durchzuhalten und führt zu Heißhungergefühlen und raschem Abbruch der Diät. Wenn aber nur kurzfristig ein paar Pfunde purzeln sollen, kann die BCM-Diät durchaus hilfreich sein, da damit gerade am Anfang sehr schnell vergleichsweise viel abgenommen werden kann.

10 Weeks Body Change

Der „10 Weeks Body Change“ ist, wie der Name schon sagt, ein Diät-Konzept, bei dem innerhalb von zehn Wochen der Körper eine komplett andere Ernährungsweise erlernen soll. Neben einem deutlichen Gewichtsverlust verspricht das Programm, an dem man ebenfalls nur gegen Gebühr teilnehmen kann, ein ganz neues Lebensgefühl. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine extreme Variante der Low-Carb-Diät: Sämtliche kohlehydrathaltigen Lebensmittel sind vom Speiseplan gestrichen, selbst Obst darf nur nach dem Sport in geringen Mengen verzehrt werden, und sogar Milchprodukte sollen vermieden werden. Stattdessen wird auf Fleisch, Fisch und pflanzliche Proteine gesetzt. Auch Fette aller Art sind nicht verboten, insbesondere Nüsse werden sogar empfohlen.

Ergänzt wird das Ganze durch Sport in regelmäßigen Trainingseinheiten. Der Vorteil dieses Konzepts liegt darin, dass es äußerst simpel strukturiert ist und kein Kalorienzählen notwendig ist: Es gibt eine strikte Unterteilung in Lebensmittel, die nicht gegessen werden sollen, und Lebensmittel, die in unbegrenzter Menge gegessen werden dürfen. Die Grauzone mit Zutaten, die man nur eingeschränkt verwenden sollte, ist äußerst klein. Wegen der starken Fleischlastigkeit ist diese Diät aber für Vegetarier und Veganer völlig ungeeignet, und auch Mischköstler können Probleme haben, diese Diät länger als ein paar Tage durchzuhalten. Gerade wer im Berufsleben steht, kann in Folge des Kohlehdyratmangels an Müdigkeit, Konzentrationsschwäche und Kopfschmerzen leiden.

Kurse in Fitnessstudios

Auch zahlreiche Fitnessstudios bieten Abnehm-Kurse an. Hierbei liegt der Schwerpunkt naturgemäß besonders auf der Erhöhung des Energieverbrauchs durch Bewegung und auf dem Muskelaufbau. Ergänzt wird das aber nicht selten auch durch Informationen zu einer gesunden Ernährung, individuellem Coaching durch Ernährungsberater und regelmäßigen Gruppentreffen. Auch spezielle Intensivkurse und Fatburner-Programme können im Angebot sein. Da die Kurse von den einzelnen Fitnessstudios selbst entwickelt und angeboten werden, können allerdings massive Qualitätsunterschiede bestehen. Auch die Kosten können sich deutlich unterscheiden. Deshalb empfiehlt es sich, direkt vor Ort verschiedene Angebote zu vergleichen, eventuell Erfahrungen Kursteilnehmern auszutauschen oder an kostenlosen Schnupperstunden teilzunehmen.

Formula-Diäten

Bei Formula-Diäten werden einzelne oder alle Mahlzeiten durch Fertigpräparate ersetzt. Meist handelt es sich dabei um Nährstoffdrinks, die nur noch angerührt werden müssen. Da diese Produkte industriell hergestellt und wissenschaftlich kontrolliert werden, enthalten sie einen genau abgestimmten Nährstoff- und Kaloriengehalt. Eigenes Kalorienzählen entfällt deshalb, und die Zubereitung ist denkbar einfach, was den Einstieg ins Abnehmen vereinfacht. Allerdings werden Formula-Diäten schnell eintönig, da sie nur über eine geringe Menge an Geschmacksrichtungen verfügen und ihr Konsistenz keine der sinnlichen Eindrücke bietet, die zu einer normalen Mahlzeit dazu gehören. Außerdem führen sie nicht zu einer langfristigen Veränderung des Essverhaltens, da die notwendige Beschäftigung mit der eigenen Ernährung ausbleibt. Aufgrund der raschen Gewichtsabnahme, die mit Formula-Diäten möglich ist, werden sie jedoch bei starkem Übergewicht als Einstieg in ein längerfristiges Programm empfohlen.

Almased

Die Diät mit Almased basiert im Wesentlichen auf Fertigpulver, das zur Hälfte aus Sojaproteinen besteht und zu jeweils etwa einem Viertel aus Joghurt und aus Honig. Angerührt wird es mit Wasser oder Magermilch sowie etwas Öl. Damit ist Almased eine Extremvariante der Low-Carb-Diät. Der Geschmack des fertigen Drinks ist neutral bis leicht süßlich und maßgeblich von dem verwendeten Öl geprägt. Außerdem wird von Almased eine Fertig-Gemüsebrühe angeboten. In der Anfangsphase werden alle drei Hauptmahlzeiten durch Almased ersetzt und zwischendurch Brühe nach Bedarf getrunken. In dieser Phase werden dem Körper nur 1200 kcal pro Tag zugeführt, was deutlich unter dem durchschnittlichen Grundumsatz liegt. Dadurch kommt es zu einer raschen Gewichtsabnahme. Nach und nach werden dann wieder normale Mahlzeiten eingeführt, bis das Zielgewicht erreicht und gehalten wird. Ein genauer Diätplan und zahlreiche begleitende Rezepte und Kochbücher erleichtern die Durchführung. Allerdings ist Almased nicht für Menschen mit Laktoseintoleranz geeignet.

Slim Fast

Bei Slim Fast sind sechs Mahlzeiten pro Tag vorgesehen, zu denen bereits von Beginn an eine selbst zubereitete warme Mahlzeit gehört. Die anderen beiden Hauptmahlzeiten werden durch Milchshakes ersetzt, die aus Fertigpulver und Magermilch angerührt werden, aber auch bereits gebrauchsfertig erhältlich sind. Außerdem sind täglich drei Snacks in Form von frischem Obst, Nüssen oder anderen Knabbereien erlaubt. Da die Drinks auch in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich sind, ist eine vergleichsweise abwechslungsreiche Gestaltung der Mahlzeiten möglich. Dank eines genauen Plans mit einer Gesamtkalorienbilanz von 1200 bis 1400 kcal pro Tag ist trotzdem eine schnelle Gewichtsabnahme möglich. Wer unter Laktoseintoleranz leidet, sollte nicht zu Slim Fast greifen, da der Hauptbestandteil Milch ist. Drüber hinaus sind nicht alle Sorten für Vegetarier geeignet.

Multaben

Von Multaben werden nicht nur die für Formula-Diäten typischen Fertigdrinks angeboten, sondern darüber hinaus auch Suppen, Cremes und Diät-Riegel. Alle Produkte sind in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen erhältlich und lassen sich innerhalb des vorgegebenen Kalorienrahmens nach Belieben kombinieren. Das erspart die eigene Kalorienrechnerei und ermöglicht doch eine gewisse Abwechslung im Speiseplan. Die Fertigprodukte können auch einzelne Mahlzeiten bei ansonsten selbst zubereiteten Mahlzeiten ersetzen, wenn die Gewichtsabnahme langsamer erfolgen oder lediglich das Gewicht gehalten werden soll. Die Hauptproduktlinie von Multaben enthält wie die meisten Formula-Diäten sehr viel pflanzliches Eiweiß auf Soja-Basis. Daneben sind aber unter dem Namen Multaben Balance auch Snacks mit einem höheren Kohlehydratanteil erhältlich. Diese sind als leichte Zwischenmahlzeiten vorgesehen und sollten nicht dazu verwendet werden, eine ganze Mahlzeit zu ersetzen.

Yokebe

Yokebe ist eine klassische Formula-Diät, bei der ganz auf eiweißreiche Fertigdrinks gesetzt wird. Diese ersetzen zunächst alle drei Hauptmahlzeiten. Zwischenmahlzeiten oder Snacks sind nicht vorgesehen. Nach einiger Zeit wird zunächst das Abendessen wieder herkömmlich zubereitet, später dann das Frühstück. Ergänzt wird der Diät-Plan mit speziell abgestimmten Vitamin- und Mineralstoff-Zubereitungen, die den Stoffwechsel anregen und den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen sollen. Yokebe ist nur in einer Geschmacksrichtung erhältlich. Neben der herkömmlichen Variante gibt es aber auch eine kalorienreduzierte Variante für eine besonders schnelle Gewichtsabnahme sowie ein laktosefreies Fertigpulver, das statt mit fettarmer Milch mit Soja- oder Hafermilch zubereitet wird.

Blitzdiäten

Blitzdiäten hören sich oft toll an. Sie versprechen innerhalb kürzester Zeit – meist innerhalb von zwei bis fünf Tagen – eine sagenhafte Gewichtsabnahme von mehreren Kilo. Deshalb sind sie gerade vor wichtigen Festen, bei denen das Aussehen optimal sein soll, oder vor der Bikinisaison sehr beliebt. Tatsächlich gelingt mit ihrer Hilfe auch oft eine kurzfristige Gewichtsabnahme. Wie erfolgreich sie aber langfristig ist, hängt stark von der Art der Diät ab.

Saftfasten

Saftfasten ist nicht nur eine Diät, mit der man kurzfristig schnell abnehmen kann, sondern auch eine Variante des Heilfastens. Die Gewichtsabnahme steht dabei nicht im Vordergrund, sondern die Gewichtung liegt eigentlich auf den positiven Auswirkungen auf die Gesundheit. Der Körper erhält durch die frischen Säfte eine konzentrierte Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen, sehr viel Flüssigkeit und entschlackt gleichzeitig. Während des Saftfastens ist feste Nahrung völlig tabu. Wie der Name schon nahelegt, dürfen lediglich Säfte konsumiert werden, idealerweise natürlich frisch zubereitete, da so keine der wichtigen Nährstoffe verloren gehen. Welche Säfte getrunken werden, ist allerdings dem persönlichen Geschmack überlassen. Natürlich sollten bekannte Unverträglichkeiten oder Verdauungsbeschwerden nicht außer Acht gelassen werden. Grundsätzlich können aber alle Obst- und Gemüsesäfte beim Saftfasten zum Einsatz kommen.

In fünf bis sieben Portionen werden über den Tag verteilt etwa 1,5 bis 2 Liter Saft getrunken. Um eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten und Hungergefühlen entgegen zu wirken, sollte zusätzlich noch etwa die doppelte Menge an Wasser oder ungesüßtem Tee getrunken werden. Saftfasten wirkt stark entwässernd und bewirkt eine schnelle Gewichtsabnahme. Mit Mangelerscheinungen ist dank der hohen Vitaminzufuhr auf kurze Sicht nicht zu rechnen, aber längerfristig fehlen dem Körper wichtige Nährstoffe. Auch kann der Kreislauf durch die vergleichsweise hohe Flüssigkeitszufuhr stark belastet werden. Deshalb sollte eine Saftfastenkur nicht länger als eine Woche dauern.

Zum Einstieg in eine Reduktionsdiät ist Saftfasten jedoch ideal, da der Darm gänzlich entleert und gründlich gereinigt wird. Auch wenn vor einem besonderen Ereignis nur wenige Kilo abgenommen werden sollen, kann das Saftfasten hilfreich sein, da der Gewichtsverlust tatsächlich sofort eintritt und durch den Entwässerungseffekt auch rasch sichtbar ist. Aber auch nach dem erfolgreichen Ende einer Reduktionsdiät kann Saftfasten weiterhin sinnvoll sein. Ein Safttag pro Wochen oder ein Wochenende mit Saftfasten pro Monat kann nämlich dazu beitragen, dass nach dem Abschluss der die Diät das erreichte Gewicht gehalten wird.

Kohlsuppen-Diät

Die Kohlsuppendiät basiert, wie der Name schon sagt, auf Kohlsuppe. Von dieser darf der Abnehmwillige so viel essen, wie er möchte – und trotzdem wird er sehr schnell abnehmen. Die Kombination aus Kohl und anderen Gemüsesorten ist nicht nur sehr kalorienarm, sondern regt durch die darin enthaltenen schwer verdaulichen Ballaststoffe zusätzlich auch die Darmtätigkeit und den Fettstoffwechsel an. Hungergefühle lassen sich leicht vermeiden, da unbegrenzte Mengen der Suppe erlaubt sind. Auch langweilig muss diese Diät nicht werden, da die Kohlsuppe in unzähligen Varianten zubereitet werden kann.

Allerdings ist sie nur durchführbar, wenn man die Möglichkeit hat, die Mahlzeiten zu Hause zuzubereiten und zu sich zu nehmen oder die Suppe in einem passenden Behälter mitzunehmen und vor Ort zu erwärmen. Für Schichtarbeiter oder andere Menschen mit unregelmäßigem Tagesablauf ist sie eher nichts. Auch sollte der Verdauungstrakt sehr robust sein, da der Kohl zu starken Blähungen führen kann.

Da viele Nahrungsmittel während einer Kohlsuppendiät überhaupt nicht erlaubt sind, kann es nach einer Weile auch zu starken Heißhungerattacken kommen. Außerdem kann die sehr schnelle und sehr starke Gewichtsabnahme den Kreislauf übermäßig belasten. Für eine längerfristige Diät ist die Kohlsuppendiät deshalb nicht unbedingt geeignet. Bei bis zu zwei Wochen bestehen aber keine Bedenken, da in dem Gemüse zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe enthalten sind, die Mangelerscheinungen verhindern. Auch regelmäßige Kohlsuppentage können dazu beitragen, langfristig das Gewicht zu reduzieren oder nach einer abgeschlossenen Diät zu halten.

Mono-Diäten

Bei Mono-Diäten soll die Beschränkung auf ein einzelnes Nahrungsmittel es ermöglichen, schnell sehr viel Gewicht zu verlieren. Andere Nahrungsbestandteile als das jeweilige Schwerpunktnahrungsmittel sind dabei gar nicht oder nur in geringen Mengen erlaubt. Solche Diäten sind deshalb nicht nur sehr eintönig und sehr schwer durchzuhalten, sie können auch schon in kurzer Zeit schon zu Mangelerscheinungen führen. Die meisten Ärzte raten deshalb davon ab. Lediglich für eine Kur von wenigen Tagen oder für regelmäßige Fastentage kann eine Mono-Diät genutzt werden, wenn sie dem Abnehmwilligen persönlich liegt.

Die bekannteste Mono-Ernährungsweise ist sicherlich die Ananas-Diät, die lange Zeit sehr beliebt war. Ananas enthält tatsächlich auch ein Enzym, das den Stoffwechsel anregt. Allerdings ist der Effekt nur gering, und der Gewichtsverlust bei einer Ananas-Diät ist hauptsächlich auf eine drastische Entwässerung des Gewebes zurückzuführen. Ebenfalls stark entwässernd wirkt die Reisdiät, bei der der Hauptbestandteil der Mahlzeiten ohne Salz zubereiteter Reis ist. Von dieser Diät ist aber grundsätzlich abzuraten, da hierbei rasch ein deutlicher Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen zu verzeichnen ist.

Etwas besser ist die Kartoffeldiät, da Kartoffeln über viele wertvolle Inhaltsstoffe verfügen. Sie ist aber wie die Reisdiät sehr kohlehydratlastig und wirkt sich dadurch ungünstig auf den Insulinspiegel und den Stoffwechsel aus. Auch wenn man damit vergleichsweise schnell abnehmen kann, geht auch hier der Gewichtsverlust im Wesentlichen auf die entwässernde Wirkung zurück.

Besonders kritisch ist die Eierdiät zu sehen, bei der zusammen mit wenig Obst und Gemüse bis zu zwölf Eier pro Tag gegessen werden. Hier tritt zwar kein Mangel an Vitaminen und anderen Nährstoffen auf, jedoch wird der Körper durch das in den Eiern enthaltene Cholesterin und die geballte Aufnahme von tierischem Eiweiß stark belastet. Zum langfristigen Abnehmen oder auch nur zum Halten des Gewichts ist keine der Mono-Diäten geeignet.

Dinner-Cancelling

Dinner-Cancelling ist ein vergleichsweise simples Diät-Konzept. Wie die englische Bezeichnung schon sagt, wird dabei nicht die Ernährung als solche umgestellt, sondern lediglich das Abendessen weggelassen. Nach etwa 17 h sollte keine Nahrung mehr aufgenommen werden, lediglich kalorienfreie Getränke sind dann noch erlaubt. Insgesamt sollten zwischen der letzten Mahlzeit des Tages und der ersten des Folgetages etwa 14 Stunden liegen. Das Wirkprinzip ist dabei nicht nur die tatsächliche Verringerung der im Verlauf des Tages aufgenommenen Gesamtkalorienmenge.

Durch den Verzicht auf das Abendessen soll auch, ähnlich wie bei der Schlank-im-Schlaf-Diät, das Wachstumshormon HGH eine größere Wirkung entfalten können. Dieses steuert die Fettverbrennung und soll so die Gewichtsabnahme verstärken. Tatsächlich sind auch positive Effekte nachweisbar, da selbst diese kurze Periode des Nahrungsverzichts für den Körper eine Form des Fastens darstellt.

Dennoch führt das auch Abendfasten genannten Dinner-Cancelling häufig nicht zu dem gewünschten Erfolg. Da die Nahrung im Tagesverlauf keinerlei Beschränkungen unterliegt und nicht auf deren Energiegehalt geachtet wird, passiert es leicht, dass unbewusst der abendliche Nahrungsmangel durch eine zusätzliche Kalorienzufuhr bei den anderen Mahlzeiten ausgeglichen wird. Außerdem fällt es Menschen, für die das Abendessen bislang die wichtigste Mahlzeit des Tages war, oft sehr schwer, den notwendigen Durchhaltewillen aufzubringen.

FdH

Fdh, also „Friss die Hälfte“, ist vermutlich die älteste Diät der Menschheitsgeschichte und praktisch selbsterklärend: Von allen Mahlzeiten, von allen Lebensmitteln wird jeweils nur die Hälfte gegessen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist kein aufwändiger Diätplan nötig, es müssen keine Kalorien gezählt werden, kein Lebensmittel ist verboten, und der Abnehmwillige kann essen, was ihm schmeckt. Auch der schnelle Gewichtsverlust ist garantiert, wenn der mit der täglichen Ernährung zuvor das Gewicht gehalten wurde. Allerdings können viele dieser Vorteile schnell auch Nachtteile werden.

Wer nur mit dem Augenmaß abschätzt, was die Hälfte der üblichen Portion ist, verschätzt sich leicht. So Kann es schnell passieren, dass mehr gegessen wird als eigentlich geplant und sich die aufgenommene Nahrungsmenge unmerklich immer mehr vergrößert. Für alle, die bei einer Reduktionsdiät eine feste Struktur benötigen, ist FdH deshalb eher nicht geeignet. Außerdem findet keinerlei Beschäftigung mit der Ernährung als solcher statt. Es kann also kein Lerneffekt stattfinden, so nicht mit einem langfristigen Erfolg zu rechnen ist. Sobald die FdH-Phase beendet ist, findet ein Rückfall in die alten Gewohnheiten statt, die ursprünglich zu der Gewichtszunahme geführt hatten. So ist der Jojo-Effekt quasi vorprogrammiert.

Aber auch wer über einen starken Willen verfügt und eine FdH-Diät längere Zeit erfolgreich durchzieht, muss mit negativen Auswirkungen rechnen. Da nur die Hälfte der üblichen Nahrung aufgenommen wird, erhält der Körper auch nur die Hälfte der üblichen Vitamine und Mineralstoffe. Dies kann insbesondere dann, wenn die Ernährung ohnehin nicht optimal ist, langfristig zu Mangelerscheinungen führen.

Gewicht halten

Abzunehmen ist nicht einfach, aber noch schwieriger ist es, das erreichte Gewicht nach einer Diät auch zu halten. Manchmal sind die Pfunde schneller wieder auf den Rippen, als sie zum Verschwinden gebraucht haben, und nicht selten zeigt die Waage sogar mehr an als zuvor. Gerade, wenn das Abnehmen sehr schnell erfolgt, ist diese Gefahr gegeben. Mit vorausschauendem Handeln lässt sich dieser Effekt aber verhindern.

Jojo-Effekt

Der Jojo-Effekt ist eine gefürchtete Folgeerscheinung von wiederholten Diäten: Im ungünstigsten Fall folgt auf jede Gewichtsabnahme eine erneute Gewichtszunahme, so dass sich das Körpergewicht wie bei einem Jojo nach unten und nach oben bewegt und am Ende sogar höher ist als das ursprüngliche Gewicht. Für diesen Effekt gibt es mehrere Gründe. Der offensichtlichste ist, dass viele nach einer Reduktionsdiät wieder in alte Gewohnheiten zurückfallen. Die Rückkehr zu der früheren Ernährung, die schon vor der Diät für ein zu hohes Gewicht gesorgt hatte, hat quasi automatisch eine erneute Gewichtszunahme zur Folge.

Manchmal liegt die Zunahme aber auch in dem Diäterfolg selbst begründet. Da der Grundumsatz des Körpers direkt mit dem aktuellen Körpergewicht zusammenhängt, sinkt mit jedem verlorenen Kilo auch der notwendige Energiebedarf. Wenn das nicht berücksichtigt und die Ernährung nach Abschluss der Abnehmphase nicht an den verminderten Kalorienbedarf angepasst wird, ist gerade nach einem starken Gewichtsverlust mit dem Jojo-Effekt zu rechnen. Ein weiterer Faktor ist, dass bei einer länger andauernden Diät – insbesondere dann, wenn die tägliche Kalorienaufnahme den Grundumsatz unterschreitet – der Körper auf den Hungerstoffwechsel umschaltet und den Bedarf herunterregelt. Dies kann sich bereits während der Diät selbst dadurch bemerkbar machen, dass sich die Gewichtsabnahme deutlich verlangsamt oder sogar stagniert.

Nach Beendigung einer Abnehmphase kann es noch Wochen dauern, bis sich der Energie- und Hormonhaushalt wieder normalisiert haben. Werden zu häufig Crashdiäten mit starkem Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit durchgeführt, kann der Regelkreislauf des Körpers sogar dauerhaft aus dem Gleichgewicht kommen. In diesem Fall ist eine ebenso starke Gewichtszunahme nach jedem Abnehmen vorprogrammiert. Wer dies aber bereits während der Diät berücksichtigt und nach deren Ende die Ernährung entsprechend anpasst, kann einen Jojo-Effekt durchaus vermeiden.

Regelmäßiges Wiegen

Während einer Reduktionsdiät ist es meist selbstverständlich, sich regelmäßig zu wiegen. Aber auch danach ist es ein wichtiges Mittel, um das eigene Gewicht zu halten. Wer in sinnvollen Abständen sein Gewicht kontrolliert, bemerkt frühzeitig, wenn sich wieder Veränderungen nach oben geben und kann zeitnah entgegensteuern. Am praktischsten ist es für die Übergangszeit, sich immer an einem festen Tag in der Woche zu wiegen. Dadurch wird es rasch zu einem regelmäßigen Ritual, das nicht in Vergessenheit geraten kann. Wichtig ist dabei, sich möglichst immer zur selben Tageszeit zu wiegen. Am aussagekräftigsten sind die Wiegeergebnisse am Morgen direkt nach dem Aufstehen und noch vor dem Frühstück. Um Messabweichungen zu vermeiden, sollte dabei immer dieselbe Waage benutzt und diese stets am selben Ort aufgestellt werden. Wenn sich das Gewicht über geraume Zeit hinweg offensichtlich stabilisiert hat, kann der Abstand auch nach und nach auf zwei Wochen bis einen Monat vergrößert werden.

Rückschläge verarbeiten

Wenn die Zahlen auf der Waage einige Zeit nach dem Abnehmen wieder nach oben klettern, ist das kein Grund zur Panik. Gerade am Anfang ist das sogar ziemlich normal. Ein beträchtlicher Teil des oft sehr raschen Gewichtsverlusts zu Beginn einer Diät geht auf das Konto des zunächst verstärkt ausgeschiedenen Wassers. Nach der Rückkehr zu nicht kalorienreduzierter Ernährung füllt der Körper die leeren Depots wieder auf. Wenn sich das Gewicht also nach dem Ende der Diät wieder um ein bis zwei Kilo erhöht und sich dann stabilisiert, ist das kein Grund zur Besorgnis. Selbst ohne vorangegangene Reduktionsdiät kann es durch Einflüsse von Nahrungsmitteln und Hormonen zu Schwankungen im Wasserhaushalt kommen, die sich auch auf der Waage bemerkbar machen. Entscheidend ist aber nicht eine kurzfristige Abweichung, sondern der langfristige Trend. Wer diesen im Blick behält, kann bereits viele unnötige Frustrationen vermeiden. Und auch wenn das Gewicht tatsächlich wieder angestiegen ist, heißt das nicht, dass die Diät ein Fehlschlag war. Es ist lediglich ein Zeichen dafür, dass die Ernährung und das Bewegungsverhalten überprüft und an die neuen Gegebenheiten angepasst werden müssen.

Motivation aufrecht halten

Um einer erneuten Gewichtszunahme vorzubeugen und dauerhaft motiviert zu bleiben, ist es hilfreich, sich von vorneherein klar zu machen, dass niemand perfekt ist. Wie bei allem im Leben muss man auch den richtigen Umgang mit Ernährung und dem eigenen Gewicht erlernen. Dabei Fehler zu machen, ist nicht schlimm, solange diese beizeiten korrigiert werden. Wichtig ist vor allem, ein individuelles Konzept zu finden, das zur eigenen Person passt. Eine langfristige Ernährungsumstellung, mit der das Zielgewicht nach einer Diät gehalten werden kann, ist nur dann erfolgreich, wenn sie ein genussvolles Leben ohne ein Gefühl von Zwang ermöglicht. Manchmal können bereits kleine psychologische Tricks dazu beitragen, motiviert zu bleiben. Dazu zählen beispielsweise kleine „Sünden“, die bewusst in den Ernährungsplan eingebaut werden. Hilfreich ist es auch, wenn bereits während der Abnehmphase neue Lebensgewohnheiten antrainiert werden, um den früheren Gewohnheiten, die ursprünglich zu dem zu hohen Gewicht geführt hatten, etwas entgegenzusetzen. Sehr sinnvoll ist es auch, sich bereits im Vorfeld Strategien für den Fall zurecht zu legen, dass das Gewicht wieder steigt. Während der eine lieber ein paar zusätzliche Trainingseinheiten einlegen möchte, kann ein anderer eher bin zwei oder drei Fastentagen die überzähligen Pfunde wieder schnell abnehmen.

Allgemeine Tipps zum schnellen Abnehmen

Wer schnell abnehmen möchte, muss sich die Sache nicht unnötig schwermachen. Ein paar Tipps und Tricks können dabei helfen, rasch an Gewicht zu verlieren, auch über einen längeren Zeitraum durchzuhalten und später das Zielgewicht zu halten. Ganz grundsätzlich ist es bei einer Diät wichtig, stets ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das muss nicht unbedingt Wasser sein. Auch andere kalorienfreie oder zumindest sehr kalorienarme Getränke wie Früchtetees, Fruchtsaftschorlen oder zuckerfreie Limonaden sind bestens geeignet. Sie sorgen nicht nur für eine geschmackliche Abwechslung und füllen den Magen, sondern erleichtern auch den Abtransport der durch das Abnehmen im Körper freigesetzten Schadstoffe und erhöhen den Energieumsatz. Etwa zwei bis drei Liter sollten während einer Diät zusätzlich getrunken werden.

