Ernährung bei Fettleber: So essen Sie leberschonend
Bei einer Fettleber lagert sich zu viel Fett in den Leberzellen ab. Häufig stehen Übergewicht, Diabetes oder andere Stoffwechselprobleme dahinter. Diese Form heißt MASLD, also stoffwechselbedingte Fettleber. Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchten kann das Leberfett senken und lässt sich dauerhaft beibehalten.
Trinken Sie seltener süße Getränke und begrenzen Sie stark verarbeitete Lebensmittel, die viel Zucker oder Fett enthalten. Bei Übergewicht entlastet eine langsame, anhaltende Gewichtsabnahme die Leber zusätzlich. Eine einzelne Diät oder ein bestimmtes Lebensmittel heilt die Fettleber nicht.
Was häufiger auf den Teller gehört
Essen Sie regelmäßig Gemüse zum Mittag- und Abendessen. Frisches, tiefgekühltes oder ungesalzenes Gemüse aus der Dose eignet sich gleichermaßen. Haferflocken liefern mehr Ballaststoffe als stark raffinierte Getreideprodukte. Auch Vollkornbrot und Vollkornnudeln sind ballaststoffreicher. Bohnen, Linsen und Kichererbsen machen Mahlzeiten sättigender. Sie passen in Suppen, Salate und Eintöpfe.
Essen Sie auch Nüsse und Samen, achten Sie dabei aber auf die Portionsgröße. Verwenden Sie häufiger pflanzliche Öle wie Olivenöl und essen Sie regelmäßig Fisch. Diese Lebensmittel gehören zu einer mediterranen Ernährung, die bei Fettleber empfohlen wird und auch bei normalem Körpergewicht günstig sein kann.
Ganzes Obst gehört ebenfalls dazu. Sie müssen nicht pauschal auf Obst verzichten: Die Empfehlung, Zucker zu begrenzen, betrifft vor allem zugesetzten Zucker und süße Getränke. Essen Sie Obst lieber, statt es regelmäßig als Saft zu trinken.
Was Sie besser einschränken
Limonade, Cola, gesüßter Eistee und Energy-Drinks liefern viel Zucker, ohne gut zu sättigen. Trinken Sie im Alltag Wasser oder ungesüßten Tee. Saft ist kein gleichwertiger Ersatz für ganzes Obst und sollte nicht das Standardgetränk sein.
Reduzieren Sie außerdem Süßigkeiten und stark verarbeitete Fertigprodukte, wenn sie viel Zucker oder gesättigte Fette enthalten. Butter und Schmalz sollten seltener verwendet werden. Das gilt auch für fettreiche Fleischwaren. Ersetzen Sie sie häufiger durch pflanzliche Öle, Hülsenfrüchte oder Fisch. Rotes und verarbeitetes Fleisch wie Wurst gehört ebenfalls eher gelegentlich auf den Speiseplan.
| Im Alltag öfter | Statt häufig |
|---|---|
| Wasser oder ungesüßten Tee | Limonade oder gesüßten Eistee |
| Haferflocken oder Vollkornbrot | stark raffinierte Getreideprodukte |
| Gemüse und Hülsenfrüchte | stark verarbeitete Fertiggerichte |
| Pflanzliches Öl und Fisch | Butter, Schmalz und fettreiche Fleischwaren |
| Ganzes Obst | Saft als tägliches Getränk |
Ein vollständiges Fettverbot ist nicht nötig. Entscheidend sind die Art des Fettes und die Gesamtmenge: Ungesättigte Fette aus pflanzlichen Ölen und Nüssen sind eine bessere Wahl als häufige Portionen gesättigter Fette. Auch Olivenöl und Nüsse liefern allerdings viel Energie, deshalb kommt es auf die Menge an.
Bei Übergewicht langsam abnehmen
Wenn Sie Übergewicht haben, verbessert eine anhaltende Gewichtsabnahme häufig die Leberverfettung. Ein Gewichtsverlust von mindestens fünf Prozent des Körpergewichts ist ein Ziel, um Leberfett zu verringern. Sieben bis zehn Prozent können die Entzündung verbessern; für eine mögliche Verbesserung der Vernarbung des Lebergewebes wird ein Verlust von mindestens zehn Prozent angestrebt. Diese Werte sind Behandlungsziele, keine Garantie für den individuellen Verlauf.
Setzen Sie auf Veränderungen, die Sie langfristig beibehalten können, statt auf eine Crashdiät. Bei normalem Körpergewicht ist Abnehmen nicht automatisch das Ziel. Eine mediterran geprägte Ernährung kann auch ohne Gewichtsverlust sinnvoll sein. Sprechen Sie größere Änderungen Ihrer Ernährung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Das gilt besonders, wenn Sie Diabetes oder weitere Erkrankungen haben oder eine fortgeschrittene Lebererkrankung vorliegt.
Alkohol und besondere Diäten
Alkohol kann zusammen mit Stoffwechselrisiken die Leber belasten. Wenn Sie Ihre Leber schützen möchten, verzichten Sie auf Alkohol. Bei einer Fettleber sollten Sie den Alkoholkonsum ärztlich besprechen; bei fortgeschrittener Vernarbung oder Leberzirrhose ist vollständiger Verzicht empfohlen.
Eine kohlenhydratarme Ernährung oder Intervallfasten ist dafür nicht erforderlich. Studien zeigen nicht, dass eine bestimmte Diätform allgemein besser ist als andere. Wählen Sie eine Ernährungsweise, die zu Ihrem Alltag und Ihrer Gesundheit passt. Kaffee müssen Sie ebenfalls nicht trinken, wenn Sie ihn nicht mögen: Ein möglicher Schutz beruht vor allem auf Studien, in denen Forschende Menschen beobachten. Kaffee ist nicht als Behandlung gesichert.
Vorsicht bei „Leberkuren“
Detox-Kuren und Nahrungsergänzungsmittel sind keine verlässliche Behandlung der Fettleber; bei vielen Präparaten ist nicht ausreichend belegt, ob sie helfen und sicher sind. Manche pflanzlichen Mittel können die Leber sogar schädigen. Nehmen Sie solche Produkte deshalb nicht ohne Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal ein.