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Diäten und Kohlenhydrate

Bei der einen oder anderen Diät sind Kohlenhydrate als Dickmacher verschrien und werden in diesen dann nach Möglichkeit gemieden. Eine kohlenhydratfreie Ernährung ist mit natürlichen Lebensmitteln und Speisen nicht durchführbar, da Kohlenhydrate zumindest in geringen Anteilen in beinahe sämtlichen Nahrungsmitteln zu finden sind. Meistens begegnet einem stattdessen eine kohlenhydratarme Kost (Low-Carb-Ernährung), bei welcher der Anteil der Kohlenhydrate auf ein Minimum reduziert wurde, parallel dazu steigt der Anteil an Eiweiß und Fett im täglichen Speiseplan an. Im Gegensatz zu FdH müssen bei einer Anti-Kohlenhydrate-Diät gute Kenntnisse über die Lebensmittel vorhanden sein, damit der Speiseplan entsprechend den Empfehlungen dieser Ernährungsumstellung gestaltet werden kann. Zudem ist es hier hilfreich, wenn eine Kohlenhydrate-Diät-Tabelle benutzt wird, da mit dieser die kohlenhydratreichen Lebensmittel schnell erkannt werden können.

Auch wenn diese Diätform ständig mit neuen Bezeichnungen daher kommt wie beispielsweise die Thunfisch- oder Gemüse-Kur, so ist dies dennoch keine neuartige Schlankheitskur. In Amerika wird sie bereits seit Jahrzehnten beispielsweise unter dem Begriff „Atkins Diet“ propagiert.

  • Diäten ohne Kohlenhydrate beziehungsweise eine Ernährung, die kohlenhydratarm ist, stützt sich bei ihren Versprechen auf die körpereigenen Verbrennungsvorgänge und damit auch auf die biochemischen Prozesse, die diesen zugrunde liegen.
  • Mit der täglichen Nahrung wird dem Körper die Energie zugeführt, die er zur Aufrechterhaltung seiner Standardfunktionen sowie für aktive Tätigkeiten benötigt.
  • Dabei nutzt er vorwiegend den Energielieferanten, den er am einfachsten erreichen kann und damit am schnellsten Energie gewinnen kann.
  • Kohlenhydrate kann er im Gegensatz zu Fett sofort zur Energiegewinnung nutzen und daher stoppt er die Fettverbrennung bei einer ausreichenden Versorgung mit Kohlenhydraten.
  • Genau dieser Effekt soll durch eine Ohne-Kohlenhydrate-Kur verhindert werden, denn aufgrund der dem Körper dann fehlenden Kohlenhydrate soll dieser stattdessen an die Fettreserven gehen.

Um den Effekt der Diät ohne Kohlenhydrate zu erreichen, muss man sich an die strikten Regeln der Lebensmittelauswahl halten. Ein Low-Carb-Ernährungsplan kann gerade zu Beginn eine gute Hilfestellung sein, damit nicht aus Versehen aufgenommene Kohlenhydrate den Abnehmerfolg zunichte machen. Kohlenhydrate finden sich zu großen Anteilen in zum Beispiel Getreideprodukten, Kartoffeln, Reis und Obst. Statt dieser Nahrungsmitteln werden während dieser Fastenkur hauptsächlich Fleisch, Wurst, Fisch, Milch und Milchprodukte gegessen. Zudem sind auch viele Gemüsesorten erlaubt, da diese nur einen geringen Kohlenhydratanteil haben. Von den „erlaubten“ Lebensmitteln dürfen praktisch unbegrenzte Mengen gegessen werden, wodurch durch diese Ernährungsform eine gute Sättigung erreicht werden kann.

Der Nutzen einer Low-Carb-Diät

Mit einer kalorienreduzierten Low-Carb-Ernährung haben viele Diäthaltende gute Resultate erzielt. Allerdings handelt es sich hierbei um eine typische Diät, Sie müssen sich also an strenge Regeln halten und nach dem Beenden dieser mit dem Jojo-Effekt rechnen. Besser sind daher Abnehm-Projekten wie beispielsweise „Schlank ohne Diät“, die auf eine langfristige Ernährungsumstellung setzen und nicht so einseitig wie eine kohlenhydratarme Ernährung ist. Denn auch wenn ein Gewichtsverlust zu erwarten ist, ist eine einseitige Ernährung nie gesund und kann je nach „Radikalität“ zu ernsthaften Mangelzuständen im Körper führen.