Fitnessarmband und Schrittzähler

Wer schnell abnehmen will, sollte nicht nur auf die Reduzierung der täglichen Kalorienaufnahme setzen. Der zweite Grundpfeiler jeder erfolgreichen Diät ist die Bewegung. Neben Sport im eigentlichen Sinne ist es dabei vor allem wichtig, auch in den Alltag mehr Bewegungseinheiten zu integrieren. Das eigene Bewegungsverhalten richtig einzuschätzen, ist allerdings nicht einfach. Mit einem Schrittzähler oder einem modernen Fitnessarmband lassen sich jedoch sehr viel exaktere Aussagen darüber treffen. Die kleinen Geräte sind mit Bewegungssensoren ausgestattet und errechnen die täglich zurückgelegten Kilometer und die dabei verbrauchten Kalorien. Manche bieten auch die Möglichkeit, ein persönliches Tagesziel einzuprogrammieren. Dadurch wird man immer wieder zu Bewegung motiviert, so dass es im Alltag leichter fällt, die selbst gesteckten Ziele einzuhalten.

Realistische Ziele setzen

Einer der häufigsten Fehler bei Diäten sind völlig unrealistische Ziele. Auch viele Diäten einen drastischen Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit versprechen und gerade bei Blitzdiäten tatsächlich auch schnell mehrere Kilogramm abgenommen werden, lässt sich Übergewicht, das in der Regel über mehrere Jahre hinweg entstanden ist, auf diese Weise nicht langfristig abbauen. Neben den rein körperlichen Faktoren, die zum Tragen kommen, wenn die Kalorienzufuhr längere Zeit unter dem Grundumsatz liegt, spielen dabei auch psychische Faktoren eine große Rolle. Je stärker die Nahrung eingeschränkt wird und je mehr man sich selbst unter Druck setzt, desto größer ist die Gefahr, dass die Diät scheitert. Für den Einstieg in eine langfristige Gewichtsreduktion kann zwar eine kurze Phase, in der sehr schnell mehrere Kilo abgebaut werden, sinnvoll sein. Auf längere Sicht sollte der Gewichtsverlust aber je nach körperlicher Konstitution nicht mehr als ein halbes bis ein Kilo pro Woche betragen. Das ermöglicht nicht nur regelmäßige Erfolgserlebnisse, die die eigene Motivation stärken, sondern erlaubt es auch, sich selbst gesündere Verhaltensweisen anzutrainieren, die dann auch nach Beendigung der Diät beibehalten werden.

Nicht übertreiben

Bei Diäten, die länger als nur zwei bis drei Tage dauern, darf auf keinen Fall die Kalorienzufuhr den Grundumsatz unterschreiten. Dadurch kann man zwar theoretisch sehr schnell abnehmen, aber die langfristigen Folgen sind gravierend. Durch die Umstellung auf den Hungerstoffwechsel kann es nach Beendigung der Diät nicht nur zum klassischen Jojo-Effekt kommen, sondern es können auch gesundheitliche Probleme auftreten. Neben Müdigkeit, Schwächegefühlen und Konzentrationsstörungen kann es auch zu verschiedenen Mangelerscheinungen und in schweren Fällen sogar zu Organschäden kommen. Aber nicht nur bei der Ernährung, sondern auch beim Sport sollten Extreme vermieden werden. Gerade wenn der Körper noch völlig untrainiert ist, kann ein zu exzessives Training zu Beginn einer Diät mehr schaden als nützen. Anstrengende Übungen, die sich nicht durchhalten lassen, wirken demotivierend, und gerade bei starkem Übergewicht können sogar Schäden an den Gelenken auftreten. Deshalb ist es besser, langsam anzufangen und Sport und Bewegung nach und nach in den Alltag einzubauen. Für den Beginn eignet sich besonders Ausdauertraining, mit dessen Hilfe sich der Körper an die vermehrte Bewegung gewöhnen kann. Langfristig ist es sinnvoll, mittels Krafttraining aktiv Muskelaufbau zu betreiben, da so nicht nur der Körper geformt wird, sondern sich durch die vermehrte Muskelmasse auch der Energieverbrauch erhöht.

Medikamente zum Abnehmen?

Neben den klassischen Diäten versprechen auch verschiedene Medikamente, dass sich mit ihnen eine Gewichtsreduktion erreichen lässt. Dabei lassen sich grundsätzlich drei Arten von Medikamenten unterscheiden: Appetitzügler, Quellstoffe und Fettblocker. Appetitzügler sollen, wie der Name schon sagt, den Appetit hemmen. Sie wirken mittels verschiedener Wirkstoffe auf den Gehirnstoffwechsel ein und unterdrücken so das natürliche Hungergefühl. Dadurch soll sich automatisch die Nahrungsaufnahme verringern. Dies ist aber zum einen nicht zwingend der Fall, da beim Essen auch die reine Gewohnheit eine Rolle spielt, und zum anderen haben sie mitunter starke Nebenwirkungen, die den möglichen Nutzen weit überwiegen.

Vergleichsweise harmlos sind Quellstofftabletten, die rein physikalisch wirken. Sie bestehen aus Cellulose, Kollagen oder ähnlichen Stoffen, die sehr viel Flüssigkeit aufnehmen können und sich dabei stark vergrößern. Dadurch füllen sie den Magen aus und wirken sättigend. Da sie unverdaut wieder ausgeschieden werden, können sie dazu beitragen, die aufgenommene Kalorienmenge zu reduzieren. Fettblocker wirken ebenfalls im Magen-Darm-Trakt. Sie verhindern durch eine Einwirkung auf den Enzymhaushalt oder die Bildung gelartiger Substanzen, dass das in der Nahrung enthaltene Fett vom Körper aufgenommen wird. Da dieses dann unverdaut ausgeschieden wird, können starke Durchfälle die Folge sein. Auch Bauchschmerzen und Blähungen sind bei der Einnahme von Fettblockern nicht selten.

Wenn nur wenige Kilo abgenommen werden sollen, sind derartige Medikamente bestenfalls überflüssig. Lediglich bei extremem Übergewicht oder mit Übergewicht in Verbindung stehenden Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können Medikamente zum Abnehmen sinnvoll sein. Diese können aber immer nur ergänzend wirken und keine langfristige Ernährungsumstellung ersetzen. Außerdem sollten sie nur unter ärztlicher Begleitung eingenommen werden, damit es nicht zu Gesundheitsschäden kommt.

Wie funktioniert Abnehmen grundsätzlich?

Auch wenn Diäten in Art und Zusammensetzung sehr unterschiedlich sein können, funktionieren sie alle nach demselben Grundprinzip: Damit der Körper Gewicht verlieren kann, muss er mehr Energie verbrauchen, als ihm zugeführt wird. Deshalb gibt es beim Abnehmen immer zwei Variablen, die berücksichtigt werden sollten. Durch mehr Bewegung kann der Energieverbrauch erhöht werden, und durch eine entsprechend angepasste Nahrungsaufnahme kann die Energieaufnahme reduziert erden. Wenn Sie schnell abnehmen wollen, gelingt dies natürlich am besten, wenn Sie beides kombinieren.

Was sind Kalorien?

Kaum eine Beschreibung einer Diät kommt ohne den Begriff „Kalorien“ aus. Aber obwohl sie jeder zu kennen meint, ist oft nicht klar, was darunter eigentlich genau verstanden wird. Ursprünglich ist die Kalorie eine Maßeinheit aus der Physik. Sie bezeichnet die Energiemenge, die notwendig ist, um ein Gramm Wasser um ein Grad Celsius zu erwärmen. Auch Nahrungsmittel enthalten Energie, die durch unsere Verdauung für den Körper nutzbar gemacht wird. Deshalb wurde die Maßeinheit Kalorie auch auf den Energiegehalt von Lebensmitteln übertragen, wobei dieser genau genommen in Kilokalorien erfasst wird. Umgangssprachlich wird dafür aber ebenfalls Kalorien benutzt. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch hat sich inzwischen eine andere, etwas genauere Maßeinheit durchgesetzt, das Joule. Im Alltag ist aber nach wie vor die frühere Bezeichnung üblich. Auch auf Lebensmittelpackungen und in Nährwerttabellen finden sich die Angaben in Kilokalorien – meist als kcal abgekürzt – gleichberechtigt neben Joule oder sogar als einzige Angabe zum Nährwert.

Grundumsatz & täglicher Kalorienverbrauch

Wie viel Energie der Körper benötigt, um sein Gewicht aufrecht zu erhalten, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Auch bei ein und demselben Menschen kann sich dies je nach Lebensumständen und Bewegungsintensität immer wieder ändern. Deshalb ist es beim Abnehmen wichtig, zunächst den eigenen Energiebedarf zu ermitteln. Dies geschieht, indem man den Grundumsatz und den Gesamtverbrauch möglichst genau berechnet. Der Grundumsatz ist im Laufe des Lebens nur geringen und langsamen Veränderungen unterworfen. Er bezieht sich auf die Energiemenge, die der menschliche Körper bei völliger Ruhe benötigt, um seine Lebensfunktionen zu erhalten. Errechnen können Sie ihn aus Ihrer Körpergröße, Ihrem aktuellen Gewicht und Ihrem Alter. Eine einfache Faustformel besagt, dass ein Mann im Durchschnitt einen täglichen Grundumsatz von 25 kcal pro Kilo Körpergewicht hat; bei einer Frau liegt er etwa 10 Prozent niedriger. Natürlich wird der Grundumsatz auch durch Faktoren wie Muskelmasse und Gesundheitszustand beeinflusst. Trotzdem ergibt eine solche Berechnung einen guten Richtwert für die Planung einer Diät. Zu dem Grundumsatz kommt der Energiebedarf hinzu, der sich aus der täglichen Bewegung ergibt. Je mehr der Körper im Laufe des Tages gefordert wird, desto höher ist also der tägliche Gesamtbedarf.

Kalorienverbrauch erhöhen

Eine der beiden Stellschrauben, an denen gedreht werden kann, wenn das Gewicht reduziert werden soll, ist der Kalorienverbrauch. Die offensichtlichste Möglichkeit, den Energiebedarf des Körpers zu steigern, ist, sich häufiger und länger zu bewegen. Das kann, muss aber nicht unbedingt Sport im klassischen Sinne sein. Jede Bewegung, die zu dem bisherigen Pensum hinzukommt, erhöht auch den Energieverbrauch, und sei es auch nur ein kleines bisschen. Deshalb ist es oft sinnvoller, simple Änderungen in den Alltag einzubauen, als sich ein großes Trainingsprogramm vorzunehmen, das sich nur schwer konsequent einhalten lässt. Wer statt des Aufzugs die Treppe nimmt oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zum Einkaufen fährt, gewöhnt sich meist bald daran und verbraucht so zusätzliche Energie, ohne es als Anstrengung zu empfinden. Daneben ist aber auch richtiges Training sinnvoll, da dadurch gezielt Muskelmasse aufgebaut werden kann. Das macht sich nicht nur beim Aussehen und der Körperspannung positiv bemerkbar. Da Muskeln selbst im Ruhezustand mehr Energie benötigen als andere Gewebearten, lässt sich mit einem größeren Muskelanteil sogar der Grundumsatz erhöhen. Eine weitere und oft vernachlässigte Möglichkeit, den Kalorienverbrauch zu steigern, ist eine Aktivierung des Stoffwechsels. Mit den richtigen Lebensmitteln und einer gut geplanten Ernährung lassen sich die Stoffwechselprozesse im Körper anregen und beschleunigen. Dadurch steigt der Kalorienverbrauch auch ohne Sport automatisch.

Kalorienaufnahme reduzieren

Der andere Faktor, der beim Abnehmen berücksichtigt werden muss, ist natürlich die Kalorienaufnahme. Allerdings bedeutet weniger Essen nicht automatisch, dass auch die Energiezufuhr sinkt. Da die verschiedenen Nahrungskomponenten einen ganz unterschiedlichen Nährwert haben, muss bei einer Reduktionsdiät – also einer Diät mit dem Ziel, dauerhaft Gewicht zu verlieren -, aber auch bei der alltäglichen Ernährung, mit der das Gewicht gehalten werden soll, berücksichtigt werden, wie viele Kalorien die einzelnen Lebensmittel enthalten. Außerdem sollten das Volumen und der nachhaltige Sättigungseffekt der jeweiligen Nahrungsmittel nicht unterschätzt werden. Durch eine sinnvolle Zusammensetzung der Mahlzeiten können auch bei kalorienreduzierter Ernährung starke Hungergefühle und Heißhungerattacken vermieden werden.

Andere, nicht ganz so offensichtliche Faktoren spielen bei einer reduzierten Kalorienaufnahme ebenfalls eine Rolle. So kann durch die unterschiedliche Gewichtung von Kohlehydraten und Eiweiß in der Nahrung beispielsweise die Fettverbrennung angeregt oder der Insulinspiegel beeinflusst werden. Über die Anzahl der Mahlzeiten kann die Kalorienaufnahme ebenfalls reduziert werden. Dies betrifft nicht nur die kleinen Snacks zwischendurch, die fast unbemerkt dafür sorgen, dass mehr Kalorien aufgenommen werden, als der Körper benötigt, sondern auch die Hauptmahlzeiten. Für viele Menschen ist es einfacher und langfristig gesünder, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen als die klassischen drei großen Hauptmahlzeiten.

Grundsätzlich sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Kalorienaufnahme nicht über einen längeren Zeitraum so weit reduziert wird, dass der Grundumsatz unterschritten wird. Wenn dem Körper weniger Kalorien zugeführt werden, als er für die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen benötigt, kann dies zwar kurzfristig zu einer sehr schnellen Gewichtsabnahme führen. Nach einigen Tagen verändert sich dadurch aber drastisch der Stoffwechsel des Körpers: Der Grundumsatz wird gesenkt, der Stoffwechsel verlangsamt sich deutlich und statt Fett wird Muskelgewebe abgebaut. Dies hat nicht nur zur Folge, dass nach einiger Zeit die Gewichtsabnahme trotz weiterhin reduzierter Energiezufuhr zum Stillstand kommen kann, sondern wirkt sich auch langfristig aus, da auch nach Beendigung der Diät der Grundumsatz und der Stoffwechsel auf diesem niedrigen Niveau verbleiben. Dadurch steigt das Gewicht sofort wieder an, wenn der Körper wieder Normalkost erhält, selbst wenn diese theoretisch dazu geeignet wäre, um das Gewicht zu halten. Insbesondere wenn schon bei mehreren Diätenphasen die Kalorienzufuhr längerfristig unter dem Grundumsatz lag, tritt der gefürchtete Jojo-Effekt auf. Dies sollte bei jeder Diätplanung berücksichtigt werden.

Ist schnelles Abnehmen ungesund?

Wie sich schnelles Abnehmen auf die Gesundheit auswirkt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Dazu zählt nicht nur die Diätmethode, die zum Einsatz kommt. Auch die individuellen körperlichen Voraussetzungen spielen eine große Rolle.

Gesundheitliche Vorteile

Der Vorteil von schnellem Abnehmen ist offensichtlich: Jedes Kilo an überzähligen Gewicht, das abgebaut worden ist, kann den Körper nicht mehr belasten. Insbesondere die Gelenke werden dadurch geschont. Oftmals wird es auch erst durch ein schnelles Abnehmen zu Beginn einer Diät möglich, ein Sportprogramm zu beginnen oder die Bewegung im Alltag zu steigern.

Gesundheitliche Risiken

Auch wenn natürlich viele am liebsten möglichst schnell abnehmen wollen, überwiegen in den meisten Fällen die gesundheitlichen Nachteile deutlich. Durch den drastischen Entzug von Nahrung werden der Stoffwechsel und das Herz-Kreislauf-System stark belastet. Bereits bestehende Beschwerden können dadurch verstärkt werden. Da das Verdauungssystem keine Zeit hat, sich an das deutlich verringerte Nahrungsangebot anzupassen, kann sich Gallenflüssigkeit in der Galle sammeln. Das kann die Bildung von Gallensteinen begünstigen, die schmerzhafte Koliken verursachen können. Auch Gichtanfälle können eine Folge zu schnellen Abnehmens sein, da sich beim Abnehmen der Harnsäuregehalt im Blut erhöht. Durch den Nährstoffmangel und die allgemeine Belastung des Organismus, kann sich auch die Immunabwehr verschlechtern und dadurch das Risiko für Infektionskrankheiten erhöhen.

Starkes Übergewicht

Wer stark übergewichtig ist oder sogar unter krankhafter Adipositas leidet, hat häufig besonders große Probleme, eine erfolgreiche Diät zu beginnen, da der Stoffwechsel und der Kreislauf sich an das zu hohe Gewicht angepasst haben und die Möglichkeiten, die Gewichtsabnahme durch Bewegung zu unterstützen, stark eingeschränkt sind. In diesem Fall kann es sehr sinnvoll sein, mit einer Blitzdiät schnell vergleichsweise viel Gewicht zu verlieren. Das bringt nicht nur rasch sichtbare Erfolge und steigert dadurch die Motivation, längerfristig die Ernährung umzustellen, sondern macht es dem Abnehmwilligen nicht selten auch erstmals wieder möglich, den Alltag aktiver zu gestalten. Auch vor einer Operation kann es bei starkem Übergewicht notwendig sein, schnell sehr viel Gewicht zu verlieren. Da nicht selten bereits Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes vorliegen und schnelles Abnehmen den Körper zusätzlich stark belasten kann, sollte eine solche Diät aber nur unter ärztlicher Begleitung stattfinden.

Jugendliche

Nicht nur viele Erwachsene, sondern auch immer mehr Jugendliche haben mit ihrem Gewicht zu kämpfen. Wenn aber kein starkes Übergewicht vorliegt, sollte von Blitzdiäten und anderen Maßnahmen, um schnell abzunehmen, abgesehen werden. Da sich bei Jugendlichen der Körper noch im Wachstum befindet, können sich Nährstoffmängel, wie sie bei einseitigen Diäten nicht selten sind, langfristig auswirken. Sehr viel sinnvoller und auch für die Zukunft wirksamer ist es, mit den Jugendlichen eine gesunde Ernährungsweise zu trainieren und sie zu sportlichen Aktivitäten zu ermuntern.

Kinder und Senioren

Was für Jugendliche gilt, gilt noch in sehr viel stärkerem Maß für Kinder. Auch wenn gerade Kinder unter Übergewicht sehr leiden, da zu der körperlichen Belastung auch noch Spott und Ausgrenzung durch Gleichaltrige hinzukommen können, sollte außer in wenigen medizinisch begründeten Fällen von schnellem Abnehmen abgesehen werden. Zu groß ist die Gefahr, dass dadurch dem Körper langfristig geschadet wird. Wenn es innerhalb der Familie nicht gelingt, mit einer Nahrungsumstellung und gemeinsamem Sport das Gewicht des Kindes langsam, aber kontinuierlich zu senken, sollte eine Ernährungsberatung oder ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Auch Senioren sollten auf Radikalkuren verzichten, da ihr Körper ohnehin bereits oft durch verschiedene Erkrankungen belastet ist. Bestehende Kreislaufprobleme und eine verminderte Immunaktivität können durch schnelles Abnehmen verstärkt werden. Überdies kann es bei Senioren zu einem raschen Abbau von Muskelgewebe kommen, was langfristig nicht nur den Diäterfolg gefährdet, sondern auch zu einer weiteren Einschränkung der Mobilität führen kann.

Fazit

Die meisten Menschen sind mit ihrem Gewicht unzufrieden und möchten es gerne reduzieren, sie möchten abnehmen. Besonders in den Frühjahrsmonaten, wenn die Kleidung langsam wieder luftiger wird und weniger Verstecke bietet, tritt dieser Wunsch verstärkt auf. Ob er nun objektiv durch tatsächliches Übergewicht gerechtfertigt ist oder nur einer subjektiven Selbstwahrnehmung entstammt, das bleibt häufig dahin gestellt. Eins haben jedoch alle Abnehmwilligen gemeinsam: Es sollte schnell gehen. Am besten wäre es, wenn sichtbare Erfolge schon innerhalb weniger Tage einträten.

Doch Abnehmen ist keine Sache von heute auf morgen. Wo sich Körpergewicht über Jahre hinweg in größerem Umfang angesammelt hat, dort liegen Ursachen zugrunde, die sich nicht in wenigen Tagen beseitigen lassen. Schnell abnehmen ist hier schlicht und ergreifend nicht möglich. Müssen größere Mengen abgenommen werden, so ist in den meisten Fällen eine komplette Umstellung der Ernährung – und auch der Einstellung zum Essen überhaupt – notwendig. Diese lässt sich nur dauerhaft und mit viel Durchhaltevermögen und Energie bewältigen, wenn der Erfolg von Dauer sein sollte.

Wem dagegen zur gewünschten Bikinifigur nur 2 oder 3 Kilo Winterspeck im Weg sind, der kann diesen durchaus mit einer kleinen Crashdiät zu Leibe rücken. Ist die Dauer des Diäthaltens zeitlich begrenzt und erstreckt sich nur über einige Tage, so ist auch eine einseitige oder ungenügende Ernährung für den Körper ausnahmsweise einmal nicht schädlich. Wer auf diese Weise schnell abnehmen möchte, der kann einfach die eine oder andere Mahlzeit komplett ausfallen lassen oder seinen Speiseplan kurzfristig etwas weniger kohlenhydrathaltig zusammen stellen.

Natürlich gibt es viele Tipps und Tricks, mit denen sich eine Diät positiv unterstützen lässt, so dass das Abnehmen noch etwas schneller geht. Wer also seinen Speiseplan umstellt und optimiert, der sollte auch auf die gesamte Kalorienzahl achten, die er sich über den Tag hinweg zuführt. Entsprechende Bedarfstabellen orientieren sich nach Alter, Geschlecht, Größe und Ausgangsgewicht der jeweiligen Person und berücksichtigen auch die Art der alltäglichen Tätigkeit. Körperlich arbeitende Menschen verbrauchen natürlich mehr Kalorien am Tag als Menschen, die vorwiegend sitzende Tätigkeiten ausführen.

Hier kommt der Sport als interessanter Faktor ins Spiel: Körperliche Betätigung erhöht den Grundumsatz, und es wird grundsätzlich mehr Energie verbrannt. So lässt sich eine Diät wirkungsvoll durch Sport unterstützen. Wer Sport treibt, der kann unter Umständen wirklich schnell abnehmen. Doch Vorsicht: Wer Sport treibt, der hat aufgrund der verbrannten Energiemenge natürlich auch viel mehr Hunger! Doch Sport bietet noch viel mehr Vorteile: Während Sie Sport treiben, gehen Sie nicht aus Langeweile an den Kühlschrank oder knabbern Ungesundes vor dem Fernseher. Sport strafft Ihre Muskulatur und erhöht Ihr Wohlbefinden, und zudem wirkt er sich positiv auf Ihr gesamtes Herz-Kreislauf-System aus und regt Ihren Stoffwechsel an.

Doch wer keinen Sport mag, der sollte sich auch nicht dazu zwingen, nur um schnell abzunehmen. Auch viele gute Diätprodukte unterstützen den raschen Fortgang der Bemühungen, das Gewicht zu reduzieren. Nicht alle Produkte sind gleich gut, deshalb sollten Sie nicht wahllos nach dubiosen Angeboten greifen, sondern sich von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Wichtig ist es, stets im Auge zu behalten, dass der Konsum eines Diätprodukts noch lange nicht garantiert, dass Sie schnell abnehmen. Vielmehr unterstützt das Diätprodukt Ihre Bemühungen nur dann, wenn Sie auch Ihre Ernährung umstellen und sich ganz bewusst mit dem Thema Ihres Ess- und Konsumverhaltens auseinandersetzen.

Wunderpillen, die ein schnelles Abnehmen versprechen, und bei deren Einnahme die Pfunde ganz von selbst nur so purzeln, sind generell kritisch zu betrachten. Bei längerfristigem Konsum können sie sogar regelrecht gesundheitsschädliche Nebenwirkungen haben. Dennoch werden sie von vielen Menschen immer noch in großen Mengen konsumiert, da der Wunsch nach einem schlanken Körper allgegenwärtig ist, der Wille jedoch häufig leider nicht stark genug für das notwendige Umdenken.

Wenn Sie größere Mengen an Gewicht reduzieren wollen, dann gehen Sie also lieber systematisch und überlegt vor. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder von einem Ernährungsexperten beraten. Prüfen Sie Ihr eigenes Essverhalten kritisch, und versuchen Sie, Ihren Speiseplan langfristig und dauerhaft zu optimieren. Denn nur, wenn Sie Ihr Konsumverhalten nachhaltig umstellen, werden Sie die überflüssigen Pfunde nicht nur verlieren, sondern das erzielte niedrige Gewicht auch halten können. Ebenso wie sich das Übergewicht nicht plötzlich eingestellt, sondern meist über Jahre hinweg kontinuierlich entwickelt hat, wird es auch nicht plötzlich, sondern nur nach und nach verschwinden. Wer sich jedoch standhaft an einen vernünftigen Diät- und Ernährungsplan hält und sich nicht selbst beschummelt, der wird auch einigermaßen schnell abnehmen.

Diäten im Vergleich

Die meisten Menschen machen irgendwann in ihrem Leben einmal eine Diät, viele sogar häufiger oder in regelmäßigen Abständen. Per Definition bedeutet eine Diät nichts weiter als die Regulierung des Speiseplans unter Berücksichtigung oder Auslassung bestimmter Lebensmittel.

In den meisten Fällen ist der Wunsch, einige Kilo Körpergewicht zu verlieren, der größte Motivationsfaktor hinter einer Diät. Wichtig ist es dabei, dass der Abnehmwillige eine passende, geeignete und vor allem gesunde Diätform für sich findet. Nicht jeder Diätplan eignet sich für jede Diätdauer, und vieles, was kurzfristig gerade noch in Ordnung ist, ist langfristig nicht unbedingt gesund. Deshalb ist die Ausgangsposition kritisch zu betrachten: Sollen nur einige wenige Kilo an Gewicht verloren werden, die objektiv betrachtet vielleicht eher im kosmetischen Bereich liegen, oder hat der Betreffende tatsächlich ein medizinisch definiertes Übergewicht?

Schnell abnehmen vs. langfristig abnehmen

Wer nur schnell seinen Körper in Bikiniform bringen und zum Beispiel weniger als 5 Kilo verlieren möchte, sich aber bei guter Gesundheit befindet, der kann einen kurzfristigen Diätplan aufstellen, bei dem eventuell sogar durch ein etwas einseitiges Ernährungskonzept schnell überflüssige Pfunde abgebaut werden. Wer jedoch tatsächlich an krankhafter Adipositas leidet oder zumindest den Bereich des medizinischen Normalgewichts bereits verlassen hat, der sollte eine Diätform wählen, die auch über einen längeren Zeitraum hinweg einzuhalten ist. Es ist wichtig, dass der Körper gleichmäßig mit allen benötigten Nährstoffen, das heißt, mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung versorgt wird.

Ausgewogene Ernährung

Die Umstellung von Lebens- und Essgewohnheiten, die sich möglicherweise über viele Jahre hinweg eingeschlichen haben, ist hier einer der grundlegenden Punkte. Sich gesund zu ernähren, das bedeutet nicht, dass man auf alles verzichten sollte, das einem besonders gut schmeckt. Ganz im Gegenteil: Eine gesunde Ernährung beinhaltet einen abwechslungsreichen Speiseplan, auf dem (fast) alle Lebensmittel erlaubt sind. Nur eben in den richtigen Mengen und in der richtigen Zusammensetzung. Dafür erhalten Sie hier einige hilfreiche und nützliche Tipps.

Crashdiät/Blitzdiät

Gerade die so beliebten Crash- und Wunderdiäten bringen häufig nur einen kurzfristigen Erfolg. Recht schnell setzt der gefürchtete Jo-Jo-Effekt ein, und die abgespeckten Kilos wandern zurück an ihre angestammten Plätze. Dieses Phänomen ist im Grunde ganz leicht zu erklären: Bei einer Crash-Diät folgt der Abnehmwillige einem vorgegebenen Diätschema, ändert jedoch seine Ess- und Lebensgewohnheiten nicht langfristig. Er setzt sich dabei nicht mit seiner Ernährungsproblematik und den möglichen Fehlern in seinem Essverhalten auseinander. Das bedeutet, es findet kein Lerneffekt statt und sobald die Diät beendet ist, fällt er in alte Ernährungsmuster zurück.

