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Fitnessgeraete fuer zuhause auswaehlen: was wirklich genutzt wird

Wer zuhause trainieren will, hat die Wahl zwischen Laufband, Heimtrainer, Rudergerät, Hantelbank, Kurzhanteln oder Springseil. Ob Sie das Gerät in einem halben Jahr noch regelmäßig nutzen, ist wichtiger als seine Funktionsvielfalt.

Kleingeräte und Heimtrainer gehören zu den am häufigsten genutzten Heimsportgeräten. Große Multifunktionsstationen werden oft nach wenigen Wochen zur Ablagefläche. Rund 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland trainieren zuhause, viele davon mit einfachen Mitteln.

Erst die Gewohnheit, dann das Gerät

Klären Sie zuerst, wie Sie tatsächlich trainieren wollen, bevor Sie über Anschaffungskosten oder Marken nachdenken. Wer morgens vor der Arbeit zwanzig Minuten schwitzen möchte, braucht ein Gerät, das sofort einsatzbereit ist. Ein Klappfahrrad, das Sie erst aus dem Schrank holen und aufbauen müssen, wird an stressigen Tagen im Schrank bleiben. Wer dagegen abends eine längere Einheit plant, kann auch ein Gerät mit etwas Aufbauzeit wählen.

Beobachten Sie sich selbst eine Woche lang: Achten Sie darauf, wann Sie Energie haben und wo in der Wohnung Sie wirklich trainieren würden. Wenn Sie sich unsicher sind, ob eine neue Routine hält, starten Sie mit einem günstigen Kleingerät wie Kurzhanteln oder einem Springboard. Die Kosten sind gering, der Verlust bei einem Fehlkauf überschaubar, und Sie lernen, welche Trainingsform Ihnen liegt.

Der Platz entscheidet über die Nutzung

Ein Gerät, das keinen festen Platz hat, wird selten genutzt; messen Sie deshalb vor dem Kauf die Ecke, in der es stehen soll, und berücksichtigen Sie den Bewegungsraum rundherum. Ein Laufband braucht nicht nur die Stellfläche, sondern auch einen Meter Abstand nach hinten, damit Sie nicht an der Wand stehen. Ein Rudergerät braucht vor und hinter dem Sitz Platz für die Zugbewegung.

Wenn Sie das Gerät nach jedem Training wegräumen müssen, wird die Schwelle höher. Ein Klappfahrrad, das Sie hinter die Tür schieben, ist realistischer als ein Kraftgerät, das Sie zerlegen müssen. Bedenken Sie auch die Deckenhohe: Ein Stepper oder ein Laufband mit aufrechter Haltung braucht mehr Raum als ein Rudergerät, das Sie im Sitzen nutzen.

Geräusch und Nachbarschaft

In einer Wohnung mit dünnen Decken ist der Lärm entscheidend. Ein Crosstrainer arbeitet meist leiser als ein Laufband, bei dem die Lauffläche und der Motor hörbar sind. Rudergeräte mit Luftwiderstand erzeugen ein Rauschen, das durch die Wohnung zieht, während magnetische Rudergeräte nahezu lautlos arbeiten.

Fragen Sie sich, ob Sie zu Zeiten trainieren, in denen Nachbarn empfindlich sind. Wer morgens um sechs aufs Laufband steigt, sollte ein leises Modell wählen oder eine Matte darunterlegen. Eine Trainingsmatte dämpft nicht nur den Schall, sondern schützt auch den Boden. Wenn Sie unsicher sind, lesen Sie die Herstellerangaben zum Geräuschpegel oder suchen Sie nach Erfahrungsberichten von Nutzern, die in Mietwohnungen trainieren.

Budget: Rechnen Sie mit der Nutzung

Der Preis eines Geräts sagt wenig über die Nutzung aus. Ein teures Laufband, das Sie nicht anfassen, ist teurer als ein günstiges Springboard, das Sie täglich nutzen. Setzen Sie ein Budget, das sich an Ihrer Trainingshäufigkeit orientiert. Wer drei Mal pro Woche trainiert, kann auch ein mittelpreisiges Gerät wählen, das die Grundfunktionen solide erfüllt. Wer nur gelegentlich trainiert, sollte nicht mehr ausgeben als für ein paar Monate Fitnessstudio.

Achten Sie auf die Qualität der verarbeiteten Teile, nicht nur auf die Marke. Ein stabiler Rahmen, ein ruhiger Lauf und eine einfache Bedienung sind wichtiger als ein Display mit vielen Programmen, die Sie nicht nutzen. Die Corona-Zeit hat gezeigt, dass die Nachfrage nach Heimtrainern stark steigen kann, aber das heißt nicht, dass ein teures Gerät automatisch besser zu Ihnen passt.

Aufbau und Aufbewahrung

Der Aufbau ist oft der Punkt, an dem gute Vorsätze scheitern. Ein Gerät, das Sie stundenlang zusammenbauen müssen und das dafür Werkzeug und Geduld braucht, wird zur Hürde. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob der Aufbau allein möglich ist oder ob Sie eine zweite Person brauchen. Manche Händler bieten einen Aufbauservice an, der sich bei schweren Geräten lohnt.

Für die Aufbewahrung gilt: Das Gerät sollte an einem Ort stehen, an dem Sie es jeden Tag sehen. Ein Gerät im Keller oder auf dem Dachboden wird selten genutzt, weil der Weg dorthin schon eine Hürde ist. Wenn Sie wenig Platz haben, sind zusammenklappbare Modelle oder Geräte, die Sie unter das Bett schieben können, eine gute Wahl. Achten Sie darauf, dass das Zusammenklappen einfach ist und das Gerät nicht kippt.

Typische Fehlkäufe vermeiden

Die häufigsten Fehlkäufe sind Geräte, die zu viel versprechen und zu wenig halten. Dazu gehören Multikraftstationen, die viele Übungen anbieten, aber in der Praxis unhandlich sind und viel Platz brauchen. Auch Bauchtrainer, die nur eine einzige Bewegung ermöglichen, werden schnell langweilig. Und Geräte, die Sie nur kaufen, weil sie gerade günstig sind, werden ebenfalls schnell zur Ablagefläche, wenn Sie das Training nicht wirklich wollen.

Ein weiterer Fehler ist der Kauf unter Zeitdruck. Wer sich keine Zeit nimmt und die Ware nicht sorgfältig prüft, macht Kompromisse, die er später bereut. Nehmen Sie sich Zeit, vergleichen Sie die Modelle, und wenn möglich, testen Sie das Gerät im Geschäft oder im Studio. Ein Gerät, das sich gut anfühlt und leicht zu bedienen ist, wird eher genutzt als ein Gerät, das nur gut aussieht.

Wiederverkaufswert berücksichtigen

Auch wenn Sie jetzt überzeugt sind, dass Sie das Gerät nutzen: Der Wiederverkaufswert spielt eine Rolle. Geräte mit hoher Nachfrage, wie Laufbänder und Heimtrainer, lassen sich später leichter verkaufen. Spezielle Geräte mit einer Nischenfunktion sind dagegen schwerer loszuwerden. Wenn Sie ein Gerät kaufen, das Sie vielleicht nicht mehr nutzen, achten Sie auf eine gute Marke und eine solide Verarbeitung, denn das erleichtert den Verkauf.