Das Weglassen von Kohlenhydraten

Bewusst abnehmen und sich dabei auch noch gesund ernähren ist das Ziel einer jeden guten Diät.

Kohlenhydrate zum Abnehmen sollten daher nur verringert, und nicht ganz von der Speisekarte gestrichen werden.

  • Oft werden Kohlenhydrate als Dickmacher bezeichnet.
  • Das ist aber nicht der Fall.
  • Denn erst dann, wenn sie im Übermaß verzehrt werden, und es sich zudem um schlechte Kohlenhydrate handelt, können sie dick machen.
  • Schlechte Kohlenhydrate sind zum Beispiel Zucker, auf den man deswegen verzichten sollte.
  • Auch viel Stärke kann im Übermaß zu den dick machenden Kohlenhydraten gezählt werden.

Gesunde und gute Lieferanten sind jedoch Vollkornprodukte. Diese enthalten zudem auch Ballaststoffe, die für ein schnelleres Sättigungsgefühl sorgen.

Gesunde Kohlenhydrate zum Abnehmen, wie Kartoffeln, Reis und auch Hülsenfrüchte liefern dem Körper zudem auch viele wichtige Vitamine und natürlich auch Mineralstoffe. Denn nur, wenn der Körper mit allen Stoffen ausreichend und in einem ausgewogenen Verhältnis versorgt wird, ist die Diät wirklich gesund. Abnehmen und Kohlenhydrate zu sich nehmen, lässt sich also sehr gut miteinander verbinden, denn so kann die Diät gesund und abwechslungsreich gestaltet werden. Abnehmen und Kohlenhydrate weglassen, nimmt dem Körper also nicht nur Vitamine und Mineralien, sondern entzieht ihm auch eine wichtige Energiequelle, welche gute Kohlenhydrate sind.

Frisch und ausgewogen ernähren

Um die Motivation beim Abnehmen nicht zu verlieren, muss das Essen abwechslungsreich sein, lecker aussehen und auch noch gut schmecken. Abnehmen mit Kohlenhydraten macht das möglich, denn Beilagen wie Vollkornreis, Vollkornnudeln und Vollkornbrot lassen sich mit den anderen Zutaten gut und mit viel Abwechslung zubereiten. Ein Salat mit Vollkornbrot, ein bunte Gemüsepfanne mit Reis, oder Nudeln bringen immer wieder etwas anderes zum essen auf den Tisch, und sorgen so für eine ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen und Vitaminen.

Wer also Kohlenhydrate bei seinem essen spart, und diese nur zu einem Drittel mit in den Speiseplan einbaut, kann sich abwechslungsreich ernähren und dabei an Gewicht verlieren. Streicht man die Kohlenhydrate allerdings ganz, dann werden dem Körper gleichzeitig auch Mineralstoffe und Vitamine genommen, die in diesen Lebensmitteln enthalten sind. Im Vergleich zu einer fettreduzierten Kost, nimmt man bei weniger Kohlenhydraten etwas mehr ab. Kombiniert man aber beides miteinander, dann ist das Abnehmen wesentlich leichter und gelingt auch schneller. Damit es nach der Diät nicht wieder zum Anstieg kommt, sollte die Diät nicht vorschnell, sondern besser Schritt für Schritt beendet werden. Man ersetzt über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen nach und nach die Mahlzeiten, beginnend beim Frühstück, einige Tage später auch das Mittagessen, und gegen Ende der Zeit schließlich auch das Abendessen.

Low Carb

Wer abnehmen will, sollte bei seiner Ernährung vor allem auf Fett verzichten – so zumindest eine Grundregel, die für lange Zeit galt. Mittlerweile werden aber Diäten immer populärer, bei denen fetthaltige Lebensmittel gegessen werden dürfen. Stattdessen wird ganz oder teilweise auf Kohlenhydrate verzichtet.

Dieser Diät-Trend kommt ursprünglich aus den USA, findet aber auch hierzulande immer stärkere Verbreitung. Bekannt ist die Methode, die ein Abnehmen ohne Kohlenhydrate ermöglichen soll, unter den Begriffen Low Carb oder No Carb.