Eine weitere Gefahr birgt der Verzicht, der häufig mit einseitigen Diäten verbunden ist. Kaum ist die Diät beendet, hat die Gier nach den „verbotenen“ Lebensmitteln auch schon ihren Höhepunkt erreicht, und sie werden häufig sogar im Übermaß konsumiert. Dies macht schnell den vordergründigen Diäterfolg zunichte. Auch bei vielen Fertigprodukten und Diätprodukten und -pülverchen kann dieser Effekt beobachtet werden. Möchte man nur einige wenige Kilo verlieren, ist dies gesundheitlich noch zu vertreten, bei größerem Gewichtsverlust treten jedoch schnell auch gesundheitliche und psychische Probleme durch das ständige Auf und Ab des Gewichts auf.

Monodiäten

Wie der Name schon sagt, ist eine Monodiät sehr einseitig. Wer sich für diese Variante entscheidet, darf nur ein bestimmtes Nahrungsmittel essen. Im Test haben sich als Reis oder Kartoffeln, Obst oder Gemüse, Eier oder mageres Fleisch als geeignet erwiesen. Die tägliche Verzehrmenge des gewählten Lebensmittels ist nicht begrenzt. Dazu sollen mindestens 3 Liter ungesüßter Tee oder Wasser pro Tag getrunken werden. dieser Diät ist zum einen die tägliche Kalorienmenge sehr stark einzuschränken. Mehr als 1000 kcal pro Tag werden selten erreicht. Zum anderen soll der Organismus durch den Mangel an lebensnotwendigen energieliefernden Nährstoffen wie Fett und Kohlenhydrate, wenn man Fleisch als Nahrungsmittel wählt oder Fett und Eiweiß, wenn man sich zum Beispiel für Reis oder Kartoffeln entscheidet, gezwungen werden, sein Fettdepot anzugreifen, um daraus das Defizit auszugleichen. In der Praxis wird dieser Effekt jedoch kaum erzielt, da die Diät auf Grund ihrer Einseitigkeit nicht lange durchgehalten werden kann. Schnell entwickelt sich Widerwillen gegen das gewählte Nahrungsmittel. Da innerhalb dieser Kost der Einsatz von Kochsalz nicht erlaubt ist, wird eine Gewichtsreduzierung meist ausschließlich durch Wasserverlust erzielt. Sobald der Nahrung wieder Kochsalz beigemengt wird, wird das Wasser wieder eingelagert und das Gewicht steigt entsprechend. Experten raten von dieser Diät strikt ab, da die Einseitigkeit zu einem Mangel an lebensnotwendigen Nährstoffen führt. Eine dauerhafte Gewichtsabnahme durch Abbau von Fettreserven wird nicht erreicht. Ein hoher Wasserverlust belastet den Organismus. Eine Anleitung oder Gewöhnung an eine energieangepasste Folgeernährung wird weder angestrebt noch erreicht. Der Aspekt vermehrter körperlicher Bewegung fehlt völlig. Nach Beendigung dieser rigiden Ernährung tritt mit Sicherheit der Jo-Jo-Effekt ein.

Ananasdiät

Die Ananas-Diät ist ein typischer Vertreter der Monodiäten. Neben drei Litern Flüssigkeit dürfen beziehungsweise sollen mindestens drei Kilogramm Ananas gegessen werden. Trinken sollte man Wasser und ungesüßten Tee oder ungesüßten Ananas-Saft. Der gewichtsreduzierende Effekt der Ananas soll in dem ihr eigenen Enzym Bromelain liegen, das die Fettverwertung aus dem Essen verhindern und die Fettverdauung anregen soll. Außerdem soll Bromelain entzündungshemmend wirken und die Fließgeschwindigkeit des Blutes verbessern. Unbestritten ist Bromelain in der Ananas zu finden. Allerdings wurden die gesundheitlichen Einflüsse bisher mit keinem wissenschaftlichen Test nachgewiesen. Im Gegenteil, das Enzym wird durch die Säure des Magens inaktiv und kann deshalb im Dünndarm, wo die Fettverdauung erst beginnt, nicht mehr wirken. Zwar gilt die Ananas als mineral- und ballaststoffreiche, kalorienarme Frucht mit 55 kcal pro 100g, doch beim Verzehr von drei Kilogramm werden 1.750kcal erreicht, was keine große Einsparung bedeutet. Der erlaubte ungesüßte Ananassaft ist im Handel nicht erhältlich. Im Reformhaus werden Konserven ohne Zuckerzusatz angeboten. Deren Saft kann getrunken werden. Der Verzehr der Ananas aus diesen Konserven ist aber schon nicht mehr im Sinne dieser Diät, denn es soll überwiegend frisches Fruchtfleisch gegessen werden. Die Ananas-Diät gilt als Crash-Diät, dass heißt unter ihrer Anwendung wird schnell eine große Gewichtsreduktion erreicht. Allerdings ist dieser Gewichtsverlust nur ein Wasserverlust. In den seltensten Fällen kann eine Ananas-Diät auf Grund ihrer Eintönigkeit so langfristig praktiziert werden, um den Körper tatsächlich zum Abbau seiner Fettreserven zu zwingen. Mediziner warnen vor Crash-Diäten, weil sie den Organismus extrem belasten. Ernährungsberater verweisen auf die Unterversorgung mit essentiellen Nährstoffen und bemängeln, dass Crash-Diäten im Allgemeinen und die Ananas-Diät im Speziellen immer eine schnelle und über das Ausgangsgewicht hinausgehende Gewichtszunahme bei Rückkehr in alte Ernährungsgewohnheiten zu Folge haben, da es mit ihnen nicht gelingt, die Ernährung dauerhaft umzustellen. Auch der förderliche Aspekt vermehrter Bewegung bleibt unbeachtet.

Mayo Diät

Auch die Mayo- oder Eier-Diät gehört zu den Monodiäten. Im Vergleich zu anderen ist sie jedoch nicht nur auf ein Lebensmittel beschränkt, denn sie erlaubt neben Eiern auch mageres Fleisch, Salat und Gemüse. Das Hautaugenmerk liegt aber auf dem Verzehr von Eiern. 25 Eier sollen pro Woche gegessen werden, egal in welcher Zubereitungsform. Durch den Einsatz von magerem Fleisch und Gemüse wird etwas mehr Vielfalt erreicht. Allerdings die Verwendung von Fett, Brot, Kartoffeln, Reis oder Nudeln ist ebenso verboten wie die von Kochsalz. Zwei bis drei Litern ungesüßter Tee oder Wasser sollten unbedingt pro Tag getrunken werden. Durch den hohen Eiweißanteil im Essen bei gleichzeitig verminderter Energiezufuhr, weil die Kohlenhydrate fehlen, soll der Organismus gezwungen werden, Eiweiß der Nahrung in Energie umzuwandeln. Dieser biochemische Prozess verbraucht seinerseits viel Energie, so dass langfristig auch die Fettreserven abgebaut werden müssen. Gleichzeitig soll die eiweißreiche Ernährung verhindern, dass Muskelmasse abgebaut wird. Der Abbau von Muskelmasse ist deshalb zu vermeiden, da Muskelzellen Energie verbrauchen. Je geringer also der Muskelanteil an der Körpermasse, je geringer der Energiebedarf. Das lange Sättigungsgefühl durch eiweißreiches Essen soll Hungerattacken vermeiden. Trotz größerer Vielfalt fällt auch diese Diät im Test von Ernährungsexperten und Mediziners durch. Neben dem Mangel an Ballaststoffen, essentiellen Fettsäuren und pflanzlichen Eiweißen besteht die Gefahr, dass durch den geforderten Eierkonsum der Cholesterinspiegel massiv ansteigt und Fettstoffwechselstörungen auftreten. Der hohe Eiweißanteil im Essen kann die Nieren schädigen und zu Gicht führen. Auch wenn Eier in jeder Form erlaubt sind, wird sich die Zubereitung eher auf weich oder hart gekochte Eier beschränken, da es küchentechnisch schwierig ist, Rührei oder Spiegelei ohne Bratfett anzufertigen. Rasche Anfangserfolge gelten als sicher, bergen aber auch immer die Gefahr eines Jo-Jo-Effektes in sich. In den Anweisungen zur Mayo-Diät ist keine nachhaltige Ernährungsumstellung erkennbar und auf die Bewegung wird keinerlei Bezug genommen.

Eiweiß Diät

Die Eiweiß-Diät ist bei Sportlern sehr beliebt. Im Rahmen dieser Diät sind nur magere eiweißreiche Nahrungsmittel wie mageres Fleisch, magerer Fisch oder mageres Geflügel, Sojaprodukte und fettarme Milch und Milchprodukte erlaubt. Ein wenig Bereicherung bringen kleine Portionen Obst oder Gemüse. Auf Fett und kohlenhydrathaltige Lebensmittel soll gänzlich verzichtet werden. Unterstützend können zusätzliche Eiweißdrinks in den Speiseplan eingebaut werden. Das Prinzip dieser Diät ist ebenfalls, den Organismus auf Grund der geringen Energiezufuhr zu zwingen, benötige Energie aus den Fettdepots zu requirieren. Der hohe Eiweißanteil garantiert den Erhalt und bei entsprechender sportlicher Aktivität sogar einen weiteren Aufbau an Muskelmasse. Hungergefühle werden nicht aufkommen, da ein eiweißreicher Speiseplan für lange Sättigung sorgt. In der Praxis ist auch diese Diät sehr eintönig und schwer über lange Zeit umzusetzen. Angestrebt wird auch hier nur eine schnelle Gewichtsreduktion ohne irgendwelche Hinweise darauf zu geben, wie das Wunschgewicht dauerhaft erhalten bleibt. Eine Rückkehr zu alten Ernährungsmustern hat unweigerlich einen raschen Gewichtsanstieg zur Folge. Mediziner warnen vor den Folgen einer extrem eiweißreichen Kost, wie die Gefahr von Nierenschädigung oder das Auftreten einer Gicht. Eine Unterversorgung mit essentiellen Fettsäuren, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen ist bei längerer Anwendung möglich, sofern nicht entsprechend angereicherte Eiweißpräparate mit eingebaut werden. Der Einsatz von Eiweißdrinks ist dann ein nicht zu verachtender Kostenfaktor. Außerdem wird im Rahmen einer gesunden Ernährung der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln, zu denen auch Eiweißpräparate gehören, nicht angestrebt. Die Diätvorschriften selbst geben keinen Hinweis auf vermehrte Bewegung.

New York Diät

Die New York Diät ist eine von dem Fitness- und Personaltrainer David Kirsch entwickelte und vermarktete Anleitung zur Gewichtreduktion bei gleichzeitiger Ausbildung eines durchtrainierten Körpers. Kirsch verspricht bei Einhaltung seines Programms eine Gewichtsabnahme von sieben Kilo in den ersten 14 Tagen. Er postuliert, dass von 7.00 Uhr bis 19.00 Uhr drei Hauptmahlzeiten sowie zwei Snacks gegessen werden dürfen. Kohlenhydrathaltige Lebensmittel, sofern erlaubt, dürfen nach 14.00 Uhr nicht mehr auf dem Speiseplan stehen. Das Programm von David Kirsch besteht aus drei Phasen. In der 14 tägigen 1. Phase sind nur Gemüse, Salat, weißes Fleisch, ungesüßter Tee und Mineralwasser erlaubt. Fett darf nicht verwendet werden. In der 2. Phase, die ebenfalls zwei Wochen durchgehalten werden soll, wird der Speiseplan durch Bohnen, Quinoa, Linsen, Süßkartoffeln, Beerenobst und Äpfel erweitert. Die 3. Phase gilt auf unbegrenzte Zeit. Jetzt dürfen täglich zwei Lebensmittel, die in Phase eins verboten waren, zusätzlich in den Ernährungsplan mit aufgenommen werden. Kirsch empfiehlt zur weiteren Unterstützung den Einsatz von Eiweißdrinks und Vitamin- und Mineralstoffpräparaten, die er selbst vertreibt. Dazu hat Kirsch ein Trainingsprogramm von 45 -90 Minuten entwickelt, das zweimal täglich absolviert werden soll. Dazu notwendige Fitnessgeräte vertreibt Kirsch ebenfalls selbst. Im Vergleich zu anderen eiweißreichen, kohlenhydratarmen Ernährungsvorschlägen, ist die New York Diät sehr teuer, da Eiweißdrinks, Multivitamin- und Mineralstoffpräparate sowie die entsprechenden Fitnessgeräte gekauft werden müssen. Eine Gewichtsreduktion wird mit Sicherheit erreicht, allerdings kaum in der versprochenen Höhe, denn durch den intensiven Sport wird die Muskelmasse erhöht. Muskelgewebe wiegt im Vergleich zu Fettgewebe aber mehr. Der zeitliche Aufwand, der für das Fitnessprogramm gefordert wird, ist hoch und muss in den individuellen Tagesablauf integriert werden können. Orthopäden warnen vor erhöhter Verletzungsgefahr, gerade bei Untrainierten. Sportwissenschaftler halten die Regenerationszeiten für zu kurz. Der hohe Eiweißanteil dieser Ernährung führt zur Gefährdung, die Nieren zu schädigen und an Gicht zu erkranken. Im Hinblick auf die Anforderungen an eine gesunde Ernährung ist die New York Diät zu ballaststoffarm und es fehlt ihr an ausreichend Obst und Gemüse, denn eine dauerhafte Vitamin- und Mineralstoffsubstitution ist nicht Ziel einer gesunden Kost. Ebenso ist der dauerhafte Einsatz von Eiweißdrinks laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht erstrebenswert.

Strunz Diät

Die Strunz-Diät hat viele Gemeinsamkeiten mit der New York Diät. Auch hier wird viel Wert auf Sport gelegt. Entwickelt wurde das Programm von Dr. Ulrich Strunz. Die Strunz-Diät ist eine Weiterentwicklung der Forever-Young-Diät. Erreicht werden soll ein dauerhaft gesundes Körpergewicht. Als sportliche Betätigung empfiehlt Dr. Strunz Nordic Walking oder Laufen. Am besten sollte man bereits nüchtern vor dem Frühstück mindestens 30 Minuten laufen; zur schnelleren Gewichtsabnahme zusätzlich abends nochmals 30 Minuten. Der Ernährungsplan der Strunz Diät besteht aus drei Phasen. In den ersten zwei Wochen, der Fatburning-Phase, sind nur Obst, Gemüse und Eiweißdrinks erlaubt. Dazu Wasser und ungesüßter Tee. Während der zweiten bis zehnten Woche soll täglich zwischen der Anfangsphase und der Ernährung nach den Regeln der Forever-Young-Diät gewechselt werden. Ab der elften Woche soll die Ernährung dann dauerhaft aus viel Obst und Gemüse nach einem bestimmten Baukastenmodell bestehen. Die genauen Vorgaben einer Forever-Young-Diät sowie die genaue Zusammenstellung der Nahrung nach dem Baukastenmodell kann man nur erfahren, wenn man entsprechende Publikationen von Dr. Strunz käuflich erwirbt. Daher muss mit einem Kostenaufwand für das Diätprogramm, für die Eiweißdrinks und Vitamin- und Mineralstofftabletten gerechnet werden. Das zeitintensive Sportprogramm lässt sich nur schwer in einen acht Stunden Arbeitstag einbauen. Sport und Energiereduzierung sorgen für Gewichtsverlust. Die eiweißreiche Ernährung birgt die Gefahr einer Nierenschädigung oder des Auftretens einer Gicht. Da nach den Regeln einer gesunden Ernährung auf Nährstoffsubstitution verzichtet werden soll, geht für die Strunz Diät im Test der Daumen nach unten.

Formula Diät

Von Formula Diäten spricht man bei Kostformen, in denen eine oder mehrere Mahlzeiten durch industriell hergestellte, eiweißreiche Drinks ersetzt werden. Je nach Anbieter können die Drinks bereits fertig angerührt sein, oder in Pulverform vorliegen. Dieses Pulver muss dann vom Verbraucher nur in Wasser eingerührt werden. Die Pulver oder Drinks sind so konzipiert, dass sie trotz eines sehr geringen Energiegehalts eine ausreichende Zufuhr von allen essentiellen Nährstoffen garantieren, denn sie unterliegen der Diätverordnung. Formula Diäten können als sogenannte Crash Diäten eingesetzt werden. Dann müssen alle Mahlzeiten durch einen Drink ersetzt werden. Im Rahmen einer langfristigen Gewichtsreduktiondiät werden für eine begrenzte Zeit alle Mahlzeiten mit den Drinks bestritten. Nach und nach werden die Drinks wieder durch selbstzubereitete Mahlzeiten ersetzt. Für die Mahlzeiten werden entsprechende Rezepte angeboten, die sich an den Vorgaben einer gesunden Mischkost orientieren. Um das erreichte Wunschgewicht langfristig zu halten, wird empfohlen immer mal wieder eine Mahlzeit als Drink einzubauen. Der Einsatz einer Formula Diät ist bei geringem Übergewicht nicht zu empfehlen, da unter ihrer Anwendung keine Hinweise auf bisherige Fehler beziehungsweise Anleitungen für eine Ernährungsumstellung erfolgt. Bei hochgradigem Übergewicht, BMI >30, kann eine Formula Diät durchaus hilfreich, da eine schnelle Gewichtsreduktion erreicht wird, was sich motivierend auswirkt. Der hohe Eiweißanteil dämmt Hungergefühle. Auf Grund der Zusammensetzung der Drinks ist ein Mangel an essentiellen Nährstoffen nahezu ausgeschlossen. Allein die geforderte Menge an Ballaststoffen kann unter Umständen nicht erreicht werden. Manche Hersteller bieten deshalb kleine ballaststoffreiche Riegel an, die als Snacks verzehrt werden können. Bei langer ausschließlicher Anwendung ist die verminderte Kautätigkeit kritisch zu sehen. Für den Verbraucher sind Formula Diäten problemlos in den Alltag zu integrieren. Nur bei Einladungen zum Essen kann es schwierig werden, wenn alle Mahlzeiten mit dem Eiweißdrink ersetzt werden. Eine längerfristige Anwendung wird eintönig, da es Formula-Drinks nur in wenigen Geschmacksrichtungen gibt. In einem Test verschiedener Diäten hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung vor den Risiken einer Formula Diät gewarnt, denn werden die Portionsgrößen verringert oder die angegebene Trinkmenge nicht erreicht, kann es zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Schwindel, Herzrhythmusstörungen oder Haarausfall kommen. Ein ärztlicher Gesundheitscheck vor Beginn einer Formula-Diät ist ebenso ratsam wie eine ärztliche Begleitung während der Anwendung dieser Diät. Ein Umdenkprozess hin zu einer gesunden Mischkost erfolgt nur durch die bereitgestellten Rezepte. Ernährungsgewohnheiten werden nicht analysiert und geändert. Die Notwendigkeit vermehrte Bewegung bleibt unberücksichtigt.

Almased

Eine Diät mit Almased gehört zu den sogenannten Formula-Diäten. Das Almased Vitalpulver besteht aus Sojaeiweiß, probiotischem Joghurtpulver sowie Honig. Für eine Mahlzeit werden 50g Almased Vitalpulver in 200ml stilles Wasser, fettarme Milch oder Buttermuttermilch eingerührt und mit 5g hochwertigem Öl, wie zum Beispiel Rapsöl, Mandelöl oder Sonnenblumenöl angereichert. Eine handelsübliche 500g Dose reicht also für 10 Mahlzeiten. Der Hersteller wirbt mit optimaler Nährstoffzusammensetzung bei geringem Energiegehalt seines Produkts. Almased Vitalpulver soll das Gewicht schnell durch den Abbau von Körperfett ohne den Verlust an Muskelmasse und ohne Hungergefühl senken. Studienergebnisse der Freiburger Universität belegen zudem, dass die Schilddrüsenaktivität nicht eingeschränkt und die Produktion der Hormone Leptin, Corosol und Insulin durch Almased gefördert wird. Dadurch werden Vitalität und Immunabwehr gestärkt, die gute Laune positiv verstärkt und Anti-Aging Effekte erzielt. 2005 hat Ökotest 14 Formula-Diäten in einem Test untersucht. Nur Almased Vitalpulver erhielt die Note ungenügend. Die Tester kritisieren, dass Almased Vitalpulver die gesetzlichen Anforderungen gemäß der Diätverordnung nicht erfüllt. Erst wenn der Verbraucher der jeweiligen Portion 5 g Öl hinzufügt, ist eine Unterversorgung mit essentiellen Fettsäuren ausgeschlossen. 5 g Öl sind schwer zu dosieren und darin sieht Ökotest die Gefahr, dass der Verbraucher die Zugabe von Öl einfach unterlässt. Der vorgeschriebene Ballaststoffanteil wird ebenfalls nicht erreicht. Angaben zu täglich notwendigen Trinkmengen fehlen völlig. Last but not least wird in dem Test festgestellt, dass bei allen Produkten auf Soja-Basis gentechnisch veränderte Soja-Anteile nachgewiesen wurden. Diese sind mengenmäßig jedoch so gering, dass sie nicht deklariert werden müssen. Almased Vitalpulver hilft mit Sicherheit, das Gewicht zu reduzieren. Allerdings fehlen Anleitungen, wie das Wunschgewicht ohne den Einsatz von Almased gehalten werden kann. Im Gegenteil: Durch die Empfehlung nach erfolgter Gewichtsreduktion auch weiterhin immer wieder Almased-Drink Mahlzeiten in den Speiseplan einzubauen, soll eine langfristige Kundenbindung erreicht werden. Die angebotenen Rezepte für selbst herzustellende Mahlzeiten garantieren nur dann eine dauerhafte Änderung in den Ernährungsgewohnheiten, wenn allein sie bei der Speisenherstellung verwendet werden. Anleitungen, individuelle Rezepte den Grundlagen der gesunden Ernährung anzupassen, gibt es nicht. Die Anwendung von Almased bedeutet einen hohen Kostenaufwand. Allerdings ist das Vertriebsnetz über Apotheken, Drogerien oder das Internet sehr verbraucherfreundlich. Vermehrte Bewegung spielt bei der Diät mit Almased keine Rolle.

BCM

Die BCM-Diät, oder Body Cell Mass Diät, ist eine Formula Diät. Ihre Anwendung setzt eine genaue Analyse der Körperfettmenge, Muskelmasse und der Wasseranteils des Anwenders voraus. Danach wird ein Plan erstellt, wie viele Mahlzeiten pro Tag durch BCM-Produkte ersetzt werden sollen. Weitere Messungen während der Anwendung von BCM lassen erkennen, ob der Gewichtsverlust tatsächlich durch Fettabbau zustande kommt. Durch die eiweißreiche und kalorienarme Ernährung bei Verwendung der BCM Produkte soll das Körpergewicht gesenkt werden. Die BCM-Diät ist als Gruppentherapie konzipiert und wird überwiegend von Ärzten oder Ernährungsberatern angeboten. In den wöchentlichen Gruppentreffen werden die Analysen von Fett-, Muskel- und Wasseranteil im Körper durchgeführt und ausgewertet. Weiterhin sollen die Teilnehmer während dieser Treffen dahingehend geschult werden, wie sie ihre Ernährung dauerhaft umstellen können. Mittlerweile gibt es auch entsprechende Online-Angebote, wo mit Hilfe von Newslettern Wissenswertes vermittelt wird und der Austausch der Mitglieder untereinander in Foren oder Chatrooms stattfindet. Die Diät mit BCM gehört zu den sogenannten Formula Diäten. Die angebotenen Produkte unterliegen damit den Vorschriften der Diätverordnung, so dass eine ausreichende Versorgung mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen garantiert ist. Umfang und Inhalt dieser Schulungen hängt von dem Engagement des Gruppenleiters ab und damit auch der Erfolg einer Ernährungsumstellung. Die Betreuer müssen über genügend Zeit und Wissen verfügen, um Anleitungen für eine Ernährungsumstellung geben zu können. So gilt es zum Beispiel auch zu informieren, wie man sich bei Einladungen oder in Stresssituationen dennoch richtig ernährt. Die Teilnahme an Gruppentreffen ist kostenpflichtig, sodass neben dem im Vergleich zu anderen Formula-Diätanbietern recht teuren Pulver oder Riegeln noch weitere Kosten entstehen. Obwohl das Angebot mit süßen Eiweißshakes, Suppen und Riegeln relativ vielfältig ist, ist das Geschmackserlebnis auf Dauer gesehen doch recht eintönig. Die Einbindung der Produkte in den Alltag ist jedoch gut möglich. Positiv an einer Diät mit BCM ist die vorgesehene drei- bis fünfjährige Nachbetreuung. Als Kritikpunkte sind aus Sicht der Experten die geringe Notwendigkeit zu kauen und die Ballaststoffarmut anzuführen. Die wöchentlichen Treffen sollten eingehalten werden und müssen daher in den Zeitplan integriert werden und das über längere Zeit. Das könnte beim individuellen Zeitmanagement zu Problemen führen.

Kohlenhydrate Diät

Was genau unter einer Kohlenhydrate Diät verstanden wird ist unklar. Manche unter diesem Begriff angebotene Diät geht von einer Reduzierung der täglichen Kohlenhydratzufuhr aus. Andere wieder sagen, dass überwiegend kohlenhydrathaltige Lebensmittel im Speiseplan Berücksichtigung finden sollen und eine dritte Gruppe macht die Diät von der Art der verwendeten Kohlenhydrate abhängig. Low carb Diäten setzen auf die Einschränkung von Kohlenhydrate einschränken bei gleichzeitig hohem Eiweißanteil. Ein ebenso bekannter wie im Test von Medizinern und Ernährungsexperten wie umstrittener Vertreter ist die Atkinsdiät. Eine kohlenhydratreiche Kostform ist die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung geforderte ausgewogene gesunde Mischkost. Auch vegetarische Ernährungsformen im Allgemeinen und vegane Kost im Speziellen sind aufgrund ihrer Lebensmittelauswahl kohlenhydratreich. Low carb Diäten führen immer zu einem Mangel an Ballaststoffen. Eine ausreichende Zufuhr aller notwendigen Vitamine und Mineralstoffe wird selten erreicht. Da bei kohlenhydratarmen Diäten meist auch der Fettverbrauch reglementiert wird, ist es möglich, dass nicht alle essentiellen Fettsäuren in der geforderten Menge im Essen enthalten sind. Da Getreideprodukte, Brot und Backwaren nicht nur kohlenhydratreich sind, und damit nicht oder nur in ganz geringen Mengen verzehrt werden sollen, sondern zugleich auch lebensnotwendiges pflanzliches Eiweiß liefern, wird es hier zu einem Mangel kommen. Die dritte Diätvariante, die Kohlenhydrate in den Mittelpunkt ihrer Ernährung stellt, geht von der Wirkweise der Kohlenhydrate aus. Um die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydratbausteine vom Blut in die Zellen zu schleusen, benötigt der Körper das Hormon Insulin. Dieses befindet sich in einem bestimmten Level, dem sogenannten Insulinspiegel, immer im Blut. Bei einer Nahrungsaufnahme wird von der Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin ins Blut abgegeben und der Insulinspiegel steigt. Ein hoher Insulinspiegel verhindert aber die Fettverbrennung. Weiterhin ist der Insulinspiegel maßgeblich für unser Hungergefühl. Sinkt der Insulinspiegel zu weit ab, bekommen wir Hunger, als Aufforderung des Organismus für Energie- und Nährstoffnachschub zu sorgen. Ist auf Grund einer dauerhaften Überernährung der Insulinspiegel stets hoch, lösen schon kleine Veränderungen nach unten Hunger aus, obwohl eigentlich noch kein Bedarf für Nachschub vorliegt. Low carb Diäten machen sich den Effekt zu nutzen, dass bei eiweißreicher Kost eine lange Sättigung erreicht wird. Das einer erfolgreichen Gewichtsreduktion oft entgegenstehende Hungergefühl soll beim Anwender nicht aufkommen. Durch einen hohen Eiweißanteil bei gleichzeitiger Energiereduzierung in der Nahrung soll verhindert werden, dass der Körper Muskelmasse abbaut. Im Gegensatz zu Fettzellen, die ausschließlich Depotzellen sind und damit keine Energie verbrauchen sind Muskelzellen Arbeitszellen, die Energie benötigen. Ein Abbau von Muskelzellen bedeutet, dass der Energiebedarf des Körpers sinkt, also energiereduzierter gegessen werden muss. Bei eine kohlenhydratreichen Ernährung sollen 50% bis 55% der täglichen Energiemenge aus Kohlenhydraten gewonnen werden. Kohlenhydrate, besonders aus Vollkornprodukten und Gemüse gewonnen, haben einen langen Sättigungswert. Außerdem ist Gemüse kalorienarm. Ein hoher Kohlenhydratanteil, bei gleichzeitig geringem Fettanteil lässt Fettpolster schwinden oder gar nicht erst entstehen. Eine Ernährung, die sich überwiegend nach dem glykämischen, also Insulinspiegel beeinflussenden, Index de Kohlenhydrate richtet, möchte den Insulinspiegel niedrig halten, um so die Fettverbrennung zu fördern. Mit allen drei Varianten kann eine Depotfett- und damit eine Gewichtsreduzierung erreicht werden. Law carb Diäten bergen auf Grund ihres hohen Eiweißanteils die Gefahr der Nierenschädigung und einer Gichterkrankung in sich. Außerdem ist eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen sowie Ballaststoffen nicht sicher gewährleistet. Bei kohlenhydratreicher Ernährung besteht die Gefahr, dass bei einem hohen Zuckeranteil, Zucker ist reines Kohlenhydrat, die Energiezufuhr deutlich erhöht wird. Ernährungsformen nach dem glykämischen Index sind zweifelhaft, da sich der glykämische Index unter bestimmten Bedingungen verändert. Praktikabel ist jede Kostform. Eine Law carb Diät ist oft eintönig. Mit ihr wird es im Gegensatz zu einer kohlenhydratreichen Ernährung schwer, eine dauerhafte Änderung im Essverhalten und der Auswahl und Zubereitung von Nahrungsmitteln zu erreichen. Keine der drei Ernährungsformen nimmt Bezug auf die Bewegung.

Glyx Diät

Man weiß heute, welche Kohlenhydratlieferanten einen hohen und welche einen geringen Anstieg des Blutzucker- beziehungsweise des Insulinspiegels nach sich ziehen. Es gibt daher eine Einteilung kohlenhydrathydrathaltiger Lebensmittel nach dem sogenannten glykämischen Index. Zucker zum Beispiel steht mit einem Index von über 100 an der Spitze, während Tomaten einen Index kleiner als 15 haben. Bei der Glyx Diät bleiben Fett und Eiweiß unberücksichtigt, das heißt Lebensmittel mit hohem Eiweißanteil und Fette können uneingeschränkt eingesetzt und verzehrt werden. Der Energiegehalt des Essens wird nicht berücksichtigt. Nur auf die Auswahl von kohlenhydratreichen Lebensmitteln wird Wert gelegt. Bevorzugt sollen Lebensmittel mit einem niedrigen Indexwert gegessen werden. Zucker und zuckerhaltige Speisen und Getränke sollen vermieden werden, ebenso wie Weißmehlprodukte und polierter Reis, stattdessen sollen Vollkornprodukte bevorzugt werden. Mit Hilfe der Glyx Diät soll eine Gewichtreduktion durch vermehrte Fettverbrennung erreicht werden. Die Glyx Diät hilft bei der Auswahl langsättigender kohlenhydrathaltiger Lebensmittel Eine Klassifizierung der Lebensmittel nach dem glykämischen Index ist jedoch umstritten, da sich der Index eines Lebensmittels verändern kann, je nachdem ob es roh oder gekocht verzehrt wird. Auch klimatische Verhältnisse und Bodenbeschaffenheit am Wachstumsort zu unterschiedlichen Ergebnissen bei ein und demselben Nahrungsmittel geführt. Der glykämische Index der Lebensmittel ist auch von Mensch zu Mensch verschieden. Der Indexwert eines Lebensmittels bezieht sich immer nur auf den isolierten Verzehr dieses Lebensmittels allein. Nahrungsmittelkombinationen werden von dem glykämischen Index nicht erfasst. Die Bewertung der Lebensmittel allein auf Grund ihres glykämischen Indexes ist irreführend. So hat Schokolade mit einem Kakaoanteil von mehr als 70% einen Index von nur 20. 100g dieser Schokolade liefern aber fast 400 kcal. Experten sind der Meinung, dass eine erfolgreiche dauerhafte Gewichtreduktion mit der Glyx Diät nicht zu erreichen ist, da die Energiezufuhr nicht reglementiert wird. Die Vorteile einer sportlichen Betätigung werden ebenso wenig berücksichtigt, wie Anleitungen für eine gesunde Mischkost gegeben werden. Für den Nutzer bedeutet eine Ernährung nach der Glyx Diät, dass er die Indexwerte der einzelnen Lebensmittel kennen oder in Tabellen nachschlagen muss.

Logi Diät

Logi ist die Abkürzung für low glycemic index, auf Deutsch niedriger glykämischer Index. Es handelt sich hierbei nicht um eine Diät, sondern um eine dauerhafte Ernährungsform, die von dem deutschen Arzt Nicolai Worm entwickelt wurde. Erlaubt sind alle Lebensmittel ohne Einschränkung. Bei der Auswahl der Lebensmittel soll jedoch großes Augenmerk auf ihren glykämischen Index gelegt werden. Welche Lebensmittel bei der Speiseplangestaltung wie berücksichtigt werden sollen stellt Nicolai Worm in seiner LOGI Pyramide dar. Unterste Stufe und damit die Basis allen Essens bilden Gemüse und Obst sowie hochwertige Öle. Mindestens zwei bis dreimal pro Tag sollen diese Produkte verzehrt werden. Gemüse sollte eher roh als gekocht auf den Tisch kommen und bei Obst sollten Früchte mit geringem Zuckergehalt gewählt werden. Stufe zwei beinhaltet die eiweißliefernden Lebensmittel wie Eier, Fleisch, Fisch, Geflügel, Milch und Milchprodukte als tierische Vertreter und Nüsse und Hülsenfrüchte als pflanzliche Eiweißlieferanten. Diese Lebensmittel sollen in kleinen Mengen in jede Mahlzeit eingebaut werden. In Stufe drei findet man Nudeln, Reis und Vollkornprodukte. Sie sind zwar nicht ausdrücklich verboten, doch sollten sie nicht allzu oft auf dem Speiseplan stehen. Die letzte Stufe beinhaltet Zucker und Lebensmittel mit hohem Zuckeranteil auch Getränke, alle Weißmehlprodukte und Kartoffeln. Durch eine Auswahl der Lebensmittel nach der Logi-Pyramide soll die Fettverbrennung gesteigert und so das Gewicht langsam reduziert werden. Das Wunschgewicht kann auf Dauer gehalten werden. Da bei dieser Ernährung kohlenhydratreiche Lebensmittel doch relativ stark eingeschränkt, wenn auch nicht völlig verboten sind, wird eine Ernährung nach Logi-Methode von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung abgelehnt, da die Zufuhr an ausreichend pflanzlichem Eiweiß nicht gewährleistet wird. Fehlende Mengenangaben zu den einzelnen Lebensmitteln machen dem Anwender die Umsetzung leicht, bergen aber die Gefahr in sich, dass der Energiebedarf überschritten wird, zumal Fett häufig unbegrenzt verwendet werden soll. Es bleibt zumindest fragwürdig, ob eine Nahrungsauswahl nach der Logi-Pyramide so eingehalten werden kann, dass damit eine langfristige Ernährungsumstellung gelingt.

South Beach Diät

Sie ist ein typischer Vertreter der low carb Diäten. Es handelt sich also um eine kohlenhydrateingeschränkte aber eiweißreiche Ernährungsform. Die Diät gliedert sich in drei Phasen. Während der ersten Phase, die 14 Tage dauern soll, dürfen Brot, Backwaren, Nudeln Reis und Kartoffeln nicht auf dem Speisezettel stehen. Obst und Gemüse sind in Menge und Auswahl ebenfalls stark eingeschränkt. Die Mahlzeiten sollen aus viel Fisch und kaliumreichen Gemüsesorten wie Spargel, Blumenkohl, Brokkoli und Spinat bestehen. Die zweite Phase erweitert den Speiseplan mit kohlenhydratliefernden Lebensmitteln. Allerdings sollte sich ihre Auswahl nach ihrem glykämischen Index richten, das heißt, je höher der Index, desto weniger sollte das Lebensmittel gegessen werden. Diese Vorschriften sind bis zum Erreichen des Wunschgewichts einzuhalten. Sobald dieses erreicht ist beginnt Phase drei, in der alles in jeder Menge wieder erlaubt und zwar solange, bis man wieder zunimmt. Ist dies der Fall beginnt man wieder mit Phase eins. Die Energiezufuhr wird durch strenge Diätvorschriften begrenzt. Die Fettverbrennung soll durch die Auswahl der kohlenhydrathaltigen Lebensmittel gefördert werden. Es wird ein zeitlich begrenzter Gewichtsverlust versprochen. Durch die rigide Lebensmittelauswahl in Stufe eins und zwei, ist das Essen sehr eintönig, was ein Durchhalten erschwert. Die Energieaufnahme in Stufe eins ist sehr gering, ähnlich der einer Crash-Diät. Außerdem ist die Ernährung kaliumreich, so dass Gewichtsverluste in erster Linie durch Wasserverluste hervorgerufen werden. In Stufe zwei wird der Anwender, was Mengenangaben oder Rezepturen betrifft, völlig allein gelassen. Die gewichtsreduzierende Wirkung einer Nahrungsmittelauswahl nur nach dem glykämischen Index ist umstritten. Es ist davon auszugehen, dass es in Phase drei schnell wieder zu einem Gewichtsanstieg kommt, da der Jo-Jo-Effekt einsetzt. Völlig unerwähnt bleibt der Einsatz von Fetten. Es ist nicht klar, ob sie verboten oder in irgendeiner Weise reglementiert werden. Medizinisch gesehen besteht die Gefahr einer nicht ausreichenden Versorgung mit Ballaststoffen und Vitaminen und Mineralstoffen. Das Ziel einer dauerhaften Ernährungsumstellung wird mit dieser Diät nicht erreicht. Körperliche Bewegung ist bei der South Beach Diät ohne Bedeutung.

Stoffwechsel Diät

Die Vorschriften einer Stoffwechseldiät sind sehr streng. Sie müssen genau eingehalten werden. Schon kleine Sünden führen zu sofortiger Gewichtszunahme. Stoffwechseldiäten sind meist für eine Dauer von 14 Tagen konzipiert, wobei die Anleitung der ersten Woche in der zweiten einfach wiederholt wird. Im Rahmen einer Stoffwechseldiät sind Alkohol und Zucker strengstens verboten. Das Frühstück besteht meist nur als schwarzem Kaffee oder Tee eventuell mit einem trockenen Brötchen oder Zwieback. Es sind nur drei Mahlzeiten vorgesehen. Mittag und Abendessen sind fett- und kohlehydratarm und eiweißreich. Stoffwechseldiät ist der Sammelbegriff für Diäten, die von der Theorie ausgehen, man könne mit einer Diät den Stoffwechsel dahingehend ändern, dass nach Beendigung der Diät für einige Zeit kein Gewichtsanstieg bei Rückkehr zu alten Ernährungsgewohnheiten mehr erfolgt. Je nach Diät werden bis zu 10 kg Gewichtsverlust und mehrere Jahre ohne Gewichtszunahme versprochen. Diese strengen Diätregeln bedürfen großer Disziplin bei der Umsetzung. Speziell das karge Frühstück ist für viele Anwender eine Belastung. Es gibt bisher keinen wissenschaftlichen, fundierten Test, der beweist, dass eine Stoffwechseldiät tatsächlich den Stoffwechsel beeinflusst. Es muss also davon ausgegangen werden, dass schnell ein Jo-Jo-Effekt entsteht. Die vorausgesagte Gewichtsreduktion kann kaum erreicht werden. Eine so drastische Energiereduzierung wie bei Stoffwechseldiäten birgt hohe gesundheitliche Risiken in sich, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen oder Nierenschädigungen. Mediziner und Ernährungsexperten warnen daher vor der Durchführung einer Stoffwechseldiät.

Anabole Diät

Die anabole Diät schränkt wie Kohlenhydratmenge zugunsten eines hohen Fett-und Eiweißanteils ein. dieser Diät ist es, den Stoffwechsel zu verändern. Eine Nährstoffrelation von 5% Kohlenhydraten, 25% Eiweiß und 60% Fett -im Vergleich dazu: Die Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für eine gesunde Nährstoffrelation gehen vom 10-15% Eiweiß, 30-35% Fett und 50-60% Kohlenhydraten aus- soll den Anteil anaboler Hormone im Blut erhöhen. Anabole Hormone fördern den Aufbau von Muskelmasse. Vermehrte Muskelmasse erhöht den Energiebedarf. Mit der angegebenen Nährstoffrelation lässt sich dauerhaft kein vernünftiger Speiseplan aufstellen. Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen viel fette Eiweißlieferanten zum Einsatz kommen, wie fette Käsesorten, fettes Fleisch, fettes Geflügel oder fetter Fisch. Dadurch können sich die Blutfettwerte in den krankhaften Bereich erhöhen. Eine so fettreiche Kost ist auch sehr energiereich und es ist zumindest fragwürdig, ob Muskelmasse allein, diesen hohen Energiegehalt auch verbrauchen kann. Im Test fällt die anabole Diät bei Gesundheitsexperten durch, denn die Ernährung ist ballaststoff-, vitamin- und mineralstoffarm. Der hohe Eiweißgehalt birgt das Risiko von Nierenschädigungen und Gichterkrankung. Weiterhin fehlt jeder wissenschaftliche Beweis, dass die Ernährung den anabolen Hormonspiegel ansteigen lassen kann. Die Bedeutung körperlicher Betätigung wird nicht berücksichtigt.

Metabolic Diät

Die Metabolic Diät auch Metabolic Balance geht davon aus, dass Übergewicht nur ein negativer Nebeneffekt ist, wenn ganzheitlich gesehen das körperliche Wohlbefinden nicht gewährleistet ist. Wolf Funfack und Silvia Bürkle hat ein Programm entwickelt, das das körperliche Wohlbefinden wieder herstellen soll. Dieses Programm vertreiben sie über die Metabolic Balance GmbH & Co. KG. Dazu wird mit einem Computerprogramm, das als Betriebsgeheimnis gehütet wird, aus 36 verschiedenen Blutwerten, Körpergewicht, Körpergröße, medizinischer Historie und persönlichen Vorlieben und Abneigungen ein Rahmenplan für erlaubte Nahrungsmittel und etliche Verhaltensregeln erstellt. Bevor dieser Plan zum Einsatz kommt wird der Organismus auf das eigentliche Stoffwechselprogramm vorbereitet. Dies geschieht in zwei Tagen, in denen Obst, Gemüse und Kartoffeln gegessen werden und mit Hilfe von Glaubersalz oder ähnlichen Abführprodukten der Darm weitestgehend entleert wird. Der Anwender erhält seinen Rahmenplan von einem durch das Unternehmen geschulten, aber selbständig arbeitenden Betreuer, meist Ärzte oder Heilpraktiker. Sie begleiten Nutzer in Gruppenkursen. Die Betreuer müssen die Erstellung des Rahmenplans bei der Firma bezahlen. Diese und ihre Beratungskosten stellen sie ihren Kunden in Rechnung. Die Metabolic Balance GmbH & Co. KG empfiehlt ihren Betreuern die Kosten nicht unter 380 Euro zu veranschlagen. Das Metabolic Balance Programm steht wegen mangelnder wissenschaftlicher Standards und der Tatsache, dass die Grundlagen, nach welchen die Rahmenpläne erstellt werden, nicht offengelegt werden, in der Kritik. Die Verbraucherzentrale Bayerns warnt deshalb vor der Nutzung dieses Programms. In der praktischen Umsetzung verlangt die Metabolic Diät hohe Disziplin, denn die Anweisungen sind sehr strikt. Soweit es sich bei der vorliegenden Intransparenz überhaupt bewerten lässt, kann aufgrund allgemeiner Angaben davon ausgegangen werden, dass alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Das Programm ist als dauerhafte Ernährungsform konzipiert, daher wird auf eine Ernährungsumstellung hin zu den Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung nicht abgezielt.

Max Planck Diät

Man sollte sich von dem Namen dieser Diät nicht irreführen lassen. Das Max-Planck-Institut hat mit dieser Kostform nichts zu tun, im Gegenteil, es distanziert sich ausdrücklich. Von wem diese Diät entwickelt wurde, ist unbekannt. Die Max Planck Diät ist eine extrem kohlenhydratarme Diät. Sie verspricht neben einem hohen Gewichtsverlust von neun Kilo in nur 14 Tagen auch, dass für die nächsten drei Jahre danach eine erneute Gewichtszunahme ausgeschlossen ist. Für die Dauer der Anwendung wird ein genauer Speiseplan vorgegeben, der strikt eingehalten werden muss. Dabei werden die Vorgaben der ersten Woche in der zweiten einfach wiederholt. Die Max Planck Diät soll nur für die Dauer von zwei Wochen angewendet werden. Eine Gewichtsreduktion wird durch den sehr geringen Energiegehalt der Mahlzeiten erreicht. Allerdings ist die Aussage, dass während der nächsten drei Jahre keine Gewichtszunahme mehr auftritt, haltlos. Die Max Planck Diät stellt an den Anwender sehr hohe Ansprüche. Sie ist sehr eintönig und die Zusammensetzung der Mahlzeiten ist zumindest gewöhnungsbedürftig. Es gehört schon eine gewisse Experimentierfreude dazu, sich ein Frühstück bestehend aus ungesüßtem schwarzen Kaffee und Möhren mit Zitrone vorzustellen. Die Bewertung von Experten fällt vernichtend aus. Zum einen wird bezweifelt, dass der versprochene Gewichtsverlust überhaupt erreicht werden kann. Aber auch ein geringerer Gewichtsverlust belastet den Organismus erheblich. Da die Diät nur 14 Tage angewandt werden soll, wird der Jo-Jo-Effekt langfristig eine Gewichtszunahme über das Ausgangsgewicht hinaus bewirken.

Trennkost

Bei der Trennkost werden die Lebensmittel in eine Gruppe der eiweißreichen Lebensmittel, in eine Gruppe der kohlenhydratreichen Lebensmittel und in eine Gruppe der neutralen Lebensmittel eingeteilt. Kohlenhydratreiche Lebensmittel sollen zweimal täglich, also morgens und abends verzehrt und eiweißreiche Lebensmittel mittags auf den Teller kommen. Lebensmittel der neutralen Gruppe können jede Mahlzeiten ergänzen. Überspitzt ausgedrückt bedeutet Trennkost, dass man mittags das Schnitzel mit Salat und abends die Pommes frites mit Salat essen darf. Der Begründer der Trennkost ist der amerikanische Arzt William Howard Hay. Er ging von der These aus, dass der menschliche Körper nicht in der Lage sei, Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig zu verdauen. Dadurch gerate der Säure-Basen-Haushalt des Körpers durcheinander und es käme zu einer krankmachenden Übersäuerung des Organismus. Durch eine Trennung in Eiweiß- und Kohlenhydratmahlzeiten soll die Übersäuerung vermieden werden. Obwohl die These von Hay jeglicher wissenschaftlicher Grundlage entbehrt, denn der menschliche Organismus kann sehr wohl Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig verdauen, wird Trennkost zur Gewichtsreduktion angeboten. Für die genaue Einteilung der einzelnen Lebensmittel gibt es Tabellen. Die Aufteilung ist nicht immer nachvollziehbar, da viele Lebensmittel sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate enthalten. Der gewichtsreduzierende Erfolg wird nicht durch die Trennung der Nährstoffe an sich erreicht, sondern durch die Tatsache, dass die strengen Regeln und ein Obst- und Gemüseanteil von 80% eine hohe Energiezufuhr verhindern. Trennkost ist schwer umzusetzen. Sie verlangt ein hohes Maß an Wissen über den Nährstoffgehalt jedes Nahrungsmittels und viel Disziplin, die aus ernährungsphysiologischen und medizinischen Gesichtspunkten nicht notwendig ist. Trennkost wird schnell eintönig. Sie lässt sich, wenn überhaupt, nur in den eigenen vier Wänden praktizieren. Bei Familienfeiern oder Kantinenessen ist die angebotene Nahrungsmittelvielfalt oft zu beschränkt, um ein Essen nach den Richtlinien der Trennkost zusammenzustellen. Vorteilhaft wird von Ernährungsexperten bewertet, dass der Verzehr von Süßigkeiten, Zucker, fettem Fleisch oder fetter Wurst eingeschränkt ist, dafür aber viel Obst und Gemüse gegessen wird. Die bei einer Trennkost versprochenen gesundheitlichen Vorteile entbehren jeder Grundlage. Trennkost ist nicht für eine kurzzeitige Anwendung konzipiert. Sie hilft dauerhaft nur, wenn sie auch dauerhaft praktiziert wird. Ein Rückfall in alte Ernährungsgewohnheiten ist meist mit erneuter Gewichtszunahme verbunden. Sportliche Aktivitäten spielen keine Rolle.

KFZ Diät

Die KFZ Diät ist eine Trennkost. Bei ihr werden aber im Vergleich zur Hayschen Trennkost nicht eiweiß- und kohlenydrathaltige Nahrungsmittel, sondern fett- und kohlenhydrathaltige Lebensmittel innerhalb der verschiedenen Tagesmahlzeiten getrennt. Der Münchner Arzt Olaf Adam geht davon aus, dass der Körper in der Lage ist zu erkennen, wann er Fett zur Verbrennung nutzen muss und wann er es in Fettzellen deponieren kann. Bei einer Mahlzeit aus Fett und Kohlenhydraten wird das Nahrungsfett zu Depotfett. Daher Fleisch, Fisch, Gemüse, Eier, Milch- und Milchprodukte nie zusammen mit Kartoffeln, Brot, Nudeln, Reis oder Getreideprodukten oder Hülsenfrüchten essen. Auch hierfür ein überspitztes Beispiel: Bei Linseneintopf mit Würstchen, gibt es die Linsen zu einer und die Würstchen zu anderen Mahlzeit. Vorteilhaft ist die Einschränkung von Zucker und zuckerhaltigen Speisen und Getränken. Positiv ist auch, dass auf Weißmehlprodukte zugunsten von Vollkornprodukten verzichtet werden soll. In der Praxis ist die Einhaltung der Nährstofftrennung dauerhaft kaum möglich. Die der KFZ zugrunde gelegte Theorie muss angezweifelt werden. Den Wert von Muttermilch in der menschlichen Entwicklung wird wohl niemand ernsthaft anzweifeln. Muttermilch enthält aber etwa 7% Kohlenhydrate und 4% Fett. Das Ausmaß an körperlicher Bewegung ist bei der KFZ Diät irrelevant.

Markert Diät

Die von Dieter Markert entwickelte Diät ist im eigentlichen Sinne ein Heilfasten. Ursprünglich erlaubte Markert nur 500 kcal pro Tag. Diese wurden bei 3 Litern Trinkflüssigkeit in Form von Gemüsebrühen, Säften und Tees sowie Eiweißdrinks erreicht. Dazu viel körperliche Bewegung. Nach massiver Kritik hat Markert seine Diät modifiziert. In der Neuen Markert Diät ist auch feste Nahrung erlaubt. Gemäß der neuen Markert Diät sollen morgens und mittags Obst und Gemüse sowie pflanzliche Öle gegessen werden und das Abendessen aus einem Eiweißdrink bestehen. Sportliche Aktivität spielt in der modifizierten Fassung keine Rolle mehr. Markert vertritt die These, dass bei einer massiv verringerten Energiezufuhr und gleichzeitige Energiebedarfserhöhung durch Sport das Schilddrüsenhormon T3 vermehrt gebildet wird. Dieses regt die Stoffwechselaktivität. Damit kann das Gewicht erst gesenkt und dann bei vermehrter Energiezufuhr auch gehalten werden, da kein Jo-Jo-Effekt eintritt. Die Steigerung der Ausschüttung des Hormons T3 bei dieser Kostform ist wissenschaftlich nicht bewiesen. Im Test von 80 verschiedenen Diäten kommt die Stiftung Warentest für die Markert Diät zu dem knappen Ergebnis: Hände weg. Weder die ursprüngliche, noch die Neue Markert Diät können den Organismus mit ausreichend Nährstoffen versorgen. Dadurch werden bei langfristiger Anwendung Mangelerscheinungen nicht ausbleiben. In jedem Fall wird der Organismus seine Muskelmasse angreifen, um das Eiweißdefizit auszugleichen. Nach Absetzen der Markert Diät wird der Jo-Jo-Effekt, entgegen den Versprechungen, alle Erfolge schnell Schwinden lassen. In der Diät von Olaf Markert finden sich keinerlei Aspekte, die zu einer dauerhaften Umstellung der Ernährung führen können. Besonders bedauerlich ist, dass in der überarbeiteten Version sportliche Betätigung nicht mehr erwähnt wird.

HCG Diät

HCG ist ein Hormon, das während einer Schwangerschaft im Mutterkuchen gebildet wird. Bei der HCG Diät wird das Hormon den Abnehmwilligen im Rahmen einer strengen Diät als Unterstützung verabreicht. Die HCG-Diät ist eine auf 500 kcal pro Tag begrenzte Kost zu der das Schwangerschaftshormon HCG als Injektion, Tablette, Tropfen oder Spray verabreicht wird. HCG soll den Abbau verschiedener Fettdepots unterstützen und körperliche Schwäche und Stimmungstiefs abmildern. Die dem Schwangerschaftshormon HCG zugesprochene Wirkungsweise ist bisher nicht nachgewiesen. Deshalb haben entsprechende Präparate auch keine Zulassung für den Bereich Gewichtskontrolle. HCG für eine Gewichtsreduktion kann man sich nur online besorgen, mit allen Risiken und Nebenwirkungen des Internethandels. Außerdem ist bisher nicht bekannt ob und welche Folgen die Einnahme von HCG außerhalb einer Schwangerschaft hat. Aber nicht nur wegen des Einsatzes des Hormons ist diese Diät gesundheitsgefährden. Auf Grund der strikten Energiebegrenzung kann es bei Anwendung über mehrere Wochen zu Mangelerscheinungen bei allen lebensnotwendigen Nährstoffen kommen. Außerdem drohen Herzrhythmusstörungen, Nierensteinbildung und gegebenenfalls weitere irreparable Schäden. Bei der Rückkehr zu energiereicherer Ernährung bleibt eine Gewichtszunahme nicht aus. Es bedarf erheblicher Disziplin, eine solche strikte Diät durchzuhalten. Morgens ist nur ungesüßter Kaffee oder Tee mit etwas Milch gestattet, wobei die erlaubte Tagesmenge für Milch auf maximal einen Esslöffel beschränkt ist. Mittags und abends dürfen nur je 100 g mageres Fleisch mit etwas Gemüse, eine Scheibe Toastbrot und ein Stück Obst auf dem Speiseplan stehen. Weiterhin müssen die Kosten für das Hormon HCG bei einem Vergleich mit anderen Diäten mit in die Waagschale gelegt werden. Mediziner, Verbraucherschützer und Ernährungsexperten sind sich einig: Die Entscheidung sollte nie zugunsten dieser Diät getroffen werden.