  • Grundsätzlich wird zwischen zwei Varianten der Diät unterschied: Die No Carb Ernährung verzichtet völlig auf Kohlenhydrate, während die Low Carb Ernährung die Aufnahme von Kohlenhydraten nur stark reduziert.
  • Kohlenhydrate sind vor allem in Getreideprodukten wie Brot oder Nudeln enthalten, doch auch Früchte und Gemüse enthalten teilweise hohe Anteile von Kohlenhydraten.
  • Das überrascht, denn normalerweise sollen doch gerade Früchte zum Abnehmen geeignet ein.
  • Obst enthält jedoch viel Zucker, und Kohlenhydrate bestehen aus Zuckermolekülen.
  • So paradox es auch klingt, auf eigentlich gesunde Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse zu verzichten und stattdessen fetthaltige Lebensmittel zu verzehren: Wissenschaftliche Studien belegen, dass es durchaus möglich ist, ohne Kohlenhydrate abnehmen zu können.

Kohlenhydrate sind für den Körper ein höchst effektiver Energielieferant und bilden bei einer normalen Ernährung den größten Teil der Nahrung. Die durch sie aufgenommene Energie wird sofort vom Körper umgesetzt, der Überschuss als Fett eingelagert. Deshalb führen eine Reduzierung oder gar ein vollständiger Verzicht auf Kohlenhydrate dazu, dass die Fettpolster nicht so schnell aufgefüllt und nun anstelle der Kohlenhydrate vom Körper für die Energiebildung herangezogen werden. Gerade wer ganz schnell abnehmen will, soll mit diesen Diäten beeindruckende Erfolge erzielen können. Vor allem in der Kombination mit Sportübungen zum Abnehmen kann eine Low-Carb-Ernährung bereits nach wenigen Wochen zu einem deutlichen Gewichtsverlust führen. Doch natürlich gilt auch bei dieser Methode: Nur bei einer negativen Energiebilanz werden die Kilos purzeln. Und neuere Studien lassen vermuten, dass es für die Effizienz einer Diät unerheblich ist, ob die aufgenommenen Kalorien nun aus Kohlenhdydraten oder andere Energiequellen stammen.

Die Nachteile einer Low-/No-Carb-Ernährung

Ein Ernährungsplan, der ohne Kohlenhydrate auskommt, hat nicht nur Vorteile. Insbesondere sind Kohlenhydrate nicht nur Energielieferanten, sondern versorgen den Körper auch mit Vitaminen und Ballaststoffen. Gerade eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung ist nach medizinischen Untersuchungen beispielsweise wichtig für die Verhinderung von Krebserkrankungen und anderen schweren Krankheiten. Zudem sorgen Früchte, Gemüse und Getreideprodukte für Abwechslung auf dem Teller. Deshalb brechen viele Menschen strenge Fastenkuren wie eine Low- oder gar No-Carb-Diät relativ schnell wieder ab oder können die Ernährweise nicht dauerhaft beibehalten, da sie nicht langfristig angelegt ist, womit der Jojo-Effekt vorprogrammiert ist. Gerade wer langsam abnehmen und sein Gewicht langfristig halten möchte, sollte Abstand von solchen Abnehmprogrammen nehmen. Grundsätzlich lässt sich jedenfalls sagen, dass eine Low-Carb-Diät bzw. insbesondere die noch härtere No-Carb-Variante mit regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen verbunden sein sollte, um Mangelerscheinungen frühzeitig zu erkennen.

Kohlenhydratediät ist Abnehmen ohne Hunger

Es gibt zum einen viele fettarme Diäten und andererseits auch eine Vielzahl an Konzepten, die auf einer Reduktion der Kohlenhydrate basieren. Diese sogenannten Low-Carb-Diäten haben mittlerweile zunehmend an Beliebtheit gewonnen. Doch es gibt auch Möglichkeiten, genau mit dem entgegengesetzten Ernährungskonzept abzunehmen. Die Kohlenhydrate Diät ist eine davon.

Hier geht es eben nicht darum, Nudeln, Brot, Gemüse und andere stark stärkehaltige Nahrungsmittel vom Speiseplan zu verbannen, sondern sie im Gegenteil verstärkt einzusetzen. Mit dem Hauptproblem der meisten Diäten, dem Hungergefühl, braucht man sich bei der Kohlenhydratediät nicht auseinanderzusetzen, denn an den komplexen Kohlenhydraten, die in vielen Lebensmitteln enthalten sind, kann man sich dabei richtig satt essen.