Blutgruppen Diät

Bei der Blutgruppendiät werden den jeweiligen Blutgruppen verschiedene Nahrungsmittelgruppen zugeordnet, die besonders geeignet für die Gesunderhaltung des Körpers sein sollen. Der amerikanische Naturheilkundler Peter J. D’Adamo geht davon aus, dass Menschen mit unterschiedlichen Blutgruppen ihre Nahrung auch unterschiedlich verarbeiten. Verantwortlich seien die Lektine in der Nahrung. Wenn man die falschen Lektine aufnimmt, verklumpen die Antigene des Blutes und es kommt zu Krankheiten. Nach D’Adamo ist die Blutgruppe 0 die älteste. Die Jäger und Sammler der Frühgeschichte hatten alle Blutgruppe 0, weshalb Menschen mit dieser Blutgruppe auch heute noch eher Fleisch essen und Getreide und Milch und daraus hergestellte Produkte meiden sollen. Die Blutgruppe A entstand, als der Mensch sich anfing Ackerbau zu betreiben. Daher gilt für Blutgruppe A, kein Fleisch, aber Gemüse und Getreide auf den Speiseplan zu setzen. Die Blutgruppe B trat erstmals bei Viehzüchtern in Asien auf. Deshalb sollten Menschen mit Blutgruppe B Milch und Milchprodukte bestimmte Fleischsorten und Getreideprodukte bevorzugt essen. Die Blutgruppe AB ist eine erst in jüngerer Zeit entstandene Mischform aus Blutgruppe A und B. Für Menschen mit der Blutgruppe AB empfiehlt D’Adamo überwiegend Obst und Gemüse. Da sowohl die Theorie, dass Antigene im Blut aufgrund falscher Ernährung verklumpen als auch die Annahmen über die Entstehung der verschiedenen Blutgruppen wissenschaftlich nicht haltbar sind, ist ein therapeutischer Nutzen der Blutgruppendiät grundsätzlich zu verneinen. Außer dem Hinweis, welche Lebensmittelgruppen je nach Blutgruppe bevorzugt werden soll, fehlen alle weiteren Angaben für eine Speiseplangestaltung. Auf die Bedeutung von Bewegung wird ebenfalls nicht eingegangen.

Kohlsuppendiät

Die Kohlsuppendiät gehört zu den sogenannten Crash-Diäten, dass heißt mit ihr soll innerhalb kürzester Zeit ein sehr hoher Gewichtsverlust erreicht werden. Der Verzehr der Kohlsuppe ist unbeschränkt. Andere Lebensmittel sind nicht erlaubt. Die Kohlsuppe besteht aus Wasser, Weißkohl und verschiedenen anderen Gemüsesorten, die je nach Rezept in Menge und Auswahl variieren können. Manche Rezepte erlauben den Einsatz von Gemüsebrühen- oder Zwiebelsuppenpulver. Dann enthält die Suppe Salz. Bei allen übrigen Zubereitungsanleitungen ist Salz nicht erlaubt. Man nimmt an, dass die Zutaten einer Kohlsuppe eine negative Energiebilanz haben, das heißt, dass ihre Verdauung mehr Energie verbraucht, als die Kohlsuppe enthält. Tatsächlich wird ein hoher Gewichtsverlust durch den sehr geringen Energiegehalt der Kohlsuppe schnell erreicht. Das Kochen der Kohlsuppe erfordert keinen großen Aufwand, zumal die Suppe auch für mehrere Tage vorgekocht werden kann. Für ganz Eilige gibt es die Kohlsuppe auch als Konserve. Da jedoch nur Kohlsuppe gegessen werden darf, ist das Essen absolut eintönig. Man wird der Kohlsuppe schnell überdrüssig. Mediziner und Experten warnen vor einer Gewichtsreduktion mit der Kohlsuppe; denn bei längerer Anwendung kommt es zu gravierendem Mangel an Eiweiß, Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Da die Kohlsuppe kaum Eiweiß enthält, ist der Organismus gezwungen, das lebensnotwendige Eiweiß durch den Abbau von Muskelmasse zu gewinnen. Deshalb wird bei längerer Anwendung Muskelgewebe abgebaut. Der schnelle extrem hohe Gewichtsverlust wird der Organismus extrem belastet. Für körperliche Belastungen reicht die Energie der Kohlsuppe häufig nicht aus, so dass es zur Unterzuckerung und Kreislaufproblemen kommen kann. Eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten gelingt mit Hilfe der Kohlsuppe nicht. Wird die Kohlsuppe abgesetzt und wieder normal gegessen, kommt es schnell wieder zu einem Gewichtsanstieg.

Weight Watchers

Weight Watchers ist ein seit 1963 international operierendes Unternehmen, das ein bestimmtes Programm für eine gesunde Ernährung vermarktet. 1970 fand das erste Weight Watchers Treffen in Deutschland statt. Das Weight Watchers Programm besteht aus zwei Säulen: Jedem Lebensmitteln wird auf Grund von medizinischen und ernährungsphysiologischen Erkenntnissen eine bestimmte Punktzahl, sogenannte Points, zugewiesen. Die zweite Säule ist: Abnehmen in der Gruppe und Nutzung des Gruppenzwangs Ziel Nach genauer Analyse des individuellen Energiebedarfs wird die täglich erlaubte Punktemenge festgelegt. An Hand von Tabellen, in denen Lebensmittel mit ihren jeweiligen Points aufgelistet sind, kann sich jeder Teilnehmer seinen täglichen Speiseplan individuell und dem Tagesablauf entsprechend zusammenstellen. Dadurch wird eine energiereduzierte oder energieangepasste gesunde Ernährung erreicht. Die wöchentlichen Treffen der Teilnehmer in kleinen Gruppen in Wohnortnähe stehen unter der Leitung von Coaches. Weight Watchers rekrutiert diese Gruppenleiter aus den eigenen Reihen. Teilnehmer, die mit dem Programm erfolgreich ihr Gewicht reduziert haben und dieses auch halten, unterstützen so mit fundiertem Fachwissen und eigenen Erfahrungen die Teilnehmer in ihren Bemühungen. Inzwischen kann man das Weight-Watchers Programm auch online nutzen. Wöchentliche Newsletter ersetzen hier die Informationen der Gruppentreffen. Das Ernährungsprogramm von Weight Watchers ist durchaus alltagstauglich. Einzige Anforderung ist die Bewertung des Essens an Hand der Points-Tabelle. Da die Punkte aber frei über den Tag verteilt werden dürfen, können kleine Sünden, wie etwa ein spontaner Eisbecher oder eine Bratwurst vom Kiosk nachträglich berücksichtigt werden. Bei den wöchentlichen Treffen findet eine Gewichtskontrolle statt. Das Ergebnis wird von der Gruppe bewertet. Das kann für den einen Ansporn sein beim anderen einen hohen Erfolgsdruck aufbauen. Die Teilnahme am Programm von Weight Watchers ist kostenpflichtig. Eine Weight Watchers Diät ist aus Sicht von Ernährungsexperten ein durchaus geeignetes Mittel zur dauerhaften Gewichtsreduktion. Der Gewichtsverlust ist moderat, belastet also den Organismus nicht und gibt ihm Zeit, sich an die neue Energieversorgungssituation langsam anzupassen. Teilnehmern wird umfassendes Wissen zur Auswahl und Zubereitung ihrer Lebensmittel im Rahmen der Grundsätze einer gesunden Ernährung vermittelt. Damit kann eine dauerhafte Ernährungsumstellung gelingen. Der wöchentliche Austausch mit Leidensgenossen hilft beim Durchhalten und ist Motivation in den Bemühungen nicht nachzulassen. Für Menschen, deren Zeiteinteilung die Teilnahme an den wöchentlichen Gruppentreffen nicht ermöglicht und / oder auf die die Gruppendynamik eher abschreckend wirkt, ist das Online Angebot von Weight Watchers eine Alternative. Als nachteilig müssen der Kostenfaktor und der Zeitaufwand angesehen werden, da eine nachhaltige Ernährungsumstellung einige Zeit in Anspruch nimmt. Dies mag auch einer der Gründe sein, dass Teilnehmer den Kurs früh abbrechen und deshalb, wenn auch verzögert, wieder in ihre alten Gewohnheiten zurückfallen.

Pfundskur

Die Pfundskur ist eine von Prof. Dr. Volker Pudel entwickelte Anleitung zur Ernährungsumstellung in der auch vermehrte körperliche Bewegung ihren Platz findet. In Sachsen wurde die Pfundskur über mehrere Jahre einmal jährlich ihren Mitgliedern als Bonusprogramm angeboten. Prof. Dr. Pudel vertritt die Ansicht, dass eine zu fette und zu kohlehydratarme Nahrung Ursachen für Übergewicht sind. Sein Programm zielt daher auf eine Ernährungsumstellung ab, hin zu einer kohlenhydratreicheren aber fettreduzierten Mischkost. Alle Lebensmittel sind erlaubt. Sie sind in einer Tabelle nach ihrem Fettgehalt aufgelistet, in dem jedem Nahrungsmittel eine bestimmte Anzahl von Fettpunkten, den sogenannten Fettaugen, zugeteilt wird. Erreicht werden soll eine Nahrungsmittelzusammenstellung, die 20 Fettaugen pro Tag beziehungsweise 140 Fettaugen in der Woche nicht überschreitet. Daneben gibt es für sportliche Betätigung Bonuspunkte, sogenannte Fittis. Die erarbeiteten Fittis können bei Bedarf in Fettaugen umgetauscht werden. Ein Fitti entspricht dabei einem Fettauge. Das Begleit- und Anleitungsbuch zur Pfundskur ist im Buchhandel erhältlich. Es enthält neben bebilderten Anleitungen für sportliche Übungen verständliche Erklärungen und viele psychologische Tipps und Tricks, die die Umgewöhnung leichter machen. Mit dem Programm der Pfundskur lässt sich eine Ernährungsumstellung ohne großen Kostenaufwand, ohne umständliche Berechnungen erreichen. Die ganze Familie kann nach sich nach den Regeln der Pfundskur ernähren, auch wenn bei einzelnen Mitgliedern kein Übergewicht vorliegt. Schlemmereien zu außergewöhnlichen Anlässen können ohne schlechtes Gewissen genossen werden, da kleine Sünden problemlos über die 140 Fettaugen pro Woche oder mit zusätzlich erworbenen Fittis ausgeglichen werden können. Da die Pfundskur keinen schnellen Gewichtsverlust anstrebt, sondern durch eine ausgewogene Mischkost Übergewicht allmählich abbauen hilft, besteht keine Gefahr eines Jo-Jo-Effekts, dies auch deshalb da ja eine lebenslange Anwendung das Ziel ist. Eine ausreichende Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen ist gewährleistet.

Apfelessig Diät

Die Apfelessig Diät basiert auf einer leicht energiereduzierten Mischkost. Der Energiegehalt sollte pro Tag 1.200 kcal nicht übersteigen. Erlaubt sind alle Lebensmittel. Fettarme Produkte sollen fettreichen vorgezogen werden. Gemüse, Salate und Rohkosten sollen im Speiseplan häufig zu finden sein. Auch Obst soll nicht fehlen. Vor jeder Hauptmahlzeit wird ein Glas Wasser mit zwei Esslöffeln Apfelessig verrührt und falls nötig mit etwas Honig gesüßt, getrunken. Das soll die Verdauung fördern und das Hungerfühl senken. Mit einer Apfelessig Diät nimmt man nur aufgrund der energiereduzierten Ernährung ab. Der Apfelessig selbst hat keine gewichtsreduzierende Wirkung. Er schadet aber auch nicht. Deshalb steht einem Glas verdünntem Apfelessig vor jeder Hauptmahlzeit nichts entgegen, es sei denn, ein empfindlicher Magen verträgt die Säure nicht. Anleitungen und Angaben zu einer energiereduzierten Mischkost fehlen ganz. Auf sportliche Aktivitäten wird innerhalb der Apfelessig Diät nicht näher eingegangen.

FdH

Bei Umfragen, welche Diät wohl die beste sei, ist die häufigste Antwort FdH. FdH ist die Abkürzung für die uncharmante Aufforderung: Friss die Hälfte. Der Name dieser Diät ist ihr Programm. Bei einer FdH-Diät sollen die bis dato verzehrten Portionen um die Hälfte reduziert werden. Durch die Halbierung der Portionsgrößen wird automatisch auch eine Energiereduzierung erreicht. Damit muss der Körper seine Fettdepots angreifen. Die Auswahl an Lebensmitteln sowie ihre Zubereitung ändern sich nicht. Es wird lediglich die Menge, die täglich gegessen wird reduziert, also statt zwei Brötchen zum Frühstück nur noch eines, statt zwei Bratwürsten und vier Kartoffeln nur noch eine und zwei Kartoffeln, statt drei belegten Schnitten am Abend nur noch eineinhalb. Natürlich muss auch die Menge an Naschwerk und kalorienhaltigen Getränken wie Obstsäfte, Limonaden, Milch, Bier oder Wein um die Hälfte reduziert werden. Das Prinzip ist also einfach und auch die Umsetzung erfordert keinen großen Aufwand. FdH kann man im Familienkreis oder bei Einladungen praktizieren, ohne dass es auffallen muss. Allerdings suggerieren die signifikant kleinen Portionen häufig das Gefühl: Davon werde ich nie satt. Damit wird ein Gefühl des Hungerleidens erzeugt. Unbestritten ist auch der gewichtsreduzierende Erfolg, da die Energiezufuhr halbiert wird. Dennoch geht der Daumen von Ernährungsexperten für diese Diät nach unten. Grund dafür ist, dass bei einer Halbierung der Essensmengen natürlich auch die Zufuhr lebensnotwendiger Nährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe, Fettsäuren und Eiweißbestandteilen reduziert wird. Das kann langfristig zu gesundheitsschädigenden Defiziten führen. Weiterhin bemängeln die Experten, dass ein Umdenkprozess hin zu einer gesunden, ausgewogenen Mischkost nicht stattfinden kann, da Auswahl und Zubereitung von Lebensmitteln sich nicht ändern. Die Gefahr eines Jo-Jo-Effekts nach Beendigung der Diät ist sehr hoch. Die Vorteile körperlicher Aktivitäten werden nicht berücksichtigt.

Persönlichen Diätplan erstellen

Wer in keinem Test, bei keinem Vergleich eine Diät oder ein Programm findet, von dem er sich vorstellen kann, dass es bei seiner Gewichtsabnahme hilfreich ist, der kann sich seinen Fahrplan für eine Ernährungsumstellung auch selbst erstellen oder im Rahmen einer Ernährungsberatung erstellen lassen. Es gilt individuell um- und einsetzbare Rahmenbedingungen zu finden, die langsam, aber langfristig zu einer Gewichtsreduktion führen und nach Erreichen des Wunschgewichts ein dauerhaftes Beibehalten des Gewichts ermöglichen. Dabei sollen alle Nahrungsmittel verwendet werden, um den Organismus mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen ausreichend zu versorgen. Eine Steigerung der körperlichen Aktivitäten soll ebenso berücksichtigt werden, wie die Möglichkeit, gelegentliche kleine Sünden und Feste unbeschwert genießen zu können. Die Zusammenstellung des Essens auf den Grundlagen der gesunden energieangepassten Mischkost verlangt einiges Fachwissen, zum Beispiel über den genauen Energiebedarf, die notwendige Menge der essentiellen Nährstoffe und welche Nährstoffe in welcher Menge in welchem Lebensmittel vorhanden sind. Der Umgang mit Nährwert- und Kalorientabelle kann recht zeitaufwendig sein. Einfacher, jedoch nicht weniger individuell, ist es, die Hilfe einer professionellen unabhängigen Ernährungsberatung in Anspruch zu nehmen. Im Gespräch sollten die bisherigen Essgewohnheiten genau analysiert werden. Zu berücksichtigen sind dabei insbesondere Vorlieben für, Abneigungen gegen oder Unverträglichkeiten von einzelnen Lebensmitteln. Wichtig sind auch die Anlässe, warum gegessen wird. Nicht immer ist Hunger die treibende Kraft. Gern wirkt man zum Beispiel Frust- oder Stress mit Essen entgegen. In die Analyse sollten auch die familiäre und berufliche Situation, die Art der Zubereitung von Speisen, die Auswahlkriterien bei Lebensmitteln sowie die Frage, wann und wie oft Gemeinschaftsverpflegung in Anspruch genommen wird, mit aufgenommen werden. Je genauer der Ernährungsberater nachfragt und je ehrlicher der Klient sein Verhalten offenlegt desto individueller und angepasster wird der Ernährungsplan. Der erstellte Plan sollte nicht zu rigide Vorgaben enthalten, sondern Auswahlmöglichkeiten anbieten, zum Beispiel für ein Mittagessen 150g mageres Fleisch, Fisch oder Geflügel. Neben der Erstellung eines Richtplans umfasst eine Ernährungsberatung auch Informationen über empfehlenswerte Auswahl und Zubereitung von verwendeten Nahrungsmitteln. Ein guter Ernährungsberater gibt auch Tipps und Anregungen für vermehrte sportliche Aktivität und für ein gesundes Essverhalten und bietet längerfristige Unterstützung an. Als nachteilig sind die Kosten für eine individuelle Ernährungsberatung zu bewerten. Ernährungsberatung wird von den Krankenversicherungen nur unter bestimmten Voraussetzungen und nur zum Teil übernommen. Es ist daher in jedem Fall empfehlenswert, sich vorab bei seiner Krankenkasse zu informieren. Einen gewissen Unsicherheitsfaktor stellt auch die Tatsache dar, dass Ernährungsberater keine geschützte Berufsbezeichnung ist. Erkundigen Sie sich, welche Ausbildung und Qualifikation der Ernährungsberater hat. Ein Wochenendseminar ist ebenso unzureichend wie ein Medizinstudium. Fachwissen in Sachen Ernährung muss sich auch ein Arzt zusätzlich aneignen.

Gesund abnehmen

Wer mit einer ernsthaften Diät beginnen möchte, der sollte einen Besuch bei seinem Hausarzt mit einplanen. Es ist wichtig, den aktuellen Gesundheitszustand zu kennen, um das Bewegungskonzept richtig zu dosieren. Bei starkem Übergewicht wirken sich die regelmäßigen Kontrollen beim Hausarzt meist positiv auf die Diätmoral aus, da die Patienten ihre Fortschritte in Zahlen und Fakten präsentiert bekommen. Doch wie funktioniert das mit der gesunden und ausgewogenen Ernährung nun genau? Wie kann man es richtig machen, auch ohne den Spezialisten zu Rate zu ziehen? Schließlich ist es nicht wirklich nötig einen Arzt oder Diätberater aufzusuchen, wenn man nur ein paar Kilos verlieren möchte.

Am Anfang einer Diät sollte immer eine ehrliche Bestandsaufnahme des eigenen Essverhaltens stehen. Hier kann es zum Beispiel sehr hilfreich sein, wenn man sich einmal über mehrere Tage hinweg notiert, was man wann konsumiert. Schnell kommen so die kleinen Sünden des Alltags ans Tageslicht. Ist man der Meinung, nur hier und da ein wenig Süßes zu naschen, so wird man schnell erstaunt sein, wie sich diese Kleinigkeiten im Laufe eines Tages summieren. Mit einem so geschärften Bewusstsein lässt sich ein Verzicht auf einen Teil davon vermutlich leichter bewerkstelligen.

Im Auge behalten sollte man auch seine Energiebilanz. Täglich verbraucht der Körper Energie in Form von Kalorien, um alle Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. Dies ist der so genannte Grundumsatz, der von Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht eines Menschen abhängig ist. Hinzu kommt der so genannte Arbeitsumsatz. Das sind die Kalorien, die zum Beispiel zusätzlich beim Sport oder bei harter körperlicher Arbeit benötigt werden. Die Rechnung ist ganz einfach: Führt man dem Körper durch Nahrung weniger als diese Kalorien zu, so erfolgt ein Gewichtsverlust. Führt man jedoch mehr Kalorien zu als verbraucht werden können, so lagert der Körper diese als Fettreserven ein.

Fragt man die Menschen einmal nach dem Kaloriengehalt verschiedener Lebensmittel, so wird man erstaunt sein über die unterschiedlichen Angaben. Nur die wenigsten Menschen wissen, wie viele Kalorien die verzehrten Lebensmittel tatsächlich beinhalten. Wer selbst einmal die verzehrten Kalorien am Tag zählt, der wird schnell feststellen, dass er statt eines Schokoriegels oder einer Handvoll Chips zum Beispiel einen großen Teller Gemüse und ein Brot verzehren kann. Der Sättigungsfaktor unterschiedlicher Lebensmittel mit demselben Kaloriengehalt kann sehr stark unterschiedlich ausfallen. Wer also seine Kalorien zählt und in einem bestimmten Tageslimit bleiben möchte, der wird sich in den meisten Fällen für das kalorienärmere Lebensmittel entscheiden.

Trennkost: Gewichtsabnahme durch Trennung von Lebensmitteln

Mehr als 100 Jahre ist die Idee von der Trennkost bereits alt. Über die Jahre hat sie weltweit Millionen von Anhängern gewonnen. Dabei ist sie mehr als eine Diät. Ihr Grundprinzip basiert auf einer vollkommenen Umstellung der gesamten Ernährung. Wer beim Essen Kohlenhydrate und Eiweiß trennt, so die Idee, tut seinem Körper etwas Gutes. Er hilft ihm dabei, Nahrungsmittel besser zu verarbeiten. In der Tat lässt sich durch eine langfristige und strikte Trennung von Kohlenhydraten und Eiweiß das Körpergewicht reduzieren. Zum großen Teil liegt das auch an der durch diese Ernährungsweise bedingten, besseren Auswahl der Nahrungsmittel.

Der Theorie zufolge muss der Haushalt von Säuren und Basen im menschlichen Körper im Gleichgewicht sein. Ist er das nicht, lagert der Körper den Überschuss an Säuren ein. Ein übersäuerter Organismus aber führt nach Ansicht der Trennkost-Verfechter zum Übergewicht. Und auch weitere Beschwerden resultieren aus der Übersäuerung des Körpers, wie etwa Bluthochdruck oder Diabetes Typ 2. Die schädlichen Säuren entstehen, weil Eiweiß und Kohlenhydrate vom Menschen nicht zur gleichen Zeit verdaut werden können.

Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten

Deshalb lautet eine der wichtigsten Regeln der neuen Ernährung, Eiweiß und Kohlenhydrate nur noch getrennt voneinander zu essen. Grundsätzlich verboten sind außerdem alle Lebensmittel, in denen Eiweiß und Kohlenhydrate gleichzeitig in großer Menge vorkommen. Viele Hülsenfrüchte und einige Wurstwaren gehören dazu. Zu den in Eiweiß- und Kohlenhydratgruppen geteilten Nahrungsmitteln kommen außerdem neutrale Lebensmittel. Brot, Kartoffeln, Reis und Nudeln ordnet die Theorie in die Kohlenhydratgruppe ein. Eier, Fleisch, Fisch und Käse gehören dagegen in die Eiweißgruppe. Zur neutralen Gruppe zählen Gemüse, Salat und Fette. Für die Ernährung nach den Regeln der getrennten Kost heißt das, dass nie wieder Kartoffeln oder Brot zu Fleisch oder Fisch gegessen werden dürfen. Salat geht immer und zu allen Lebensmitteln. Denn der ist neutral.

Verdauung von Eiweißen

Für eine optimale Verdauung im menschlichen Körper benötigen Eiweiße ein saures Milieu. Tatsächlich wird im Magen nach der Einnahme von Eiweiß die so genannte Hydrochloridsäure gebildet. Sie flockt im Zusammenwirken mit dem Enzym Pepsin die Eiweiße aus. Sind zur gleichen Zeit auch Kohlenhydrate im Magen, gerät das saure Milieu aus dem Gleichgewicht. Das zieht die unvollständige Eiweiß-Verdauung nach sich.

Verdauung von Kohlenhydraten

Kohlenhydrate benötigen im Gegensatz zum Eiweiß zur Verdauung ein basisches Milieu. Der Verdauungsprozess von Kohlenhydraten startet bereits im Mund. Auch dort wirkt ein Enzym, das Ptyalin. Es spaltet die Stärke. Kohlenhydrate werden nicht im Magen weiter verdaut, sondern im Dünndarm. Werden Kohlenhydrate zusammen mit Eiweiß gegessen, ist das zu ihrer Verdauung wichtige basische Milieu wegen des hohen Säurevorkommens gestört. Eine Kohlenhydratverdauung kann nicht mehr optimal ablaufen.

1.4 Probleme bei Verbindung von Eiweißen und Kohlenhydraten

Werden Kohlenhydrate und Eiweiße zusammen oder im Abstand von weniger als etwa 4 Stunden gegessen, wird basischer Mundspeichel neutralisiert. Die Stärke kann im Mund nicht optimal gespalten werden. Gleichzeitig werden Verdauungssäfte im Magen angeregt. Das führt dort zur Gärung von Kohlenhydraten. Sodbrennen kann die Folge sein. Das nötige saure Milieu zur Eiweißverdauung im Magen gerät aus der Balance. Verdauungsstörungen, wie Blähungen und Völlegefühl, belasten und lösen im schlimmsten Fall chronische Krankheiten Allergien, Verstopfung oder Arthritis aus.

Nahrungsmittel gewichten

In der Lehre von der Trennkost gibt es noch eine zweite wichtige Richtlinie. Die Mahlzeiten, die man an einem Tag zu sich nimmt, dürfen nur zu einem Viertel aus so genannten Säurebildnern wie Fleisch, Milch, Fisch oder Käse bestehen. Die drei anderen Viertel bei der täglichen Ernährung sollen Basen bildende Nahrungsmittel sein. Das sind Obst, Salat und Gemüse. Damit müssen Anhänger dieser Ernährungsform, die sich an die strengen Regeln halten wollen, also mit eiweißreichen, kohlenhydratreichen und neutralen Basen- oder Säurebildner umgehen lernen. Weil das sehr kompliziert ist, kommt die Regel von den zu einem und zu drei Vierteln gewichteten Lebensmitteln in vielen neuen Ratgebern zur getrennten Kost nicht mehr vor.

Viel Obst und Gemüse

Obst und Gemüse sind der Renner in dieser Diät. Sie können und müssen sogar in großen Mengen verzehrt werden, wenn man mit dieser Form der Ernährung dauerhaft Erfolge erzielen möchte. Das größte Plus von Obst, Gemüse und Salat ist ihre Funktion als Basenbildner. Dazu kommt, dass die moderne Ernährungswissenschaft ohnehin bis zu 5 Portionen Obst am Tag empfiehlt. Obst enthält viel Wasser, Vitamine und Mineralstoffe und wenig Kalorien. Salat ist langfaserig und macht deswegen satt. Gemüse hat in etwa die gleiche Wirkung. Das Sättigungsgefühl hält im Magen eine Weile vor.

Zu beachten ist jedoch, dass verschiedenes Obst und Gemüse sowohl der Kohlenhydratgruppe als auch der Eiweißgruppe zugeordnet wird und deshalb bestimmte Sorten nicht gemeinsam gegessen werden dürfen. Uneingeschränkt verzehrt werden dürfen nur Obst- und Gemüsesorten, die zur neutralen Gruppe gehören.

So viel essen, wie Sie wollen

Wer mit der Methode abnehmen will, muss nicht hungern. Das ist der große Vorteil dieser Ernährungsweise. Man darf so viel essen, wie man möchte. Erlaubt in der täglichen Ernährung sind sogar Lebensmittel, die in vielen anderen Diäten tabu sind, wie etwa Kuchen, Kartoffeln und Fleisch. Einschränkungen, was die Menge jedes einzelnen dieser Lebensmittel betrifft, gibt es nicht. Trotzdem oder vielleicht sogar deshalb soll es ohne Schwierigkeiten gelingen, mit den Regeln der Trennkost abzunehmen. In der Tat führt der in vielen Diäten enthaltene Verzicht dazu, dass diese nicht lange durchgehalten werden. Bei der getrennter Aufnahme von Nahrungsmitteln besteht eine solche Gefahr nicht. Viele Lebensmittel dürfen jedoch nicht zu gleichen Zeit verzehrt werden. Das hat zur Folge, dass zum geliebten Braten am Sonntag, er stammt aus der Eiweißgruppe, weder Nudeln oder Kartoffeln, sie gehören zur Kohlenhydratgruppe, gegessen werden dürfen. Gemüse zum Braten ist dagegen grundsätzlich in Ordnung. Vorsicht gilt jedoch bei einigen Gemüsesorten, wie dicke Bohnen, Schwarzwurzel oder Süßkartoffel. Sie gehören zur Kohlehydratgruppe und sind zu Fleisch kontraproduktiv. Gemüse kann aber auch ausschließlich mit Kartoffeln oder Nudeln verzehrt werden. Dann ist aber Fleisch tabu. Wer diesen Verzicht schafft, soll auf lange Sicht dauerhaft Gewicht verlieren, obwohl er die Menge der verzehrten Nahrungsmittel insgesamt unter Umständen gar nicht reduziert.

Lebenslange Ernährungsumstellung

Um die Vorteile dieser Ernährungsform zu nutzen, muss man sich anstrengen. Bevor man überhaupt mit der Diät loslegen kann, ist zunächst eine Menge an Hintergrundwissen nötig. Ohne einen genauen Plan, was man wann essen darf, geht es nicht. Dazu kommt, dass diese Ernährung nur dann wirklich funktioniert, wenn sie dauerhaft durchgehalten wird. Dauerhaft heißt in diesem Fall, sich möglichst für den Rest des Lebens nach den vorgegebenen Regeln zu ernähren. Denn als kurzfristige Diät zur schnellen Reduzierung von Übergewicht funktioniert die Trennung von Kohlenhydraten und Eiweiß nicht. Zwar verliert man auch Gewicht, wenn man sich nur für einen vergleichsweise kurzen Zeitraum für sie entscheidet. Wer aber in die alten Gewohnheiten zurückfällt, kehrt damit auch zu den identifizierten Ursachen für Übergewicht und durch Störungen des Stoffwechsels bedingte Krankheiten zurück. Die Regeln der Trennung nach Lebensmittelgruppen zu nutzen bedeutet deshalb, sie lebenslang zu praktizieren und möglichst so in den Alltag einzubauen, dass sie automatisch befolgt werden können.

Trennkost-Tabellen und Ernährungsplan

Einfach ist die tägliche Praxis bei getrennter Kost nicht. Vor allem zu Beginn der Ernährungsumstellung gilt das. Nicht immer ist die Zuordnung der Lebensmittel in verschiedene Gruppen logisch. So gehört Obst zur Eiweißgruppe, wirkt aber basisch. Käse kann sowohl zur Eiweiß- als auch zur Kohlenhydratgruppe gehören. Und Fette, die bei anderen Diäten in keinem guten Ruf stehen, sind neutral. Wer in die Ernährungsumstellung einsteigt, muss mit Tabellen und einem Ernährungsplan arbeiten. Sonst verliert er schnell die Übersicht.

Beispiele für die Eiweißgruppe

Diese Lebensmittel dürfen nur untereinander und mit Lebensmitteln aus der neutralen Gruppe kombiniert werden: Fleisch und Wurst, gekocht und gebraten. Erlaubt sind sämtliche Sorten und die meisten daraus hergestellten Wurstwaren. Fisch und Meeresfrüchte, gekocht und gebraten. Eier. Hier zählen das komplette Ei, auch Vollei und das Eiweiß, komplett oder auch nur das Eiweiß. Milch und Produkte aus Milch. Käse im Fettgehalt bis zu 60% Fett, alle Sorten Milch. Früchte. Zum Teil, besonders Kern- oder Steinobst wie Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Birnen, saure Äpfel. Getränke. Hier vor allem Fruchtsaft, Tee aus Früchten, trockener Wein, Sekt.

Beispiele für die Kohlenhydratgruppe

Diese Lebensmittel dürfen nur untereinander und mit Lebensmitteln aus der neutralen Gruppe kombiniert werden: Getreide und Getreideerzeugnisse. Alle Sorten, wie Mais, Weizen oder Reis und Produkte daraus, wie Mehl, Brot, Kuchen, Nudeln und Stärke, dazu Back- und Puddingpulver. Gemüse. Kartoffeln, Schwarzwurzeln, Grünkohl. Früchte. Bananen, süße Äpfel, frische Feigen, frische Datteln und Feigen, Trockenfrüchte. Süßungsmittel. Zucker, süßer Dicksaft aus verschiedenen Früchten, Ahornsirup, Honig. Getränke. Bier und Malzbier

Beispiele für die neutrale Gruppe

Diese Lebensmittel dürfen mit allem kombiniert werden: Rohes Fleisch und rohe Wurst. Hier gehören auch Salami und Speck sowie Carpacchio hin. Roh geräucherter und roher Fisch. Geräucherte Forellen, Makrelen, Heilbutt und Lachs. Fette, tierischer und pflanzlicher Natur. Butter, Margarine, Schmalz sowie Pflanzenöle Eigelb und Mayonnaise. Milchprodukte. Alle gesäuerten Sorten, wie Butter- oder Sauermilch, Joghurt, Kefir, saure Sahne. Nüsse, Samen, Kerne. Gemüse und Salate. Alle Sorten, roh und gegart, ohne Kartoffeln, Grünkohl, Topinambur, Schwarzwurzeln sowie gekochten Tomaten. Außerdem: Pilze, Keimlinge und Sprossen, Soja, Kräuter, Gewürze, Oliven, Gelier- und Bindemittel, Wasser, Kräutertee, Spirituosen.

Neutrale Lebensmittel

Neutrale Lebensmittel haben in der Diät einen großen Vorteil. Sie stören die Arbeit im Magen nicht. Das liegt daran, dass weder basisch noch sauer, sondern eben neutral verdaut werden. Deshalb sind sie sowohl mit den Nahrungsmitteln aus der Kohlenhydratgruppe als auch mit denen aus der Eiweißgruppe ohne Schwierigkeiten kombinierbar.

Gemüse und Salat

Im rohen und im gegarten Zustand sind alle Salat- und Gemüsesorten neutral. Ausgenommen von dieser Regel sind Kartoffeln und Topinambur. Auch Schwarzwurzel und Grünkohl sowie gekochte Tomaten gehören nicht zur neutralen Gruppe. Gemüse und Salat peppen jede Mahlzeit auf und sorgen dafür, dass Trennen nicht zu einem einseitigen Ernährungsdiktat wird. Gemüse und Kräuter, die ebenfalls in die neutrale Gruppe gehören, liefern dem Körper Vitamine und Vitalstoffe. Sprossen und Keimlinge sind wertvoll für die Ernährung und werden als neutrale Lebensmittel zur Kohlenhydrat- und zur Eiweißgruppe kombiniert.

Obst und Früchte

In der neutralen Gruppe sind Obst und Früchte unterrepräsentiert. Tatsächlich gehören nur Heidelbeeren und Rosinen sowie Avocado und Oliven in die neutrale Gruppe. Diese Früchte dürfen deshalb zur geschmacklichen Verfeinerung von eiweißreichen Mahlzeiten und als Zugaben zu Lebensmitteln aus der Kohlenhydratgruppe verzehrt werden. Avocados sind besonders wertvoll für die Ernährung. Sie enthalten eine große Menge Fett, das jedoch zu den wertvollen Fetten zählt. Es punktet mit ungesättigten Fettsäuren und hilft, den Cholesterinspiegel zu regulieren. Ungesättigte Fettsäuren sind auch reichlich in Oliven enthalten. Gesundheitsfördern sind hier sekundäre Pflanzenstoffe. Vorsicht ist bei Olivern geboten. Mariniert sind sie salzhaltig und binden Wasser im Körper.

Milchprodukte

Käse ist im Prinzip ein sehr eiweißreiches Lebensmittel. Dennoch gehören die vollfetten Sorten ab 60% Fett in die neutrale Gruppe. Das liegt daran, dass das Fett, wie etwa das Eiweiß, nicht im Magen verdaut wird. Die Verdauung findet im Dünndarm, und damit erst um einiges später, statt. Für die gesunde Ernährung liefert Käse wichtige Mineralstoffe und wertvolles Eiweiß. Auch gesäuerte Milchprodukte, wie Quark, Dickmilch, Joghurt oder saure Sahne gehören in die neutrale Gruppe, dazu Camembert, Feta und Camembert. Seine geschmackliche Vielfalt machen Käse zu einem Lebensmittel, das geradezu unbegrenzt kombinierbar ist. Als neutrales Lebensmittel passen zum Beispiel Frischkäse oder Hüttenkäse wunderbar zu Kartoffeln aus der Kohlenhydratgruppe. Wegen des hohen Fettgehalts sollte Käse jedoch nicht in großen Mengen verzehrt werden. Als geschmackvolle Beigabe aber ist Käse unverzichtbar.

Wer seinen Kaffee gerne mit Kaffeesahne trinkt, Buttermilch oder Creme fraiche mag, kann auch bei diesen Lebensmitteln ohne Bedenken zugreifen. Als gesäuerte Milchprodukte gehören sie in die neutrale Gruppe. Ihr Vorteil: Sie passen zu den Lebensmitteln aus der Kohlenhydratgruppe und zu denen aus der Eiweißgruppe. Auch hier sollte jedoch auf den Fettgehalt geachtet werden.

Fette und Öle

Sämtliche Fette, Butter und die naturbelassenen Öle gehören in die Gruppe der neutralen Lebensmittel. Das ist die gute Nachricht. Denn damit ist ihr Verzehr sowohl zu Nahrungsmitteln aus der Kohlehydratgruppe als auch zu denen aus der Eiweißgruppe möglich. Fett ist ein wichtiger Geschmacksträger, auch das ist für eine gute Ernährung vorteilhaft. Dennoch sollten Fette in der Ernährung bewusst eingesetzt werden. Tierische Fette enthalten gesättigte Fettsäuren. Bedenklich ist ein Zuviel davon, sie stehen für das Risiko von Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Darüber hinaus steigt durch den Verzehr das gesundheitsgefährdende LDL-Cholesterin im Körper.

Ganz auf Fett zu verzichten ist nicht notwendig. Für den Stoffwechsel ist das richtige Fett in ausreichender Menge sehr wichtig. Gut sind deshalb pflanzliche Fette und wertvolle Öle, die reich an ungesättigten Fettsäuren, so genannten Omega-3-Fettsäuren sind. Ein kalt gepresstes Olivenöl oder Avocado Öl zum Beispiel enthalten für die Ernährung wichtige Inhaltsstoffe. Achtung bei Omega-6-Fettsäuren. Sie gehören zu den bedingt guten Fetten und sind unter anderem in Sojaöl, Weizenkeimöl und Sonnenblumenöl enthalten. Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun will, ersetzt einen Teil dieser Fette durch Öle, die Omega-3-Fettsäuren enthalten.

Erdnüsse

In der neutralen Gruppe spielen auch Erdnüsse eine wichtige Rolle. Sie enthalten ebenfalls ungesättigte Fettsäuren. Damit wirken sie positiv auf das Herz-Kreislauf-System. Reich sind Erdnüsse Tryptophan. Es sorgt wegen seiner beruhigenden Wirkung für einen ruhigen und erholsamen Schlaf. Linolsäure in den Erdnüssen hält die Haut geschmeidig. Ein Mangel an Linolsäure macht die Haut dagegen rau.

Pilze

Als kulinarische Kostbarkeiten spielen Pilze in der neutralen Gruppe ihre Vorteile voll aus. Sie passen zu Fleisch und sind deshalb ein guter Partner in der Gruppe der eiweißhaltigen Lebensmittel. Auch zu Kartoffeln und zur Pasta, die beide in die Kohlenhydratgruppe gehören, eignen sich Pilze sehr gut. Ganz nebenbei sichern Pfifferlinge, Steinpilze Shiitake und Co. eine gesunde Ernährung. Zu ihren Inhaltsstoffen zählen Magnesium, Kalzium und viele andere Mineralstoffe. Spurenelemente, wie Selen, Zink und Mangan sind für den Körper lebensnotwendig. Sogar mit Vitaminen warten Pilze auf. Wichtig sind hier die B-Vitamine. Es gibt auch Pilze, die Vitamin C und Vitamin D enthalten. Vitamin D nimmt der Körper in der Regel nur über die Sonne auf. Nicht zuletzt enthalten Pilze essenzielle Aminosäuren, die als Bausteine von Eiweiß bekannt sind.

Die Eiweißgruppe

Eiweiße, auch Proteine genannt, sind die Bausteine und damit die Grundlage des Lebens. Eine eiweißreiche Ernährung ist essenziell für das menschliche Immunsystem, es sorgt für einen gesunden Aufbau von Knochen, Haut und Muskeln. Nebenher baut es das Fett im Körper viel besser und schneller ab. Deshalb gibt es inzwischen eine ganze Reihe von Diäten, die auf vermehrte Zufuhr von eiweißhaltigen Nahrungsmitteln aufbauen. Die Trennkost dagegen setzt nicht auf eine Ernährung, in der Eiweiß eine überproportional große Rolle spielt. Dennoch haben Lebensmittelaus der Eiweißgruppe auch bei dieser Ernährung einen großen Vorteil. Sie machen schnell satt. Eine Sättigung nach einer eiweißhaltigen Kost hält sehr lange vor. Für die Hauptmahlzeiten sorgt außerdem eine Kombination von eiweißhaltigen Nahrungsmitteln und Gemüse mit wenigen Kalorien für einen besseren Effekt beim Abnehmen.

Fleisch und Fisch

Im Fleisch stecken neben dem wertvollen tierischen Eiweiß auch wichtige Vitamine sowie Mineralstoffe. Weil Fleisch zur Eiweißgruppe gehört, darf es nur mit den Lebensmitteln aus dieser Gruppe sowie mit neutralen Nahrungsmitteln kombiniert werden. Täglicher Verzehr von Fleisch ist für die Gesundheit nicht gut. Tierisches Eiweiß steht im Verdacht, Gicht zu verursachen. Deshalb ist es sinnvoll, kleinere Mengen Fleisch zu essen und dafür auf eine größere Portion Gemüse aus der neutralen Gruppe zu setzen. Mageres Fleisch enthält weniger Kalorien, ein Fettrand sollte besser abgeschnitten werden. Eine Fleischmahlzeit braucht länger, bis sie verdaut ist. Sie eignet sich deshalb als Hauptmahlzeit besser zum Mittag. Wertvolles tierisches Eiweiß ist auch reichlich im Geflügel enthalten. In der Eiweißgruppe spielen Huhn, Ente und Gans deshalb eine große Rolle. Auch sie dürfen nur in Kombination mit Lebensmitteln aus derselben Gruppe oder mit neutralen Nahrungsmitteln verzehrt werden. Das Fleisch von Huhn und Pute enthält weniger Fett als das von Gänsen und Enten und empfiehlt sich für eine kalorienreduzierte Ernährung.

Zwei Mal in der Woche Fisch ist das Geheimnis von gesunder, eiweißreichem Essen. Besonders zu empfehlen ist Seefisch. Das in ihm reichlich enthaltene Jod gehört zu den wichtigen Spurenelementen und verbessert unter anderem die Funktion der Schilddrüse. Wichtig für den Fettstoffwechsel sind Omega-3-Fettsäuren. Hering, Lachs und Sprotten wirken darüber hinaus wohltuend auf den Cholesterinstoffwechsel. Tyrosin ist eine Aminosäure, die in Makrelen enthalten ist. Unter anderem ist Tyrosin ein Ausgangsstoff für Noradrenalin. Dieses Stresshormon unterdrückt die Insulin-Produktion in der Bauchspeicheldrüse. Dadurch wird Fett in Energie umgewandelt. Gewichtsverlust ist die Folge. Fisch gehört nur in verarbeiteter Form in die Eiweißgruppe. Rohen Fisch ordnet die Trennkost in die neutrale Gruppe ein. Das liegt daran, dass das Fleisch, etwa bei rohem Hering, Lachs oder roh mariniertem Fisch, in diesem Zustand noch seine natürliche Struktur aufweist. Damit ist es leicht verdaulich.

Meeresfrüchte

Meeresfrüchte, wie Shrimps oder Garnelen, sind reich an Taurin. Diese Aminosäure wirkt direkt auf die Hirnanhangsdrüse, die Hormone zur Fettverbrennung produziert. Als Bestandteile der Eiweißgruppe sind Meeresfrüchte reich an Nährstoffen und überaus leicht verdaulich. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken positiv auf wichtige Funktionen des Körpers. Sie stärken unter anderem die Blutgefäße. Zink und Selen sind wertvolle Spurenelemente. Selen bindet die freien Radikalen. Außerdem bildet und aktiviert es Schilddrüsenhormone.

Milchprodukte und Sauermilchprodukte

Käse unter 60 % Fettanteil gehört in die Eiweißgruppe. Deshalb darf dieser Käse nicht zusammen mit Brot gegessen werden. Allerdings ist bei Rohmilchkäse die Einordnung eine andere. Dieser Käse wird aus unbehandelter Milch hergestellt. Deshalb ist er mit einem Fettanteil von unter 60 % Fettanteil auch neutral und damit sowohl mit Lebensmitteln aus der Kohlenhydratgruppe als auch mit Lebensmitteln aus der Eiweißgruppe kombinierbar. Käsesorten aus roher, naturbelassener Milch werden mit Hilfe von Milchsäurebakterien gesäuert. Deshalb sind sie leicht verdaulich.

Pasteurisiertem Käse fehlt hingegen diese natürliche Säuerung. Damit ist er schwerer zu verdauen und gehört zur Eiweißgruppe. Zu den erhitzten Käsesorten zählen unter anderem Gouda, Tilsiter, Allgäuer Bergkäse, Bierkäse, Bonbel oder auch Höhlenkäse. Wer gern magere Käsesorten isst, muss auf Brot verzichten. Wichtig ist darüber hinaus, dass gerade magerer Käse viel Salz enthält. Salz beeinflusst den Wasserhaushalt. Zuviel davon ist nicht gut für den Stoffwechsel.

Sojaprodukte

An Sojaprodukten scheiden sich die Geister. In der klassischen Trennkost gehören Soja, Sojamilch und Tofu zu den Eiweißen. Allerdings gibt es in der weiterentwickelten Theorie der getrennten Nahrungsaufnahme neue Erkenntnisse, die Sojaprodukte in die neutrale Gruppe einordnen. So ist Tofu ein Soja-Käse. Er wird aus geronnener Milch aus der Sojabohne gewonnen. Damit hat der Käse schon seine erste Verarbeitungsstufe beim Stoffwechsel durchlaufen und wirkt sich nicht mehr störend bei der Verdauung aus. Im Prinzip können Sojaprodukte deshalb zusammen mit Kohlenhydraten, wie Brot oder Kartoffeln gegessen werden. Wer auf die klassische Form setzt, lässt die Sojaprodukte in der Eiweißgruppe und nimmt sie nur mit Lebensmitteln aus dieser Gruppe oder mit neutralen Lebensmitteln zu sich.

Früchte

Frisch geerntetes Obst zählt zur Eiweißgruppe. Zwar sind Früchte Basen bildend. Ihr hoher Anteil an Fruchtsäure hat aber einen störenden Einfluss auf die Verdauung von Lebensmitteln, die Kohlenhydrate enthalten. Deshalb sollten Früchte auch nicht zusammen mit Nahrungsmitteln aus der Kohlenhydratgruppe verzehrt werden. Sie passen als Partner zu eiweißhaltigen Lebensmitteln und zu allen Produkten, die in die neutrale Gruppe gehören. Äpfel haben eine gewisse Stellung als Zwitter. Sind sie frisch geerntet, dann werden sie in die Eiweißgruppe einsortiert. Mürbe und abgelagert gehören sie in die Gruppe der Kohlenhydrate.

Nüsse

Auch Nüsse führen eine gespaltene Existenz. Nach dem klassischen Verständnis gehören Nüsse in den Bereich der eiweißhaltigen Lebensmittel. Haselnüsse, Kokosnüsse, Macadamianüsse und Cashewkerne dürfen demnach nicht zusammen mit Lebensmitteln aus der Kohlenhydratgruppe gegessen werden. Nach neueren Ratgebern werden Nüsse dagegen in die neutrale Gruppe eingeordnet. Dort finden sich bereits die Erdnüsse, die im strengen Sinne auch gar keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte sind. Wer auf die klassische Trennkost setzt, isst Nüsse nur kombiniert mit neutralen Lebensmitteln.

Eier

Eier spielen in der Ernährung eine ganz besondere Rolle. Sie liefern für die Ernährung wichtiges Eiweiß, Mineralstoffe und Vitamine. Eier sind in vielen verarbeiteten Lebensmitteln enthalten. Auch die Zubereitung von zahlreichen Gerichten aus verschiedenen unverarbeiteten Lebensmitteln ist ohne Eier kaum denkbar. Das macht die Trennung von Kohlenhydraten und Eiweißen in Bezug auf Eier etwas schwierig. In der getrennten Kost zählt das komplette Ei, also das Eigelb und das Eiklar, auch Eiweiß genannt, in die Gruppe der Eiweiße. Deshalb sollte das Vollei auch nur mit Lebensmitteln aus der Eiweißgruppe oder mit neutralen Nahrungsmitteln verzehrt werden. Wird das Eigelb aber getrennt verarbeitet, fällt es in die neutrale Gruppe.

Die Kohlenhydratgruppe

Kohlenhydrate haben keinen guten Ruf. Ihre Energiedichte ist hoch, sie sind keine Sattmacher und sie kurbeln die Produktion von Insulin im Körper an. Das wiederum bremst den Stoffwechsel von Fett. Viele Diäten verbannen Kohlenhydrate deshalb fast vollständig aus dem Speiseplan. Das aber macht ihn langweilig und einseitig. In der Trennkost sind Lebensmittel aus der Kohlenhydratgruppe nicht verpönt. Im Gegenteil. Sie können in beliebiger Menge gegessen werden. Wichtig ist nur, dass man sie nicht mit eiweißhaltigen Nahrungsmitteln kombiniert. Erwünscht und für die Ernährung wichtig sind außerdem Vollkornprodukte. Sie liefern die für eine gute Verdauung wichtigen Ballaststoffe.

Brot und Kuchen

Brot ist der Inbegriff eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels. Brot ist ausdrücklich erlaubt. Da es klassischerweise mit Käse oder Wurst gegessen wird, verstößt es oft gegen die Regeln der strikten Trennung. Denn viele Wurstsorten und fettreduzierter Käse gehören in die Eiweißgruppe. Allerdings kann Brot aus der Kohlenhydratgruppe durchaus mit neutralen Lebensmitteln verzehrt werden. Damit ist die Kombination mit fetthaltigem Käse möglich. Da auch bestimmte Wurstsorten, wie gekochter Schinken oder rohe Mettwurst, neutral sind, dürfen sie mit Brot gegessen werden.

Kuchen eignet sich als kleine Mahlzeit zwischendurch. Doch der Teufel steckt im Detail, denn im Kuchen ist oft Ei enthalten. Als Vollei zählt es zu den Lebensmitteln aus der Eiweißklasse. Deshalb ist es besser, den Kuchen selbst zu backen. Ei sollte dabei getrennt werden. Nur das Eigelb ist ein neutrales Lebensmittel und kann deshalb im Kuchen verarbeitet werden.

Weizenmehlprodukte

Weizen ist eine der bekanntesten Getreidesorten. Er gehört deshalb klassischerweise in die Kohlenhydratgruppe. Produkte aus Weizenmehl können, entsprechend der Regeln, mit Lebensmitteln aus der Kohlenhydratgruppe verzehrt werden. Auch zu neutralen Lebensmitteln sind Weizenmehlprodukte unbegrenzt essbar. Dass Weizen schlecht für die Gesundheit ist, konnte sich als Ansicht in der Ernährungswissenschaft nicht durchsetzen. Dennoch sollten Brot und Kuchen aus Weizenmehl maßvoll genossen werden. Getreide liefert für die Verdauung wichtige Ballaststoffe. Sie sind allerdings viel eher in Vollkornprodukten enthalten.

Nudeln

Nudeln sind ein vielfältiges Lebensmittel und spenden dem Körper wichtige Energie. In der traditionellen Ernährung passen sie besonders gut zu eiweißreichen Lebensmitteln, deren Kombination mit kohlenhydrathaltigen Nudeln in der getrennten Ernährungsweise nicht erlaubt ist. Wer gerne Pasta isst, muss deshalb umdenken und zu den Nudeln Gemüse, Pilze und andere neutrale Nahrungsmittel sowie solche aus der Kohlenhydratgruppe kombinieren. Viele Pasta Sorten werden lediglich aus Hartweizengrieß, ohne Ei, hergestellt. Sie sollten bevorzugt werden. Denn Vollei gehört in die Eiweißgruppe. Außerdem ist es für die Verdauung sinnvoll, verstärkt auf Vollkornnudeln zu setzen. Nudeln mit der beliebten Tomatensoße gibt es in der Trennkost nicht mehr. Tomatensalat dagegen darf unbegrenzt zu Nudeln gegessen werden.

Kartoffeln

Kartoffeln enthalten eine große Menge Vitamin C. Es steckt hinter der Schale. Die Erdäpfel sollten deshalb schonend zubereitet werden und möglichst mit der Schale verzehrt werden. Obwohl Kartoffeln in die Kohlenhydratgruppe gehören, enthalten sie nicht viele Kalorien. Nur mit Nahrungsmitteln aus der gleichen Gruppe oder mit neutralen Lebensmitteln kombiniert, können sie auch einmal in etwas größerer Menge gegessen werden. Ein ideales Gericht aus der Trennkost ist Kartoffeln mit Quark.

Reis

Weltweit gehört Reis zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Alle Sorten gibt es in geschälter und ungeschälter Form. Auch als gesunder Vollkornreis bereichert dieses Korn den Speiseplan. Unverarbeitet ist Reis sehr wertvoll. Ungeschälter brauner Reis, also Vollkornreis, besitzt reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Sie verstecken sich in dem Silberhäutchen. Bei geschältem Reis gehen diese Stoffe zusammen mit dem Häutchen leider verloren. Auch Reis darf nicht mit Gerichten verzehrt werden, die zum Beispiel gekochte Tomaten enthalten. Reis mit viel Gemüse dagegen ist erlaubt.

Süßungsmittel

Süßungsmittel gehören fast ohne Ausnahme in die Kohlenhydratgruppe. Honig oder Ahornsirup darf deswegen auf das Brot. Auch Fruchtzucker und weißer und brauner Zucke sind erlaubt. Aber nur, wenn sie mit Lebensmitteln aus der Gruppe der Kohlenhydrate einhergehen oder zu neutralen Lebensmitteln gereicht werden. Als Beigabe zu Lebensmittel der Eiweißgruppe dagegen sind sie tabu. Ohnehin sollten stark gesüßte Lebensmittel in der Ernährung keine große Rolle spielen. Für kleine Snacks sind sie gut. Ansonsten gilt Maß zu halten.

Bananen

Als süßes Obst werden Bananen gern zum Dessert verspeist. Nach einer Eiweißmahlzeit geht das bei der Ernährung nicht. Denn Bananen gehören zur Kohlenhydratgruppe. Deshalb dürfen sie auch nur zusammen mit kohlenhydrathaltigen Speisen gegessen werden. Im Obstsalat ist Vorsicht geboten, weil das zugehörige Obst aus der Eiweißgruppe stammen könnte. Bananen liefern wichtiges Magnesium und Kalium und sollten auf dem Speiseplan stehen. Am besten eignen sie sich solo als Zwischenmahlzeit.

Beispiele für verbotene Lebensmittel

Mit der Trennung nach kohlenhydratreichen und eiweißhaltigen Lebensmitteln geht eine starke Umstellung von traditionellen Gewohnheiten bei der Ernährung einher. Vor allem sehr beliebte Speisen dürfen nicht mehr gegessen werden. Das liegt daran, dass typische und beliebte Gerichte grundsätzlich Lebensmittel aus der Kohlenhydratgruppe und der Eiweißgruppe kombinieren. Und das Schlimme daran ist: Sie schmecken unter anderem auch deswegen so gut.