  • Neben der schnell zugänglichen Energie, die kohlenhydratreiche Speisen liefern, versorgen sie den Körper auch mit vielen wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen.
  • Zusätzlich halten sie die Verdauung auf Trab, denn kohlenhydratreiche Gemüse verfügen auch über einen hohen Anteil der defür benötigten Ballaststoffe.
  • Der Cholesterinspiegel wird ebenso positiv beeinflusst wie die Fettwerte.
  • Vieles spricht also für eine Kohlenhydrate Diät und es ist nicht verwunderlich, dass einige Ernährungsexperten sie anderen Diätkonzepten wie der Dr.
  • Markert Diät oder der Pierre Dukan Diät vorziehen.

Ein vielseitiger Speiseplan liefert gesunde Energie

Der Speiseplan der Kohlenhydratediät ist äußerst vielseitig und bunt. Anders als bei einseitigen Abnehmstrategien wie der Kohlensuppendiät, der Grüne Diät oder einer Monodiät können hier Vollkornprodukte wie Nudeln, Reis und Brot, aber auch Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Gemüse, Nüsse, Rosinen, Obst und andere reichhaltige Lebensmittel verzehrt werden. In kleinen Mengen sind auch mageres Fleisch, Fisch und fettarme Milchprodukte erlaubt.

Wichtig ist es allerdings, dabei zwischen den komplexen und den einfachen Kohlenhydraten zu unterscheiden. Denn während der Körper von Vollkornprodukten und anderen hochwertigen Kohlenhydratlieferanten profitiert, daraus wertvolle Energie und andere Nährstoffe zieht, liefern andere Lebensmittel häufig nur „leere“ Kalorien in Form von einfachen Kohlenhydraten. Sie werden sofort und ohne große Arbeitsleistung vom Körper verbrannt und sollten deshalb so weit wie möglich gemieden werden.

Auf leere Kalorien durch Einfachzucker verzichten

Auf der Liste der nicht erlaubten Produkte stehen bei der Kohlenhydrate Diät also nicht nur stark fetthaltige Speisen, sondern auch alle stark zuckerhaltigen Produkte wie Bonbons, Schokolade, Marmelade, Honig, die beliebte Cola und andere Limonaden. Sie sind zwar auch reich an Kohlenhydraten, haben aber auch bei dieser Diät nichts auf dem Speiseplan verloren. Auch Spirituosen sind reich an diesen schnellen Energielieferanten und sollten gemieden werden, doch alle Weizenbierliebhaber kommen bei dieser Diät voll auf ihre Kosten.

Wer also zum Abnehmen weder Kalorien zählen noch hungern möchte und wem auch das Einkaufen spezieller und teurer Diätprodukte nicht behagt, der findet in der Kohlenhydrate Diät eine Möglichkeit, effektiv abzunehmen. Zwar nicht so schnell wie bei einer Crash-Diät, aber auch ohne den gefährlichen Jojo-Effekt, der sich zeigt, wenn man nach der Diätzeit in die alten Ernährungsmuster zurückfällt. Es ist schon ein erster wichtiger Schritt, den Verzicht auf stark zuckerhaltige Speisen und Getränke nach der Diätzeit beizbehalten. Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich auch, dass man auch bei der Kohlenhydrate Diät auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr in Form von Mineralwasser oder anderen ungesüßten Getränke achten sollte, um die Stoffe, die der Körper beim Gewichtsverlust freisetzt, auszuspülen.

So wirken Kohlenhydrate im Körper

Kohlenhydrate zählen zu den größten Energielieferanten für den menschlichen Organismus und zählen neben den Fetten und Eiweißen zu den wesentlichen Bestandteilen der menschlichen Nahrung. Sie werden auch als Saccharide bezeichnet.

Hauptsächlich sind Kohlenhydrate in Lebensmitteln wie Brot, Reis, Kartoffeln und Nudeln zu finden.

  • Kohlenhydrate sind in allen weltweit verbreiteten Grundnahrungsmittel in hoher Form zu finden.
  • Hauptsächlich jedoch sind sie Bestandteil der unterschiedlichen Getreidesorten, aus denen fertige Lebensmittel hergestellt werden: Weizen, Mais, Reis, Hirse, Roggen, Hafer und Gerste.
  • Zu den kohlenhydratreichsten Endprodukten zählen Brot, Nudeln und Kuchen.
  • Doch auch viele Gemüsesorten weisen einen hohen Anteil an Kohlenhydraten auf: Allen voran die Kartoffel, aber auch Hülsenfrüchte wie Erbsen, Bohnen und Linsen.