Hamburger

Hamburger ist, in traditioneller Zubereitung, der Inbegriff einer verbotenen Kombination. Zum kohlenhydrathaltigen Brot oder Brötchen kommen das eiweißreiche Fleisch und damit ein Tabu in dieser Diät. Ganz vom Speiseplan muss man den Hamburger nicht streichen. Denn leckere vegetarische Varianten kombinieren das Brot aus der Kohlenhydratgruppe mit dem Gemüse aus der Gruppe der neutralen Lebensmittel. Vorsicht, wenn der Veggi-Burger mit Tomatensoße verfeinert wird. Gekochte Tomaten stammen aus der Eiweißgruppe und dürfen nicht auf einen Trennkost-Hamburger. Tomatensalat dagegen geht in Ordnung.

Pizza

Pizza ist nur auf den ersten Blick ein verbotenes Lebensmittel. Mit Fleisch, Thunfisch oder Meeresfrüchten belegt, darf Pizza nach den strengen Regeln nicht verzehrt werden. Auch die Tomatensoße passt nicht auf den Teig aus der Kohlenhydratgruppe. Pizza kann aber so zubereitet werden, dass nur Produkte aus der neutralen Gruppe die Kombination mit dem Pizzateig eingehen. Soll roher Schinken auf die Pizza, darf er nicht mitverarbeitet werden. Sonst fällt auch er in die Eiweißgruppe.

Spaghetti Bolognese

Für Pasta mit Fleischsoße hat die getrennte Ernährung keinen Platz. Hier spielen gleich mehrere Partner zusammen, die den Regeln getrennter Nahrungsaufnahme widersprechen. Dazu gehören die Nudeln aus der Kohlenhydratgruppe, das Fleisch aus der Eiweißgruppe und die gekochten Tomaten, die ebenfalls in die Gruppe der Eiweiße gehören. Inzwischen gibt es viele leckere vegetarische Varianten der Bolognese. Allerdings sollte streng darauf Wert gelegt werden, dass in diesen Rezepten keine Tomaten verkocht werden. Zu Spaghetti passt sehr gut Gemüse aus der neutralen Gruppe.

Schnitzel mit Pommes

Ausgedient hat das traditionelle Schnitzel auch ohne die kohlenhydratreichen Pommes. Denn Schnitzelfleisch wird klassisch mit Vollei und Semmelbrösel paniert und damit verliert es seine Berechtigung in der getrennten Ernährung. Natürlich kann man auch Schnitzel so panieren, dass es nicht mit den Trennungs-Regeln kollidiert, Gemahlene Nüsse sind eine Variante. Beim Panieren braucht das Ei nicht getrennt zu werden. Denn als Vollei ist es ein Lebensmittel aus der Gruppe der Eiweiße. Eigelb gehört in die neutrale Gruppe.

Nachteile der Trennkost

Die Prinzipien, auf denen die Ernährungsumstellung beruht, sind mehr als 100 Jahre alt. Bis heute haben Medizin und Ernährungswissenschaft an den Grundfesten der Ideen gerüttelt. Viele neue wissenschaftliche Erkenntnisse widersprechen inzwischen einigen der grundlegenden Theorien des New Yorker Arztes. So gibt es eine ganze Reihe von Lebensmitteln, die Eiweiß und Kohlenhydrate enthalten, ohne dem Menschen nachhaltig zu schaden. Inzwischen weiß man auch, dass die beiden Nährstoffgruppen sich bei der Verdauung nicht ins Gehege kommen, weil sie im menschlichen Körper ohnehin an unterschiedlichen Stellen verdaut werden.

Übersäuerungstheorie wissenschaftlich widerlegt

Die Gefahr, dass der Körper übersäuern kann, ist von der modernen Wissenschaft inzwischen ebenfalls in das Reich der Mythen verdammt worden. Deshalb hält zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine strikte Einteilung von Nahrungsmitteln nach basischer oder saurer Wirkung für nicht notwendig. Auch ohne Essen produziert der Stoffwechsel im menschlichen Körper Säuren. Die Evolution hat ihn deshalb mit Systemen ausgestattet, die für einen konstanten ph-Wert sorgen. Wahr ist, dass der Körper am besten funktioniert, wenn die Körperflüssigkeit leicht basisch oder am besten neutral ist. Beim gesunden Menschen arbeitet der Säure-Basen-Haushalt gut. Überschüssige Säure-Ionen, die etwa im Magen für eine reibungslose Verdauung von Eiweiß notwendig sind, werden über die Niere ausgeschieden.

Sündigen ist nicht erlaubt

Die einzige erlaubte Sünde bei der Ernährung unter den Regeln der Trennung verschiedener Nahrungsgruppen ist eine gewisse Maßlosigkeit. Das heißt, alle Lebensmittel aus einer Gruppe oder in Gesellschaft mit neutralen Nahrungsmitteln dürfen bis zum Gefühl völliger Sattheit verzehrt werden. Aus eiweißreichen Diäten ist bekannt, dass ein Mangel an Kohlenhydraten Heißhunger auf die verbotene Kombination beider Gruppen macht. Genauer ausgedrückt: Wer trennt, bekommt irgendwann Appetit auf Currywurst mit Pommes oder Braten mit Klößen. Das liegt ganz einfach in der menschlichen Natur. Solche Sünden sind nicht gestattet. Trennen erfordert also Disziplin.

Erfordert lebenslange Disziplin

Wer einmal in die Ernährungsumstellung eingestiegen ist, sollte dort für den Rest seines Lebens bleiben. Denn in der Theorie funktionieren Abnehmen und die Abwehr von Ernährungskrankheiten nur, wenn die Lebensmittel entsprechend ihrer Gruppen gegessen werden. Ob ein gemeinsamer Verzehr dem Körper schadet, darüber hat die Ernährungswissenschaft inzwischen ihr Urteil gefällt. Die Antwort ist nein. Wer sich jedoch mit Trennkost wohlfühlt, sollte dabeibleiben. Ein Leben lang.

Gefahr der Mangelernährung

Trennkost ist nur dann für jeden Menschen geeignet, wenn der Speiseplan, auf dem die tägliche Nahrungsaufnahme beruht, tatsächlich abwechslungsreich ist. Alle Lebensmittel, die nach der Lehre erlaubt sind, müssen auch abwechslungsreich und in der richtigen Menge gegessen werden. Die Trennkost ermöglicht das im Prinzip, da sie die Aufnahme dieser Lebensmittel auch wirklich erlaubt. Leider verführt diese Ernährung aber dazu, bestimmte Nahrungsmittel der Einfachheit halber bevorzugt zu essen. Als typischer Vertreter der Eiweißgruppe landet Fleisch zum Beispiel öfter auf dem Teller, als es im Interesse der ausgewogenen Kost sinnvoll ist. Viel Obst zu essen ist gut und wird von Anhängern der Trennkost favorisiert. Sich allein durch Obst zu ernähren, schadet auf Dauer.

Nicht für Kinder und Schwangere geeignet

Was einem normalen Menschen in der Regel nicht schadet, kann vor allem für Kinder und Schwangere in hohem Maße gefährlich werden. Einseitige Ernährung führt in dieser Gruppe schneller zu Mangelerscheinungen. Zu kurz kommen dann meist so wichtige Spurenelemente wie Jod, Kalzium oder Eisen. Weil Kinder und Schwangere mehr von diesen Stoffen brauchen, können Defizite schwerer ausgeglichen werden. Schwangere, die nicht auf Trennkost verzichten wollen, weil sie zuvor damit gute Erfahrungen gemacht haben, sollten deshalb auf Ausgewogenheit bei ihrer Ernährung achten. Für Kinder ist eine vielfältige Mischkost ohnehin lebenswichtig. Eine Trennung von Kohlenhydraten und Eiweißen empfiehlt sich hier nicht.

Vorteile der Trennkost

Die Ernährungsweise ist alles andere als eine einseitige Ernährung. Das ist der größte Vorteil der Prinzipien des Arztes aus New York. Viel Diäten dagegen erklären ganze Gruppen von Nahrungsmittel für schädlich Sie reduzieren zum Beispiel Kohlenhydrate auf ein wenig erträgliches Maß. Selbst bestimmte Obst- und Gemüsesorten sind in modernen Crashdiäten verboten. Sie setzen dagegen auf große Mengen Fleisch oder verführen Menschen dazu, fast ausschließlich Eiweiß zu sich zu nehmen. Gesund sind solche einseitigen Ernährungsweisen auf die Dauer nicht. Manche Ernährungsumstellungen schaden dem Körper sogar nachhaltig. Bei der getrennten Ernährung dagegen kommen viele verschiedene Lebensmittel zum Einsatz. Kohlenhydrate sind nicht verpönt, sondern finden ihren Platz im Speiseplan. Insgesamt basiert diese Ernährung also auf einer gesunden Mischung aus allem, was dem Körper guttut.

Führt zu bewusster Ernährung

Als Start in ein gesünderes Leben ist Trennkost für viele eine wirksame Hilfe. Denn sie führt dazu, dass Menschen, die unter Übergewicht und chronischen Krankheiten leiden oder diese für ihre Zukunft verhindern wollen, ihre Essen bewusster wahrnehmen und sich besser ernähren. Vor allem der Vorzug unbehandelter Lebensmittel hilft der Verdauung und damit der Gesundheit. Außerdem kommen durch die Trennkost vor allem Salat, Gemüse und Obst auf den Speiseplan. Stark reduziert wird dagegen der Genuss von Fleisch und schädlichem Fett. Und bei den kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln greifen bewusste Trennkostler in erster Linie auf hochwertigere Vollkornprodukte zurück. Weißmehl und Zucker dagegen sind, im strengen Sinne, tabu. Erlaubt sind darüber hinaus ganz bestimmte Zusammensetzungen bei den Mahlzeiten. Kartoffeln und Quark etwa gehören zu den erlaubten Kombinationen. Damit stecken der Trennkost weite Teile der vegetarischen Ernährung

Kein Kalorienzählen

Einer der wichtigsten Vorteile dieser Ernährungsform ist, dass das Zählen von Kalorien keine besondere Rolle spielt. Welche Lebensmittel gegessen werden dürfen, wird allein dadurch bestimmt, in welcher der Gruppen sie nach den Prinzipien der Trennkost eingeordnet werden. Weil Kalorientabellen unwichtig sind, entfällt auch das umständliche abwiegen von Lebensmitteln oder Zutaten. Außerdem fallen bei der Trennkost Gerichte unter den Tisch, die als Dickmacher bekannt sind. Verboten sind Nudeln mit fetter Fleischsoße, Hamburger, Currywurst und Pommes, fette Braten in Kombination mit Klößen. Allein dadurch werden weniger Kalorien zugeführt. Erlaubt sind dagegen Gerichte, die schnell satt machen, wie G Fleisch mit viel Gemüse, Fisch oder Salat und Obst.

Sattessen ist erlaubt

Ein wichtiges Versprechen hält die Trennkost in jedem Fall. Sie erlaubt es, sich lecker satt zu essen. Ein Trick dabei ist es, die Mahlzeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt einzunehmen. Wer eine reichhaltige Kohlenhydratmahlzeit am Morgen einnimmt, kurbelt damit den Stoffwechsel an und tut seinem Körper etwas Gutes. Grundsätzlich vorteilhaft für die schlanke Linie ist es, wenn man ab einem bestimmten Zeitpunkt des Tages nur noch eiweißreiche Kost zu sich nimmt. Mittags oder am frühen Abend gibt es deshalb bei den neuen Varianten der Trennkost Fisch mit viel Salat oder Fleisch mit reichlich Gemüse. Und da auch Brot und Kuchen erlaubt sind, wenn man sie nicht mit eiweißhaltigen Lebensmitteln kombiniert, entsteht zwischendurch kein Heißhunger auf Nahrungsmittel, die in anderen Diäten verboten sind.

Fazit

Mit der Trennkost abzunehmen, ist durchaus möglich. Der wichtigste Faktor dabei ist eine bewusste Ernährung, die genau darauf achtet, was sie dem Körper zumutet. Obst und Gemüse sowie Salat sind ein wesentlicher Pfeiler der Ernährungsform. Auch sie machen diese Art zu Essen zu einer sinnvollen Diät, bei der man durchaus Kilos verliert. Dass Gerichte, die als Kalorienbomben bekannt und berüchtigt sind, ganz auf dem Speiseplan fehlen, ist ein weiterer Vorteil. Wurst und Pommes, Fleisch und fettige Bratkartoffeln, dick belegte Pizza sind lecker, eignen sich aber nicht für die schlanke Linie. Wer Disziplin mitbringt und sich die Regeln der Trennkost-Ernährung zu eigen macht, wird sogar einigen Gefallen daran finden. Denn lecker sind viele Gerichte aus dem Speiseplan, trotz Trennung. Disziplin führt zum Erfolg und erlaubt es somit, mit der Trennkost abzunehmen.

Formuladiäten & Diät Shakes

Formula Diäten sind keine Wundermittel und nicht unbedingt die beste Methode, um eine nachhaltige Gewichtsreduktion zu erzielen. Manche Menschen benötigen allerdings den Motivationsschub, den sie durch einen schnellen Anfangserfolg erhalten. Wer sieht, dass sich Veränderungen im Essverhalten – und sei es nur der Ersatz einer oder zwei Mahlzeiten durch eine kalorienärmere Alternative – schnell auf der Waage auszahlen, ist eher bereit, auch über einen längeren Zeitraum sein Essverhalten zu ändern. Dies gilt insbesondere für Menschen, die womöglich die Hoffnung auf eine erfolgreiche Gewichtsreduktion längst aufgegeben haben. Deshalb sind Formuladiäten und Drinks als Motivationshilfe und für kurzfristige Abnehmziele durchaus hilfreich.

Wie funktioniert eine Formula Diät?

Bei einer Formuladiät werden einzelne oder alle Mahlzeiten durch industriell hergestellte Drinks oder speziell zubereitete Nahrungsmittel ersetzt. Die Drinks werden dabei entweder bereits fertig angerührt angeboten oder aber als Pulver, das vom Anwender noch in Flüssigkeit eingerührt werden muss.

Die Produkte für Formuladiäten sind Diät Nahrungsmittel, die den Vorschriften der Deutschen Diätverordnung entsprechen müssen. Darin ist geregelt, dass die einzelnen Drinks, die eine Mahlzeit ersetzen sollen, nicht mehr als 400 kcal an Energie liefern dürfen. Andererseits müssen sie Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate in den Mengen enthalten, wie sie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für eine gesunde Ernährung vorschreibt. Weiterhin regelt die Deutsche Diätverordnung, dass Produkte, die im Rahmen einer Formula Diät eingesetzt werden, eine ausreichende Zufuhr an Vitaminen und Mineralstoffen gewährleisten.

Werden selbst anzurührende Pulver verwendet, so müssen die Herstelleranweisungen zur Zubereitung genau eingehalten werden. Nur so ist gewährleistet, dass der Organismus mit allen essentiellen, also lebensnotwendigen, Nährstoffen in ausreichender Menge versorgt wird.

Die meisten Anbieter empfehlen folgendes Diätprogramm: Zunächst soll morgens, mittags und abends ein Drink alle selbst zubereitete Mahlzeit ersetzen. Damit wird eine schnelle Gewichtsreduktion erreicht, da die tägliche Energiezufuhr weniger als 1200 kcal beträgt. Neben den Drinks sind nur Mineralwasser und ungesüßte Tees oder Gemüsebrühen als Getränk erlaubt. In den nächsten drei bis vier Wochen soll dann entweder das Mittagessen oder das Abendbrot wieder individuell zubereitet werden. Die zwei verbleibenden Mahlzeiten decken Formula Drinks ab. Jetzt soll, so die Hersteller der gewünschte Fettabbau beginnen. In der dritten Phase eines Formula Diät Programms besteht immer eine Mahlzeit aus vorgefertigten Eiweißdrinks, während zwei Mahlzeiten individuell zubereitet werden sollen. Diese Speiseplangestaltung soll bis zum Erreichen des Wunschgewichts beibehalten werden. Wer am Ziel seiner Abnehmwünsche angekommen ist, kann wieder alle Mahlzeiten selbst zusammenstellen und individuell zubereiten. Bei Bedarf kann jederzeit eine Mahlzeit wieder durch einen Formula Drink ersetzt werden.

Welche Formula Diätprodukte gibt es?

Die Geschmäcker und individuellen Vorlieben sind verschieden. Deshalb bieten die Hersteller ihre industriell produzierten Nährstoffmischungen in Form von Suppen, Pulvern, Shakes und Getränken an. So soll jeder Abnehmwillige das Produkt finden, das ihm gut schmeckt und mit dem ihm der Verzicht auf herkömmliche Mahlzeiten am leichtesten fällt. Egal, in welcher Form die Diätprodukte konsumiert werden, sie folgen alle dem gleichen Prinzip und sollen bis zu drei Mahlzeiten am Tag ersetzen. Wenn jedoch über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen alle drei Mahlzeiten ersetzt werden sollen, sollte zuvor ein Arzt zurate gezogen werden. Ein entsprechender Hinweis muss auf dem Produkt zu lesen sein.

Fertiggerichte

Wer im Rahmen der Formuladiät nicht komplett auf eine „echte“ Mahlzeit verzichten oder ein Getränk beziehungsweise einen Shake durch feste Nahrung ersetzen möchte, für den haben einige Hersteller kleine Gerichte und Snacks im Angebot. Typische Beispiele dafür sind Snackriegel, die so konzipiert sind, dass sie eine vollwertige Mahlzeit ersetzen. Sie enthalten wie Shakes und Getränke alle Inhaltsstoffe, die Formuladiät-Produkte gemäß der Diätverordnung enthalten müssen. Die Riegel lassen sich bequem in der Tasche transportieren und benötigen keine weitere Zubereitung. Deshalb sind die Snacks besonders praktisch für unterwegs oder den Arbeitsplatz.

Suppen

Für eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan können Suppen sorgen, die zum Mittag- oder Abendessen ebenfalls Shakes und andere Formula-Produkte ersetzen können. Je nach Hersteller können Abnehmwillige zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen wählen. Besonders beliebt sind Tomatencreme- und Gemüsesuppen, die wahlweise warm oder kalt verzehrt werden können. Bei einigen Suppen dürfen Sie zu Gewürzen und frischen Kräutern greifen. Damit lassen sich die Produkte verfeinern und an den persönlichen Geschmack anpassen.

Shakes und Getränke

Zu den am häufigsten genutzten Formulaprodukten zählen Shakes und Getränke. Sie lassen sich aus fertigen Nährstoffgemischen mithilfe eines Shakers schnell und einfach selbst zubereiten. Hierbei handelt es sich in der Regel um Shakes, die für eine lang anhaltende Sättigung einen hohen Eiweißanteil enthalten. Das Pulver kann je nach Rezeptur und Geschmack mit Milch oder Wasser angerührt werden. Neben den verschiedenen Geschmacksrichtungen erlauben die meisten Anbieter, die angerührten Shakes nach Belieben mit Gewürzen wie Zimt oder Vanille zu verfeinern.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist bei der Verwendung von Formula-Produkten besonders wichtig. Jedoch sind Säfte und Limonaden aufgrund ihres hohen Zuckergehalts tabu. Deshalb haben einige Hersteller Getränkekonzentrate in verschiedenen Geschmacksrichtungen im Sortiment. Wer es leid ist, ausschließlich geschmacksneutrales Wasser zu trinken, bekommt damit eine willkommene Abwechslung. Die Getränkekonzentrate sollen es Anwendern leichter machen, die empfohlene Menge Flüssigkeit während der Diät aufzunehmen. Insbesondere bei einer Diät, bei der dem Körper weniger Energie zugeführt wird, als er gewohnt ist, ist es wichtig, ausreichend zu trinken. So das Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel, Herzrhythmusstörungen oder anderen medizinischen Problemen verringert.

Pulver

Die Mehrheit der Formula-Diäten basiert auf einem Pulver, das sich aus Makronährstoffen wie Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß sowie Mikronährstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren zusammensetzt. Das Pulver wird in Flüssigkeit wie fettarmer Milch oder Wasser eingerührt und ergibt so einen sofort verzehrfertigen Shake. Damit die Diät nicht zu eintönig wird, erlauben viele Hersteller, das Pulver auch mit anderen Milchprodukten wie Joghurt, Quark oder Kefir zu mischen. Diese Abwechslung soll sich positiv auf das Durchhaltevermögen auswirken.

Inhaltsstoffe von Formula Diätprodukten

Gemäß § 14 der deutschen Diätverordnung dürfen die Pulver, Shakes und Suppen je ersetzter Mahlzeit einen maximalen Energiegehalt von 400 kcal bzw. 1673 kJ enthalten. Auf den ganzen Tag verteilt muss der gesamte Energiegehalt zwischen 800 und 1.200 kcal liegen. Um bei gesunden Menschen und korrekter Anwendung eine Unterversorgung zu verhindern, gibt es auch Vorgaben hinsichtlich der Zusatzstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe (zum Beispiel Calcium und Eisen). Formuladiät-Produkte enthalten deshalb in einem ausgewogenen Verhältnis Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett sowie ausreichend Vitamine und Mineralstoffe. Produkte, die alle täglich benötigten Nährstoffe enthalten, dürfen als alleiniges Lebensmittel beworben und vermarktet werden. Die meisten Shakes oder anderen Produkte müssen jedoch mit Milch oder Öl angerührt werden, damit sie die Vorgaben für Nährstoffe erfüllen. Sie müssen dann mit dem Hinweis „Zur Herstellung einer gewichtsoptimierenden Mahlzeit“ versehen sein.

Vorteile von Formula Diäten

Auf den ersten Blick bietet die Formuladiät einige Vorteile gegenüber anderen Abnehmmethoden, insbesondere ist hier die Geschwindigkeit der Gewichtsabnahme zu nennen. Die Vorteile der Methode erklären, warum diese Art der Gewichtsreduktion in den letzten Jahren einen wahren Boom erlebt hat und immer mehr Anbieter mit neuen Formuladiät-Produkten auf den Markt drängen. Die Motivationen und Prioritäten der Anwender, die sich für eine Gewichtsabnahme mit einer Formuladiät entscheiden, sind allerdings ganz unterschiedlich.

Schnelle Gewichtsabnahmen möglich

Die Idee hinter der Formular-Diät ist simpel und soll sich von jeder Person leicht anwenden lassen. Reguläre Mahlzeiten werden einfach durch kalorienarme und schnell zuzubereitende oder gar schon fertige Alternativen ersetzt. Da eine Portion höchstens 400 Kalorien enthalten darf und bei einem Ersatz aller drei Mahlzeiten somit eine maximale Kalorienzufuhr von 1.200 kcal erfolgt, ist eine schnelle Gewichtsreduktion zu erwarten. Davon können besonders Personen mit einem hohen Ausgangsgewicht profitieren, die zuvor sehr viel höhere Kalorienmengen zu sich genommen haben. Die Wirksamkeit der Formuladiät wurde in zahlreichen Studien untersucht und vor allem zu Beginn der Anwendung hat sich bei fast allen Teilnehmern schnell eine positive Veränderung auf der Waage gezeigt.

Guter Einstieg in die Ernährungsumstellung

Vor allem für extrem übergewichtige Menschen, die womöglich schon viele Diäten ausprobiert haben, kann die Formuladiät ein Einstieg in eine langfristige Umstellung ihrer Ernährung sein. Durch die relativ schnelle Gewichtsabnahme am Anfang kann die Motivation steigen, sich auch über die Shakes hinaus mehr mit gesunder Ernährung zu beschäftigen. Im besten Fall führt sie dazu, dass die Lust auf eine nachhaltig gesunde und abwechslungsreiche Ernährung geweckt wird und diese in den Alltag integriert wird.

Einfache Zubereitung

Das Zubereiten der Shakes ist im Prinzip genauso einfach wie das Anrühren eines Kakaos und bedarf keinerlei Übung. Im Gegensatz zu anderen Diäten gibt es hier keine Lebensmittel, die streng verboten oder ausdrücklich erlaubt sind und es müssen auch keine Lebensmittel abgewogen werden. Ein Berechnen der konsumierten Energie in Form von Kalorienzählen ist nicht erforderlich. Dank der einfachen Zubereitung kann die Diät auch auf Reisen und am Arbeitsplatz ganz einfach fortgesetzt werden. Sämtliche Mahlzeiten im Restaurant oder Hotel lassen sich natürlich ebenfalls leicht durch einen selbst angerührten Shake oder ein mitgebrachtes Fertiggericht ersetzen.

Verschiedene Geschmacksrichtungen

Ob jemand eine Diät durchhält, hängt nicht zuletzt davon ab, ob das, was man isst, gut schmeckt. Das wissen auch die Hersteller von Formula-Diätprodukten und bieten ihre Produkte deshalb in verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Die Bandbreite an Geschmacksrichtungen ist je nach Anbieter unterschiedlich groß. Während einige Hersteller gar keine Variationen anbieten, bieten andere ihre Produkte in beliebten Geschmacksrichtungen wie Vanille, Erdbeere und Schokolade an. Wiederum andere Hersteller wollen ihren Kunden mit zusätzlichen Geschmacksrichtungen wie beispielsweise Banane, Cappuccino, Joghurt, Stracciatella oder Wildbeeren noch mehr Abwechslung bieten.

Mangelernährung wird vermieden

Durch die gesetzlich vorgegebenen Inhaltsstoffe, die ein ausgewogenes Verhältnis von Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate sowie Mineralstoffen, Vitaminen und Aminosäuren ergeben sollen, besteht – zumindest für geeignete Personen bei kurz- bis mittelfristiger Anwendung – keine Gefahr einer Mangelernährung. Es gibt aber durchaus kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten. Daher ist es empfehlenswert, vor dem Kauf einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen und die Produkte miteinander zu vergleichen.

Nicht alle Mahlzeiten müssen ersetzt werden

Mit den Diätprodukten dürfen kurzzeitig bis zu drei Mahlzeiten am Tag ersetzt werden. Um eine Gewichtsabnahme zu erreichen, ist dies jedoch nicht unbedingt erforderlich. Insbesondere, wenn nur ein moderater Gewichtsverlust angestrebt wird, reicht es, eine oder zwei Mahlzeiten gegen Formula-Produkte auszutauschen. Im Idealfall sollte darauf geachtet werden, die verbleibenden Mahlzeiten möglichst ausgewogen und kalorienarm zuzubereiten. Durch diese Abwechslung wird es nicht langweilig und die Motivation, mit der Diät weiter zu machen, bleibt erhalten.

Nachteile von Formula Diäten

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Das gilt auch für Formuladiäten, die in Sachen Gewichtsabnahme nicht nur Vorteile mit sich bringen. Die mit dieser Abnehmmethode verbundenen Nachteile sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie Ihren Pfunden mit Shakes und Co. zu Leibe rücken möchten. Einige dieser Nachteile wie beispielsweise der Preis haben keinen direkten Einfluss auf den Erfolg der Diät. Andere Nachteile wie der eintönige Geschmack können durch entsprechende Maßnahmen abgemildert werden. Und wieder andere Nachteile müssen Sie einfach in Kauf nehmen, wenn Sie eine Formuladiät beginnen.

Höhere Kosten als normale Ernährung

Die Formuladiät ist nichts für Sparfüchse. Denn werden alle Mahlzeiten durch Formula-Produkte ersetzt, ist die Diät im Durchschnitt teurer als eine normale, ausgewogene Ernährung. Allerdings gibt es große Preisunterschiede zwischen den Produkten der einzelnen Anbieter – manche Shakes kosten ein Vielfaches der Produkte anderer Hersteller. Besonders günstig werden die Produkte in Drogerien und über das Internet angeboten. Teurer, aber nicht automatisch besser, sind die Produkte, die in Apotheken angeboten werden.

Nicht als langfristige Ernährung geeignet

Auch wenn die Formuladiät-Produkte den gesetzlich vorgeschriebenen Richtlinien folgen müssen, handelt es sich dabei doch immer nur um Mindestanforderungen. Eine langfristige vollständige Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen ist mit diesen Diätprodukten deshalb nicht möglich. Eine dauerhafte Anwendung würde mit großer Wahrscheinlichkeit gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Mögliche Unterversorgung mit Ballaststoffen

Ballaststoffe sind für eine gesunde Verdauung essenziell wichtig. Manche Formula-Produkte enthalten aber nur sehr wenige Ballaststoffe. Die daraus resultierende unzureichende Zufuhr an Ballaststoffen kann nach einiger Zeit zu Verdauungsproblemen und Verstopfung führen. Besser werden deshalb jene Diäten bewertet, die durch zusätzliche Produkte oder Mahlzeiten eine größere Zufuhr von Ballaststoffen ermöglichen. Ideal eignen sich hier zum Beispiel geschrotete Leinsamen, Mohn, Kokosraspel und Nüsse. Allerdings sollten diese Zutaten mit viel Flüssigkeit verzehrt werden, damit sie im Körper aufquellen und ihre volle Wirkung entfalten können.

Eintöniger Geschmack

Wer täglich mehrere Mahlzeiten durch Formula-Diätprodukte ersetzt, kann den Geschmack der Produkte mehr oder weniger schnell als eintönig empfinden. Das kann dazu führen, dass der Appetit auf andere Nahrungsmittel größer wird und im schlimmsten Fall in einer Heißhungerattacke münden. Deshalb bieten die Hersteller oft mehrere Geschmacksrichtungen an und sind bemüht, ihr Angebot stetig zu erweitern, um eine möglichst große Geschmacksvielfalt anbieten zu können.

Keine feste Nahrung

Die meisten Formula-Diätprodukte sind flüssig oder breiförmig und können deshalb ohne den üblichen Kauvorgang einfach getrunken beziehungsweise gegessen werden. Der Mensch ist jedoch ein Gewohnheitstier und so kann es vor allem bei längerer Anwendung passieren, dass es aufgrund des fehlenden Kauens zu regelrechten Entzugserscheinungen kommt. Auch kann es sein, dass das Trinken von Shakes kein Sättigungsgefühl auslöst. Das liegt daran, dass der Körper gewohnt ist, nur nach vorausgegangenem Kauvorgang ein Sättigungsgefühl an das Gehirn zu melden. Manche Hersteller versuchen deshalb, alternative Produkte in Form fester Nahrung wie beispielsweise Riegel anzubieten. Ob diese allerdings häufig süßen Riegel eine (herzhafte) Mahlzeit ersetzen können, ist Geschmackssache.

Der JoJo-Effekt

Bei jeder Diät droht irgendwann der gefürchtete Jojo-Effekt. Das ist auch bei der Formuladiät nicht anders, wie einige Studien bestätigen. Denn so schnell die Pfunde während der Diät purzeln, können Sie danach auch wieder zurückkehren. Häufig geht die erneute Gewichtszunahme sogar noch schneller vonstatten und bringt gleich noch einige zusätzliche Kilos mit. Die Gefahr ist besonders dann groß, wenn Sie zu dem Essverhalten zurückkehren, das Sie vor der Diät hatten. Nur wenn der Gewichtsverlust mit einem Lerneffekt hinsichtlich des eigenen Essverhaltens und dem Wissen um eine gesunde und ausgewogene Ernährung einhergeht, besteht die Chance, den Jojo-Effekt zu umgehen.

Für wen eignen sich Formula Diäten (nicht)?

Formula-Diäten sind längst nicht für jeden Menschen geeignet. Ernährungsexperten und Mediziner sehen das größte Potenzial dieser Methode zur Gewichtsreduktion bei Menschen mit starkem Übergewicht. Oft wird ein Body-Mass-Index (BMI) von über 30 als Kriterium genannt. Auf keinen Fall eignet sich diese Form der Diät für Schwangere, Kinder und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Nieren- oder Leberleiden.

Adipositas-Patienten

Mediziner und Ernährungswissenschaftler befürworten den Einsatz von Formula-Diätprodukten bei Adipositas-Patienten, die einen Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder höher haben. Diese Patienten haben oft schon viele Diäten ausprobiert – letztlich ohne Erfolg. Häufig sind sie wegen der bisherigen Misserfolge frustriert und aus Angst vor weiteren Misserfolgen wenig motiviert, ihre Ernährung nachhaltig umzustellen. Für diese Patienten kann die vergleichsweise schnelle Gewichtsabnahme durch Diät Shakes ein schönes Erfolgserlebnis sein, das die Motivation erhöht, sich auf ein nachhaltigeres Abnehmprogramm mit langfristiger Ernährungsumstellung und Bewegung einzulassen.

Darüber hinaus kann der Einsatz einer Formuladiät bei stark übergewichtigen Personen auch noch aus anderen Gründen sinnvoll sein. Wenn aus gesundheitlichen Gründen eine schnelle Gewichtsabnahme zu befürworten und mehr körperliche Bewegung nicht möglich ist, kann die Formuladiät hilfreich sein. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn akute Gesundheitsprobleme wie eine schwere Schlafapnoe durch die Gewichtsreduktion verringert oder behoben werden können. Auch vor Operationen, die bei einem zu hohen Gewicht des Patienten ein sehr hohes Risiko bergen, kann eine schnelle Gewichtsabnahme sinnvoll sein.

Kinder und Senioren

Kinder befinden sich noch im Wachstum und benötigen alle Vitamin-, Mineral- und Nährstoffe, die in einer ausgewogenen Ernährung enthalten sind. Gerade sie sollten früh und umfassend lernen, welche Lebensmittel gesund sind und welche aufgrund ihres hohen Zucker- oder Fettgehalts nur selten auf dem Speiseplan stehen sollten. Angesichts der Tatsache, dass die Zahl übergewichtiger Kinder stetig zunimmt, ist eine entsprechende Erziehung und Vermittlung des nötigen Wissens besonders wichtig. Die Eiweißdrinks, die im Rahmen einer Formuladiät verzehrt werden, sind auf die Bedürfnisse Erwachsener ausgerichtet und sollten daher nicht von Kindern verzehrt werden.

Dagegen spricht nichts gegen eine Formuladiät bei älteren Menschen. Manche Anbieter betonen sogar, dass auch Senioren von den Diätprodukten profitieren können und altersbedingte Fetteinlagerungen durch die Shakes besser abgebaut werden sollen. Trotzdem sollten alle Personen im Seniorenalter vor dem Beginn einer Formuladiät ihren Arzt konsultieren oder aber die Diät gleich unter ärztlicher Aufsicht durchführen.

Sportler

Wie einige andere Diätkonzepte basiert auch die Formuladiät auf der Annahme, durch eine kalorienreduzierte Ernährung auch ohne zusätzliche Bewegung etliche Pfunde zu verlieren. Die meisten Hersteller werben damit, dass alleine durch den Mahlzeitenersatz und das damit verbundene Kaloriendefizit ungeliebte Fettpolster schmelzen. Mit anderen Worten: Bewegung spielt bei diesem Diätkonzept in der Regel keine Rolle. Gleichzeitig müssen Sie aber auch keine Angst davor haben, dass mit den unerwünschten Fettpölsterchen auch Muskelmasse schmilzt. Der hohe Eiweißanteil in den Formula-Diätprodukten unterstützt den Erhalt der Muskeln. Das Prinzip ist vergleichbar mit den Eiweißshakes, die Sportler vor oder nach dem Training zu sich nehmen, um ihre Muskulatur aufzubauen und zu stärken.

Sind dann Formula-Diätprodukte automatisch auch für Sportler geeignet? Nicht unbedingt, denn Formuladiät-Drinks unterscheiden sich durchaus von den Eiweißshakes für Sportler. Während Formulaprodukte aufgrund der Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe ganze Mahlzeiten ersetzen können, sind Eiweißdrinks als Zwischenmahlzeit konzipiert, die einen erhöhten Eiweißbedarf decken und Muskelmasse aufbauen sollen. Tatsächlich gibt es sowohl unter Ernährungs- als auch Sportwissenschaftlern heftige Diskussionen darüber, ob Eiweißshakes für Sportler wirklich notwendig sind. Relativ einig sind sich die Experten jedoch darüber, dass die Qualität des Eiweißpulvers eine wichtige Rolle spielt. Diese ist bei Eiweißshakes für Sportler häufig deutlich höher als bei Formula-Diäten. Deshalb raten einige Experten sogar dazu, auf Formula-Diätprodukte zu verzichten und stattdessen einfach mal eine Mahlzeit mit hochwertigen Eiweißprodukten zu ersetzen.

Schwangere

Schwangeren Frauen wird von dem Verzehr der gewichtsreduzierenden Shakes abgeraten. Sofern eine Frau nicht unter extremem Übergewicht leidet, ist eine Schwangerschaft der denkbar ungünstigste Zeitpunkt für eine Diät. Sie sollte nur auf ausdrücklichen Rat des Arztes erfolgen, beispielsweise um das Risiko einer Schwangerschaftsdiabetes zu verringern. Auf Empfehlung des Arztes kommt zur Gewichtsreduktion in der Schwangerschaft jedoch nur eine ausgewogene und etwas kalorienreduzierte Ernährung infrage. Formuladiäten und natürlich erst recht Radikaldiäten sind in der Schwangerschaft ein absolutes No-Go, denn sie könnten die Gesundheit des ungeborenen Kindes gefährden. Achten Sie während der Schwangerschaft auf Ihre Ernährung und verschieben Sie Ihre Pläne zur Gewichtsabnahme auf die Zeit nach der Geburt oder nach dem Abstillen.

Im Zweifel ärztlichen Rat einholen

Wer sich aufgrund seiner körperlichen Verfassung nicht hundertprozentig sicher ist, ob eine Formuladiät für ihn eine geeignete Methode zur Gewichtsreduktion darstellt, sollte stets den Rat eines Arztes einholen. Am besten fragen Sie Ihren Hausarzt, der Sie und Ihre gesundheitlichen Schwächen und Stärken in der Regel seit Längerem kennt, um Rat. Dies gilt insbesondere für sogenannte Risikogruppen, zu denen unter anderem Menschen mit chronischen Erkrankungen oder anderen gesundheitlichen Problemen gehören.

Formula Produkte

Auf dem Markt für Formula-Produkte tummeln sich mittlerweile zahlreiche Hersteller mit unterschiedlichsten Produkten. Sie basieren jedoch alle auf dem gleichen Diätprinzip. Unterschiede finden sich nur in den Details. Wer plant, sein Gewicht mithilfe einer Formuladiät zu reduzieren, sollte sich vorab verschiedene Marken / Produkte ansehen und sich über deren Vor- und Nachteile informieren. Bei Risikogruppen sowie älteren Personen empfiehlt es sich, den Hausarzt zu informieren, um die Diät überwachen zu lassen und gesundheitliche Risiken zu minimieren.

Almased

Aus dem norddeutschen Ort Bienenbüttel kommt die Vitalkost der Almased Wellness GmbH. Das glutenfreie Pulver soll laut Hersteller auch für Diabetiker geeignet sein. Es besteht im Wesentlichen aus Soja als Lieferant für Energie und Proteine, Joghurt zur Unterstützung der Verdauung und Honig wegen seiner präbiotisch wirkenden Enzyme. Mit Wasser oder fettarmer Milch angerührt wird daraus ein Shake zubereitet, der je nach Abnehmstrategie bestimmte Mahlzeiten ersetzen soll. Almased empfiehlt je nach Bedarf grundsätzlich vier verschiedene Abnehmstrategien: die 4-Phasen-Diät, die Planfigur, den Bikini-Notfall-Plan und Flüssigkeitsfasten. Hierzu schlägt Almased mehrere Varianten des Shakes sowie zahlreiche Rezepte für geeignete Frühstücksmahlzeiten, Suppen, vegetarische Gerichte, Fisch- und Fleischgerichte sowie Desserts vor.

Kritiker bemängeln bei Almased allerdings den fehlenden Lerneffekt hinsichtlich einer Umstellung der Ernährung und den daraus resultierenden Jojo-Effekt. Ein weiterer Kritikpunkt ist der von vielen Abnehmwilligen als gewöhnungsbedürftig beschriebene Geschmack des Drinks.

Slim-Fast

Der Klassiker unter den Formula-Diäten ist Slim-Fast. Der Drink gehört nicht zuletzt wegen seiner prominenten Werbeträger zu den bekanntesten Marken in diesem Bereich. Slim-Fast bietet fertige Drinks und Drinks zum Anrühren mit Magermilch (alternativ: fettarmer Milch) an, von denen täglich zwei konsumiert werden sollen. Dazu empfiehlt der Hersteller drei Snacks wie fettarmen Joghurt oder Obst und eine frisch zubereitete, kalorienreduzierte Mahlzeit. Mit diesem 3-2-1-Plan will der Hersteller den Anwendern die Möglichkeit bieten, ihre Ernährung trotz verringerter Kalorienzufuhr möglichst individuell zu gestalten. Die erlaubte Kalorienmenge ist dabei genau vorgegeben: Jeder der drei Snacks darf maximal 100 kcal enthalten und die einzige „richtige“ Mahlzeit des Tages darf nicht mehr als 600 kcal (Männer bis zu 800 kcal) haben. Sowohl zu den Snacks als auch zu den erlaubten Mahlzeiten gibt Slim-Fast einige Tipps und liefert gleich eine große Auswahl an Rezeptideen mit. Slim-Fast-Produkte sind in den Geschmacksrichtungen Vanille, Schokolade, Erdbeere und Karamell oder Cappuccino in Apotheken und online erhältlich.

Insgesamt wird Slim-Fast positiv bewertet, da es den Anwendern mithilfe der Rezeptideen und Snack-Vorschläge sowie der insgesamt geringeren Kalorienmenge hilft, ihre Ernährung umzustellen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass dies auch ohne die recht süßen Shakes möglich wäre.

Amapur

Das Amapur-Programm stammt aus der Schweiz und basiert auf dem Konzept, durch eine negative Kalorienbilanz und niedrige Blutzuckerwerte das Gewicht zu reduzieren, ohne dass es zu Hunger oder Mangelerscheinungen kommt. Hierzu wird ein spezielles ein- bis dreiwöchiges Diätprogramm empfohlen, das eigens hierfür entwickelte Mahlzeiten enthält. Für Frauen und Männer gibt es unterschiedliche Varianten, die auf die verschiedenen Nährstoff- und Geschmacksbedürfnisse der beiden Geschlechter ausgerichtet sind. Sowohl Frauen als auch Männer können zwischen einer Intensiv-Diät (fünf, zehn oder 21 Tage), einer Flexibel-Diät (15, 30 oder 60 Tage) oder einer Mix-Diät (7+14, 14+14 oder 14+21 Tage) wählen.

Anders als bei anderen Formula-Diäten ist es bei Amapur wichtig, jede Stunde einen kohlehydratarmen und ballaststoffreichen Snack zu verzehren. Auf diese Weise soll der Stoffwechsel dauerhaft angeregt werden, um einen möglichen Jojo-Effekt zu vermeiden. Deshalb wird Amapur manchmal auch als Stundendiät bezeichnet. Amapur zeichnet sich durch eine große Vielfalt an teilweise gluten- und laktosefreien Diätprodukten aus, zu denen neben den typischen Shakes unter anderem auch Cracker und Kekse sowie Müsli und Suppen gehören. Sämtliche Produkte sind in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich, enthalten aber Kritikern zufolge auch häufig Verdickungsmittel, künstliche Zusatzstoffe und Süßungsmittel.

BCM

Das seit 1986 von Precon hergestellte Diätprodukt BCM (Body Cell Mass) gilt als Vorläufer aller Formula-Diäten. Die BCM-Diät strebt zum einen die Verringerung des Körperfettanteils und zum anderen den Erwerb eines neuen Essverhaltens an. Hierzu sollen zwei Tage lang fünf Mal täglich Drinks verzehrt werden (Startphase), die anschließend schrittweise durch eine Mahlzeit (Abnehmphase) und später zwei Mahlzeiten (Haltephase) ersetzt werden. Grundsätzlich sind während der Diät nur drei Mahlzeiten erlaubt, zwischen denen Pausen von vier bis sechs Stunden liegen sollten. In diesen Zeiten sind Zwischenmahlzeiten absolut tabu. Das Programm findet stets unter ärztlicher Aufsicht statt und bietet neben den BMC-Produkten wie Drinks zum Anrühren, Suppen oder Knusper-Riegeln auch viele hilfreiche Tipps und Rezepte mit unterschiedlichen Lebensmitteln.

Die Stiftung Warentest hat das BMC-Programm als empfehlenswert bewertet. Es gibt jedoch möglicherweise große Schwankungen bei der Qualität der ärztlichen Betreuung. Außerdem mutet es für manchen etwas seltsam an, dass ein Arzt sowohl die Behandlung übernimmt als auch ein konkretes Diätprodukt empfiehlt oder sogar verkauft.

Powerslim

Powerslim setzt auf Gewichtsreduktion mit persönlicher Begleitung und betont, dass es sich hierbei nicht um eine Diät, sondern um ein Programm zur Ernährungsumstellung handelt. Tatsächlich setzt das Konzept die Regel „Proteine statt Kohlenhydrate“ konsequent um und bietet ein großes Produktsortiment an, um sich kohlenhydratarm oder auch „Low-Carb“ zu ernähren. So finden sich hier neben kalten und warmen Getränken auch Frühstücksideen und Hauptmahlzeiten, süße und salzige Snacks, Suppen, Desserts, Riegel und Mahlzeiten für unterwegs.

Die Ernährungsumstellung soll in drei Phasen erfolgen: In der Abnehmphase sollen Anwender täglich fünf bis sieben Powerslim-Mahlzeiten sowie die vorgegebenen Mengen an Fisch, Fleisch, Eiern, Milchprodukten und Gemüse zu sich nehmen. Kohlenhydrate aus Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis und Obst sind ein absolutes No-Go. Diese Phase hat keine bestimmte Länge, sondern dauert, bis 80 Prozent des Wunschgewichtes erreicht sind. Dann folgt die zweite Phase, in der das Erreichen des Wunschgewichts auf dem Plan steht. Dabei werden einige Powerslim-Mahlzeiten durch herkömmliche Mahlzeiten ersetzt, die auch in begrenztem Maße Brot, Kartoffeln, Nudeln oder Reis enthalten dürfen. Ist das Wunschgewicht erreicht, geht es in der dritten Phase darum, das erreichte Gewicht langfristig zu halten und den gefürchteten Jojo-Effekt zu vermeiden. Bei einer langsamen und individuell andauernden Ernährungsumstellung sollen die Mahlzeiten wieder hauptsächlich aus normalen Lebensmitteln bestehen und Powerslim-Snacks nur noch als Zwischenmahlzeiten verzehrt werden.

Neben der Begleitung ist die Bewegung wichtiger Bestandteil des Powerslim-Konzepts. Konkret wird täglich mindestens 30 Minuten Bewegung mittlerer Intensität empfohlen, dazu zweimal wöchentlich Ausdauersport und Krafttraining. Ob ein Abnehm-Erfolg wirklich auf den Verzehr der Powerslim-Produkte zurückzuführen ist oder nicht doch eher auf die generelle bewusste, kalorien- und kohlenhydratreduzierte Ernährung in Verbindung mit Sport, ist allerdings umstritten.

Diäko

Bei Diäko sollen Abnehmwillige mithilfe von Diätfertiggerichten ihr Wunschgewicht erreichen. Für eine Gewichtsreduktion und ein gesünderes Leben empfehlen die Erfinder des Konzepts fünf Mahlzeiten pro Tag: einen High Protein-Drink als erstes Frühstück, ein zweites Frühstück bestehend aus Müsli oder Joghurt, ein kaltes oder warmes Mittagessen, eine Zwischenmahlzeit sowie ein Abendessen. Insgesamt ergeben die Mahlzeiten, die laut Hersteller aus ausgewählten regionalen und schonend verarbeiteten Zutaten zubereitet wurden, etwa 1.100 kcal.

Anwender können abhängig von ihrem persönlichen Abnehmziel ihren Abnehmplan individuell gestalten. Er gilt für sechs, 15 oder 18 Tage. Es stehen verschiedene Alternativen wie Fisch, Fleisch, vegetarische Gerichte, Hausmannskost oder internationale Gerichte zur Wahl. Neben den vorgegebenen Tiefkühlmahlzeiten sind auch Obst und Salat erlaubt, ansonsten stehen allerdings keine frischen Lebensmittel auf dem Speiseplan. Diäko Produkte sind in den Ladengeschäften in Berlin, Hamburg und München oder im Onlineshop von Diäko erhältlich.

Yokebe

Bei Yokebe handelt es sich um Diät Drinks, die mit fettarmer Milch angerührt werden und mindestens zwei, höchstens drei Mahlzeiten täglich ersetzen können. Der Hersteller schlägt grundsätzlich drei verschiedene Diät-Pläne vor: den 5-Wochen-Schlank-&-Fit-Plan, den 2-Wochen-Turbo-Plan sowie einen Fastenplan. Der 2- und 5-Wochen-Plan beginnt jeweils mit einer einwöchigen Konzentrationsphase, in der alle drei Mahlzeiten eines Tages durch einen Yokebe-Shake ersetzt werden – dies erfordert eine hohe Motivation und eine noch größere Disziplin. Um eine zu große Eintönigkeit und damit die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs zu verhindern, schlägt der Hersteller zahlreiche Variationen mit Gewürzen, Früchten oder Gemüse vor. Die Drinks sowie ergänzende Zusatzprodukte zur Unterstützung der Diät werden über Apotheken und das Internet vertrieben.

Metabolic Balance

Metabolic Balance ist der Name eines Ernährungskonzepts, das vorrangig einen vermeintlich in Ungleichgewicht gekommenen Stoffwechsel wieder in Balance bringen möchte, der sich unter anderem in Übergewicht äußert. Durch die Wiederherstellung der Stoffwechsel-Balance sollen sich automatisch auch das Gewicht und die Blutwerte verbessern, so zumindest die Annahme der Erfinder. Ausgangspunkt für die Ernährungsumstellung sind mehr als 30 persönliche Blutwerte des Anwenders sowie weitere körperliche Merkmale wie Gesundheitszustand und Gewicht. Auch die individuellen Vorlieben und Abneigungen gegenüber bestimmten Lebensmitteln sollen in die Auswertung einfließen. Diese Daten werden mithilfe eines speziellen Computerprogramms ausgewertet und von einem entsprechend ausgebildeten Betreuer mit dem Teilnehmer besprochen.

Grundsätzlich läuft Metabolic Balance in vier Phasen ab: Vorbereitungsphase mit Darmentleerung (zwei Tage), strenge Umstellungsphase mit individuell erlaubten Mengen an bestimmten Nahrungsmitteln (mindestens 14 Tage), gelockerte Phase mit weniger strengen Regeln und schließlich die Erhaltungsphase, in der die Teilnehmer eine gesunde Ernährung auf der Basis der vorangehenden Phasen einhalten sollen. Stets sind drei Mahlzeiten pro Tag erlaubt, die im Abstand von etwa fünf Stunden verzehrt werden dürfen. Sie bestehen im Wesentlichen aus einer eiweißreichen und kohlehydratreduzierten Ernährung.

Obwohl die Zusammenstellung der Nahrungsmittel und die erlaubten Essensmengen ungefähr den Empfehlungen von Ernährungsexperten entsprechen, kritisieren Fachleute vor allem die mangelnde Transparenz bei der Erstellung der individuellen Diätpläne. Auch die mangelnde wissenschaftliche Begründung und die kurze „Ausbildung“ der Betreuer sind nicht optimal, so die Kritik.

Shot for Slim

Hinter dem Namen „Shot for Slim“ verbirgt sich ein flüssiges Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis natürlicher Inhaltsstoffe. Es besteht unter anderem aus Fruchtextrakten, Mineralstoffen und Vitaminen und soll laut seinem slowakischen Hersteller den Stoffwechsel ankurbeln und so die Fettverbrennung unterstützen bzw. beschleunigen. Konkret enthält das Produkt auch Ananas- und Artischockenextrakte, von denen man weiß, dass sie den Fettstoffwechsel anregen. Dieser Prozess soll durch die Stoffe Niacin, Biotin und Pantothensäure sowie die Vitamine B6 und C unterstützt werden. Als Energielieferanten finden sich grüner Tee und Ginseng auf der Zutatenliste.

Diese Kombination aus verschiedenen natürlichen Inhaltsstoffen soll, wenn sie nur einmal täglich in kleiner Dosis verzehrt wird, das Hungergefühl abmildern und die Fettverbrennung auf Touren bringen. Ganz nebenbei soll der Körper durch den Verzehr des Produkts auch entgiftet und überflüssige Einlagerungen reduziert werden. Damit das Produkt seine Wirksamkeit entfalten kann, ist weder eine zusätzliche Ernährungsumstellung noch Bewegung nötig, heißt es. Der Gewichtsverlust soll bei zwei Kilogramm alle drei Tage liegen – für Mediziner und Ernährungsexperten eine unhaltbare Behauptung, was auch von vielen Anwendern bestätigt wird.

Slim Vida

Slim Vida ist kein Drink, sondern der Name eines Nahrungsergänzungsmittels in Tablettenform. Der britische Hersteller verspricht durch die Einnahme dieser Kapseln die Verbrennung von Fettreserven bei gleichzeitigem Erhalt der Muskelmasse – und das alles ohne (Heiß-)Hunger oder Essgelüste. Die Tabletten enthalten vor allem Acai Beeren, afrikanische Mango und grünen Tee. Ob das Produkt überhaupt noch in Deutschland vertrieben wird, ist ungewiss. Möglicherweise wurde der Vertrieb aufgrund der massiven Kritik von Verbraucherschützern eingestellt, von denen einige dem Hersteller Betrug vorwarfen. So fehlte bei diesem Produkt nicht nur ein stimmiges und plausibles Konzept zur Gewichtsreduzierung, sondern auch die in diesem Zusammenhang erforderliche wissenschaftliche Basis. Selbst die zitierten Experten und angeblich erfolgreichen Teilnehmer scheinen nicht echt gewesen zu sein. Außerdem wird von Nebenwirkungen berichtet, die darauf hindeuten, dass die Einnahme dieser Kapseln möglicherweise mit gesundheitlichen Risiken einhergeht.

Fazit

Insbesondere nach den Weihnachtsfeiertagen und vor dem Sommerurlaub ist die Nachfrage nach Produkten, die auf das Prinzip der Formuladiät setzen, am größten. Mit Werbeslogans wie „Drei Kilogramm in nur einer Woche“, „Abnehmen ohne zu hungern“ oder „Bikini-Notfall-Plan“ versprechen die Hersteller der Pulver, Shakes und Suppen eine schnelle Gewichtsreduktion. Pfunde verlieren, ohne sich im Fitnessstudio quälen oder mühsam Punkte oder Kalorien zählen zu müssen? Das klingt für viele Abnehmwillige verlockend. Hinzu kommt, dass die Anwendung der Diätpräparate denkbar einfach ist. Denn je nach Rezeptur werden spezielle Pulver einfach in Milch oder Wasser eingerührt und ersetzen so komplette Mahlzeiten. Zum Start der Diät können sogar alle drei Mahlzeiten des Tages ersetzt werden. Dieser Komplettersatz zu Beginn soll den Stoffwechsel anregen, die Fettverbrennung richtig auf Touren bringen und schnell die ersten Pfunde purzeln lassen.

Autor

Vor zwölf Jahren wog ich über 90 kg. Mir war klar, dass ich mich ändern musste. Ich versuchte es und scheiterte viele Male. Ich begann besser zu essen und lernte dabei mehr über Ernährung und Fitness, aber auch über mich selbst, als ich es jemals für möglich gehalten habe. Es war die schwierigste und lohnendste Erfahrung und obwohl ich es damals noch nicht so sah, war ich erst am Anfang.

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