Wofür benötigt der Körper Kohlenhydrate?

In erster Linie sind die Kohlenhydrate die Energielieferanten, die den Körper leistungsfähig halten. So treiben sie die Muskelkontraktion an, ohne die keine einzige menschliche Bewegung möglich wäre. Bewegung jedoch führt zu einem erhöhten Energieverbrauch, der wiederum über die Kohlenhydrate gewährleistet werden muss.

Kohlenhydrate bieten zudem den Vorteil, dass sie relativ schnell verwertbar sind. Sie liefern ihre Energie also vergleichsweise schnell. Hierin unterscheiden sie sich zum Beispiel von den Fetten. Kohlenhydrate enthalten Glucose, die von jeder einzelnen Körperzelle direkt durch die Zellmembran hindurch aufgenommen und wieder abgegeben werden kann. So kann durch verschiedene Stoffwechselprozesse sehr schnell Energie für die Leistungen des Körpers bereit gestellt werden. Dazu zählen neben den Muskeltätigkeiten auch die anabolen Prozesse und die Gehirnaktivität.

Glucose

So erfolg die schnelle Energieversorgung des Organismus vorwiegend über Glucose, die im Blut gelöst ist und sich im Blutzuckerspiegel messen lässt. Die Glucose wird während der Verdauungsprozesse im Dünndarm aufgenommen und direkt an das Blut abgegeben. Deshalb steigt nach jeder Nahrungszufuhr der Blutzuckerspiegel erst einmal an. Wird die Glucose dann nicht sofort benötigt, so verfügt der Körper über verschiedene Methoden der Zwischenspeicherung. Hier kommt das Insulin ins Spiel, das den Blutzuckerspiegel kontrolliert und auf ihn reagiert.

Ist keine Zeit vorhanden, den Verdauungsprozess abzuwarten, so muss die den Kohlenhydraten entstammende Glucose direkt aufgenommen werden. Dies kann durch die Zufuhr von Zucker geschehen, der in süßen Getränken oder Süßspeisen enthalten ist. Diese Stoffe lassen den Blutzuckerspiegel sehr schnell ansteigen und sorgen so für eine hohe Leistungsfähigkeit. Allerdings sind sie ebenso schnell auch wieder verbraucht. Ein Marathonläufer beispielsweise kann sich auf den letzten Kilometern noch einmal die dringend benötigte Energie über süße Getränke zuführen. Beginnt er damit jedoch schon in der ersten Streckenhälfte, so reicht die Energiezufuhr langfristig nicht aus.

Schnelle Energie

Insgesamt bedeutet dies, dass Kohlenhydrate sich ganz hervorragend zur Gewinnung schneller Energie eignen. Wird diese Energie durch körperliche oder geistige Betätigung verbraucht, so stimmt die Energiebilanz des Körpers. Werden sie nicht verbraucht, so lagert der Körper sie als Vorräte ein. Wie kommt es dann, dass man häufig gerade nach einer sehr kohlenhydrathaltigen und „schweren“ Mahlzeit so müde ist? Ganz einfach: Der Verdauungsprozess zieht das Blut aus der Muskulatur ab, da er eine höhere Durchblutung benötigt. Während der Körper damit beschäftigt ist, schwer aufspaltbare ungünstige Nahrung zu verdauen, ist der Körper deshalb eher schlapp als leistungsfähig.

Umwandlung in Fett

Um Kohlenhydrate als Notreserven im Körper einlagerbar zu machen, müssen sie in Fett umgewandelt werden. Hier liegen die Gefahren der kohlenhydratreichen Ernährung: Wird sie nicht genau dosiert, so macht sie dick. Wie bei allen anderen Nährstoffen auch, so kommt es also auch beim Konsum der Kohlenhydrate auf die Menge und die Balance an.


Michaela Herzog

Vor zwölf Jahren wog ich über 90 kg. Mir war klar, dass ich mich ändern musste. Ich versuchte es und scheiterte viele Male. Ich begann besser zu essen und lernte dabei mehr über Ernährung und Fitness, aber auch über mich selbst, als ich es jemals für möglich gehalten habe. Es war die schwierigste und lohnendste Erfahrung und obwohl ich es damals noch nicht so sah, war ich erst am Anfang.


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